LICHTENFELS

Nicht übertrieben: Lichtenfels blüht auf

Nicht übertrieben: Lichtenfels blüht auf
Beim Stand der Landfrauen des bayerischen Bauernverbandesdrehte sich das Glücksrad von Georg Weidner (li.): „Wie kommen die Löcher in den Käse?“, war eine der Fragen. Nepomuk und Jette rätseln mit ihrer Mama. Foto: Monika Schütz

Immer wieder Graupel und Regenschauer – ja, und? Die Besucher des ersten Frühjahrs- und Ostermarktes waren am Samstag sehr gut vorbereitet: Regenfolien für die Kinderwägen, Kapuzen und Schirme für die Erwachsenen. Das gehörte von 11 bis 17 Uhr einfach zur Grundausstattung der Marktbesucher. Bei allzu hartnäckigem Schauer konnte man sich außerdem in den Hauseingängen oder einfach bei den Zelten der vielen Aussteller unterstellen und kurz warten.

Und das Warten lohnte sich wirklich. Lobenswert, was Lichtenfels da auf die Beine gestellt hatte. Rund um das Rathaus und auf dem Marktplatz verteilt hatten eine Vielzahl von Handwerkern und Direktvermarktern ihre Stände aufgebaut. Das Motto Frühjahr und Ostern war allgegenwärtig.

Die Umweltstation Weismain bot einen „Corona-Sirup“ zur Stärkung des Immunsystems und Kräuterplätzchen an – samt Rezept und einer Auswahl an getopften Kräutern. Beim Stand der Grundfelder Tomatenfrau Helga Dressel gleich vis-a-vis konnte man die erste Grundausstattung für eine erfolgreiche Tomatenaufzucht erwerben. Schräg gegenüber blühten Osterglocken und Narzissen in ihren Töpfchen. Und wer wollte, konnte die passenden Steinfiguren für eine bunte Beet-Deko oder Fensterbank gleich mit dazu finden.

Die Hobbybastler aus der Region hatten sich mächtig ins Zeug gelegt und eine große Palette an Deko-Artikel aus Holz oder Ton für einen schönen Garten und ein gemütliches Heim angefertigt. Ganz „erfrorene“ Besucher konnten sich mit bunten, handgestrickten Wollmützen eindecken, die Hungrigen zog es mehr zur Grillbude und Schmalzgebäck. Der Bäckerfachverein zeigte, wie man das Traditionsgebäck „geschnittene Hasen“ herstellt.

Sabine Rießner und Mathias Söllner, die beiden Stellvertreter des Lichtenfelser Bürgermeisters, hielten derweil ein Pläuschen mit Korbstadtkönigin Alicia. Auch wenn Ihre Majestät fesch mit einem gelben Friesennerz über ihrer Königinnenschärpe gekleidet war, so strahlte sie doch fröhlich. Zwei Weihnachtsmärkte hätten wegen Corona ausfallen müssen, deswegen hatte die Stadt mit ihrem Citymanager Steffen Hofmann nun die Idee zu diesem Frühjahrsmarkt gehabt, erzählt sie.

Nicht übertrieben: Lichtenfels blüht auf
Ein Plüschosterhase verteilte Schokohäschen an kleine undgroße Marktbesucher. Foto: Monika Schütz

Natürlich durfte auch ein Hase nicht fehlen. In Lichtenfels gab es sogar gleich drei: zwei mannsgroße aus Plüsch und einen echten. Während die „Plüschhasen“ im Auftrag der Stadt kleine Osterschokoladenhäschen an die Besucher verteilten, hatte „Blacky“ beim Stand der Landfrauen nichts weiter zu tun, als in seinem Gehege zu sitzen und gemütlich an seinem Heu zu mümmeln. Zur Freude der Kinder gab es hier auch noch ein Glücksrad. Man konnte unter anderem erfahren, wie die Löcher in den Käse kommen.

Überhaupt war für die Kinder einiges geboten: Eierlauf mit riesigen Holzlöffeln, Häschen aus Filz basteln oder mit dem Kinderkarussell auf dem Marktplatz eine fröhliche Runde drehen. Fazit vieler Besucher: Das Rahmenprogramm samt Handwerkswaren, das kulinarische Angebot und letztendlich die vielen Tipps für die beginnende Gartensaison kamen gut an. Da hat Lichtenfels sein Versprechen gehalten: Es war in der Tat für die ganze Familie etwas geboten.

 

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