COBURG

Naturkundemuseum Coburg: Noch einmal Specht klopfen hören

Letzte Chance an diesem Wochende: Am 5. September endet im Naturkunde-Museum Coburg die Sonderausstellung „Spechte – Hör mal, wer da klopft!“. Foto: red

Wer die Sonderausstellung „Spechte – Hör mal, wer da klopft!“ noch nicht gesehen hat, der muss sich jetzt beeilen, denn sie ist nur noch bis Sonntag, 5. September, zu sehen. Also eine gute Möglichkeit, einen der letzten Ausflüge zum Ferienausklang zu starten.

Die Sonderausstellung, die gemeinsam mit dem bekannten Förster, Naturfotografen und Buchautor Norbert Wimmer erarbeitet wurde, hat zahlreiche interaktive Stationen und wendet sich insbesondere an Familien. Alle einheimischen Spechtarten werden porträtiert. Mithilfe von QR-Codes lassen sich ihre Rufe, das Trommeln und andere Lautäußerungen mit einem Smartphone abspielen – eine gute Vorbereitung auf den nächsten Waldspaziergang.

Ein Rundgang durch das Museum

Aber starten wir doch einfach zu einem Rundgang durch das Museum: „Im Eingangsbereich betreten wir in der Ausstellung ,Erde' zuerst den Mineralien-Gang. 700 Kristalle und farbenprächtige Mineralienstufen aus aller Welt sind hier zu sehen, alle von ausgesuchter Qualität. Für Kinder ist die Mineralienhöhle eine besondere Attraktion. Es schließen sich die Räume Aufbau der Erde und Sedimentgesteine an, wo an interaktiven Modellen Phänomene wie Vulkanismus, Verwitterung oder Gebirgsbildung erklärt werden.

Von hier aus kommen wir über die Treppe zur ,Tierwelt Mitteleuropas'. In fünf Dioramen zeigen wir heimische Ökosysteme zu verschiedenen Jahreszeiten. Frühling: Leben am Fischteich, Sommer: Wiese und Feldhecke mit Rehen und Füchsen sowie Kalkmagerrasen mit Schafen und Ziegen, Herbst: Buchen-/Tannenwald mit Hirschen und Winter: Fichtenforst mit Wildschweinen. Im Saal nebenan zeigt ein noch größeres Diorama die Lebewelt der kanadischen Rocky Mountains mit Bären, Pumas und Luchsen. Dazu kommen Vitrinen zur ,Evolution der Säugetiere'.

Dioramen sind Meisterleistungen

Alle Dioramen sind Meisterleistungen der Tier- und Pflanzenpräparation.In dieser Etage befinden sich auch die Abteilung ,Das Naturerbe der Welt und, die Vielfalt der Wirbellosen'.

Zurück im Erdgeschoss gehen wir in die ,Erdgeschichte'. Tausende von Fossilien zeugen von der drei Milliarden Jahre dauernden Geschichte des Lebens. Die Coburger Erdgeschichte wird in einer gesonderten Abteilung dargestellt. Hier sollte man sich die 210 Millionen Jahre alten versteinerten Bäume aus der Coburger Keuper-Formation nicht entgehen lassen.

Über die Treppe gelangen wir auf die Galerie, wo die Lebewelt der letzten Eiszeit dargestellt wird. Im Raum ,Mensch' nebenan treffen wir zuerst auf eine Familie von Neandertalern, die an einem Lagerfeuer ihre Mahlzeit vorbereitet. Die Vitrinen entlang der Wand zeichnen den Weg der Evolution des Menschen von den Halbaffen zum modernen Menschen nach. Die Ausstellungsschwerpunkte der Völkerkundeabteilung bilden Ozeanien (vor allem Papua-Neuguinea), Afrika und Sumatra.

Ein volkskundliches Objekt ist die Märbelmühle. Sie erinnert an ein vergessenes Gewerbe des Coburger und Süd-Thüringer Raumes, nämlich die Herstellung von Murmeln aus dem hier vorkommenden Muschelkalk-Gestein mit Hilfe von Wasserkraft und Mühlsteinen.

Vier beeindruckende Vogelvitrinen

Zum Schluss besuchen wir den Herzogin-Auguste-Saal, in dem die Geschichte des Naturkunde-Museums von 1844 bis 1919 dargestellt wird. Unter den vielen historischen Vitrinen und Ausstellungsstücken ragen die vier Vogelvitrinen aus dem Besitz von Herzog Alfred heraus, die Königin Victoria von England von dem berühmten Präparator Henry Ward anfertigen ließ. Neben diesen Dauerausstellungen zeigen wir jedes Jahr drei bis vier Sonderausstellungen, meist mit aktuellem Bezug.“

Weitere Informationen, auch zu Coronaregelungen, erhalten Interessenten im Internet unter www.naturkunde-museum-coburg.de. (red)

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