LICHTENFELS

Nachhaltige Hingucker aus Weidenruten zum Schulanfang

Nachhaltige Hingucker aus Weidenruten zum Schulanfang
Voller stolz sind Emmi, Ida und Annika mit ihren handgemachten Korbschultüten ins Schuljahr 2021/22 gestartet. Foto: red

Schultüten müssen nicht unbedingt aus Papier oder gar Plastik sein, sondern lassen sich auch aus einem nachwachsenden Rohstoff herstellen, dem vor allem in Lichtenfels große Bedeutung zukommt: Weidenruten.

Dass das nicht nur nachhaltig ist, sondern auch schön aussieht, beweisen die drei frisch gebackenen ABC-Schützinnen Emmi, Ida und Annika aus Bad Staffelstein und Lichtenfels. Sie durften sich zum Schulanfang über liebevoll dekorierte Korbschultüten freuen, die von ihren Müttern in Handarbeit unter professioneller Anleitung angefertigt wurden.

Die Mütter haben die „Zuckertüten“ selbst hergestellt

Wie Melanie Raab, Steffi Neumann und Linda Schmitt verraten, habe ihnen die Vorstellung einer Schultüte aus Weidenruten schon länger gut gefallen, zumal sie damit auch die Naturverbundenheit ihrer Töchter als ehemalige Waldkinder des Kindergartens Unnersdorf zum Ausdruck bringen konnten. „Wir haben uns mit unserer Idee an den Korbflechter Rainer Groth aus Rothmannsthal gewendet und Glück gehabt: Er fand die Idee super, hat sogleich einen Rohling kreiert und sich spontan bereit erklärt, uns einen entsprechenden Flechtkurs anzubieten“, sagt Steffi Neumann.

„Wir haben uns mit unserer Idee an den Korbflechter Rainer Groth aus Rothmannsthal gewendet und Glück gehabt: Er fand die Idee super.“
Steffi Neumann, Mutter

Gesagt, getan: Innerhalb von einem Tag konnten die drei Mütter die stabilen Tüten fertig stellen und sie im Anschluss daheim individuell verzieren. Besonders freut sie zum einen die Tatsache, dass sie damit einen Beitrag leisten konnten, das durch Corona gebeutelte Flechthandwerk in der Region zu unterstützen.

„Zum anderen sind unsere Werke keine Einmalprodukte, sondern sie lassen sich auf verschiedene Weisen wiederverwenden“, betont Linda Schmitt. So kann die Schultüte beispielsweise für ein Geschwisterkind neu verziert und abermals beim Schulstart eingesetzt oder sogar als Lampenschirm genutzt werden.

„Und wir tragen damit auch der Verbundenheit unserer Kinder zur Natur und zur heimischen Flechtkultur Rechnung“, ergänzte Melanie Raab.

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