MÖNCHKRÖTTENDORF/BAD STAFFELSTEIN

Mönchkröttendorf: Von Spitzenqualität vor Ort überzeugt

Mönchkröttendorf: Von Spitzenqualität vor Ort überzeugt
Schäfer Anton Wunderlich erläutert (v. li.) FabianWallner und Alexander Hartung, was gefüttert wird: Zuckerrübenschnitzel, Heu und Pellets. Foto: Monika Schütz

Corona macht sich auch beim Schäfer bemerkbar. Der Hof von Anton Wunderlich und seiner Familie bekommt normalerweise öfters Besuch: Es sind Gartenbauvereine, die hier eine Führung mitmachen, oder Mutter-Kind-Gruppen oder Kindergartenkinder, die sich an den Schäfchen, Ziegen, Eseln, Hühnern und Kaninchen erfreuen. Meist gibt es zum Abschluss des Rundganges noch eine Brotzeit mit Lammspezialitäten oder eine Tasse Kaffee.

„Die Tendenz geht mehr

zum Kochen zu Hause,

der Fleischverbrauch

ist gestiegen.“

Angela Wunderlich,

Bäuerin

Dann kam Corona. Im abgelaufenen Jahr sei da leider nichts gegangen, bedauert Angela Wunderlich, die Ehefrau von Anton, dem gelernten Tierwirt, Fachrichtung Schafe. Interessanterweise habe sich auch die Nachfrage nach Fleisch und die Vermarktung ihres Fleisches wegen Corona geändert. „Die Tendenz geht mehr zum Kochen zu Hause, der Fleischverbrauch ist gestiegen“, hat sie festgestellt.

Geschlachtet wird jetzt jede Woche und auf Bestellung

Mönchkröttendorf: Von Spitzenqualität vor Ort überzeugt
Angela Wunderlich (v. li.) zu Sabine Salewsky und Jana Endres: „Die Tendenz geht mehr zum Kochen daheim!“ Foto: Monika Schütz

Geschlachtet würde jetzt jede Woche und auf Bestelllung. Wer kein ganzes oder halbes Lamm möchte oder verarbeiten kann, dem empfiehlt sie den Besuch ihres Hauptabnehmers, eine Metzgerei in Eichelsee. Dort gebe es auch Teilstücke oder Hack. Ein schlachtreifes, vier Monate altes Tier wiege immerhin zwischen 18 und 22 Kilogramm. Die männlichen Lämmer seien etwas schwerer, die weiblichen Tiere hätten einen höheren Fettanteil, so Anton Wunderlich.

Seine Schafe sind allesamt Merino-Landschafe. 600 Muttertiere mit rund 700 Lämmern hat er derzeit im Stall. der Schäfer hält sie zusammen mit rund 40 Ziegen, neun Schafböcken und drei Eseln. Die anderen rund 400 Schafe werden draußen gehütet. Schließlich ist Anton Wunderlich ja auch noch Vertragsnaturschützer und pflegt 450 Hektar Fläche.

„Wenn du auf den

Markt willst, musst du

Qualität produzieren“

Anton Wunderlich, Schäfer und Landwirt
Mönchkröttendorf: Von Spitzenqualität vor Ort überzeugt
Wo kommen unsere Lebensmittel her: Das Kurhotel-Team mit (v. li.) Sabine Salewsky, Fabian Wallner, AlexanderHartung und ... Foto: Monika Schütz

Umso mehr freuten sich die Landwirte jüngst über vier Gäste. Eine kleine Abordnung des Best Western Kurhotels aus Bad Staffelstein besuchte den Familienbetrieb und sah sich in den Ställen um. Küchenmeister Fabian Wallner, der stellvertretende Küchenchef Alexander Hartung, Restaurantleiterin Sabine Salewsky und Oberkellnerin Jana Endres informierten sich aus erster Hand, wie die Tiere gehalten und gefüttert werden, wie es ihnen geht, und auch, ob der Betrieb EU-zertifiziert ist.

„Wenn du auf den Markt willst, musst du Qualität produzieren“, antwortet der Schäfer auf die Fragen der Gäste aus Bad Staffelstein.

Neues Konzept: Kurhotel setzt auf Regionalität und Nachhaltigkeit

Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit und Regionalität habe das Kurhotel ein neues Konzept entwickelt und verfolge es zielstrebig, Dazu gehöre auch zu wissen, wo die Lebensmittel herkommen und wie ihr CO 2-Abdruck ist. Restaurantleiterin Sabine Salewsky: „Ein Lammsteak aus Neuseeland ist bestimmt richtig gut - aber auch wenn es noch so 'Bio' ist - es muss mit dem Flieger um die halbe Welt. Wir haben hier vor Ort doch auch Spitzenqualität! Nutzen wir sie!“

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