LICHTENFELS

Mitglieder des Vdk Lichtenfels sehnen sich nach Gemeinschaft

Mitglieder des Vdk Lichtenfels sehnen sich nach Gemeinschaft
Die VdK-Ortsvorsitzende von Lichtenfels, Monika Faber (li.), beglückwünschte in Zeiten der Corona-Pandemie Helga Heusinger von Waldegge, die dem Ortsverband bereits seit über 20 Jahren angehört, zum 80. Geburtstag in angemessener Entfernung auf einer Parkbank. Foto: Alfred Thieret

Ähnlich wie alle Vereine sei auch der VdK-Ortsverband Lichtenfels, mit knapp 1300 Mitgliedern größter VdK-Ortsverband des Landkreises, seit Anfang März durch die Corona-Pandemie stark in seinen Aktionen eingeschränkt und weitgehend lahmgelegt worden, beklagt die VdK-Ortsvorsitzende und stellvertretende Kreisvorsitzende Monika Faber in einem Gespräch mit unserer Redaktion.

Mit ihren Vorstandsmitgliedern und Beisitzern habe sie auch für dieses Jahr ein attraktives Jahresprogramm zusammengestellt, das aber – bedingt durch die schlimme Corona-Pandemie – fast vollständig abgesagt werden musste.

Vorsitzende Monika Faber bedauert natürlich die vielen Absagen

Unter anderem bedauert Monika Faber, die seit 2006 den VdK-Ortsverband führt, dass die traditionelle Muttertagsfeier, die immer im festlichen Rahmen begangen wird, in diesem Jahr ausfallen musste. Auch die monatlichen Treffs, zu denen die interessierten Mitglieder sieben bis acht Mal im Jahr in geselliger Runde zusammenkommen und die informative Vorträge und diverse kulturelle Beitrage anbieten, können bis auf Weiteres nicht stattfinden und werden von den Mitgliedern sehr vermisst.

Auch die Wanderfreunde kommen nicht auf ihre Rechnung. Sie sehnen sich nach den monatlichen Wanderungen von etwa acht bis 15 Kilometern, zu denen sie sich in anderen Zeiten auf dem Schützenplatz treffen, um entweder von dort loszuwandern oder mit dem Auto zum Startplatz zu fahren. Auf den vielfältigen Wanderrouten durch den Landkreis erfreuen sie sich dann an der schönen Natur und halten sich gleichzeitig fit.

Keine Fahrten, keine Feste, keine Wanderungen oder andere Treffs

Gleichfalls musste das beliebte Sommerfest, das man ebenso wie 2019 gemeinsam mit dem Seefest der Wasserwacht am 1. Samstag im August am Oberwallenstadter Baggersee als einen der Höhepunkte des Jahres feiern wollte, abgesagt werden.

Mitglieder des Vdk Lichtenfels sehnen sich nach Gemeinschaft
Das Team um Christine Rieder, Kreisgeschäftsführerin des VdK Lichtenfels (li.), besteht nur aus Frauen - Zufall, aber vo... Foto: Corinna Tübel

Natürlich werden auch die sehr gefragten Tagesfahrten und die mehrtägigen Ausflugsfahrten, die Monika Faber immer organisiert, sehr vermisst. So wurden der Besuch der Luisenburg-Festspiele im Juli und die fünftägige Informationsreise rund um den Bodensee mit dem Besuch der Bregenzer Festspiele im August den Umständen entsprechend schon abgesagt.

Monika Faber verweist darauf, dass eine wichtige Aufgabe des Vorstands- und Beiratsteams des Ortsverbandes die Aufrechterhaltung der sozialen Kontakte sei. Durch die Corona-Beschränkungen hätten aber keine Kranken- und Geburtstagsbesuche in der üblichen Weise bewerkstelligt werden können. Die Vorsitzende hat aber den Kontakt zu einzelnen Mitgliedern über Telefongespräche oder E-Mails aufrechterhalten. In jüngster Zeit hat sie Geburtstagsglückwünsche unter Wahrung der nötigen Sicherheitsmaßnahmen an der Haustüre überbracht, sich mit den am Fenster oder auf dem Balkon stehenden Jubilaren unterhalten oder sich mit ihnen auf einer Parkbank getroffen.

Viele VdK-ler leben alleine und fühlen sich sehr einsam

Die Vorsitzende machte deutlich, dass sich viele der Mitglieder einsam fühlen, da sie oft alleine leben und sich durch die gebotene häusliche Isolation ziemlich verlassen vorkommen. Immer wieder meldeten sich Leute telefonisch, um sich zu erkundigen, wie es zukünftig weitergehen solle und ab wann wieder gemeinsame Aktionen möglich seien. Die Frauen und Männer sehnten sich einfach danach, dass sie möglichst bald wieder im Kreis von Gleichgesinnten an den Wanderungen, Treffs und Ausflügen teilnehmen können.

Mitglieder des Vdk Lichtenfels sehnen sich nach Gemeinschaft
Anlaufstelle bei sozialen Fragen ist die Geschäftsstelle des VdK-Kreisverbands Lichtenfels. Foto: ArchivCorinna Tübel

Mittlerweile kann aber Monika Faber doch schon die Hoffnung vermitteln, dass zumindest ab September die gemeinschaftlichen Wanderungen und die monatlichen Treffs wieder stattfinden können. Nicht ausgeschlossen sei zudem, dass die für Oktober geplante Fahrt an die pommersche Ostseeküste verwirklicht werden könne. Schön wäre es auch, wenn sich die große VdK-Familie Anfang Dezember im Stadtschloss zur traditionellen Weihnachtsfeier als versöhnlichen Jahresabschluss versammeln könnte.

Kompetente Beratung in Kreisgeschäftsstelle und Ortsverbänden

Die Vorsitzende hebt zum Schluss des Interviews hervor, dass sich der VdK als größter Sozialverband Deutschlands als Anwalt sozial benachteiligter Menschen verstehe und für soziale Gerechtigkeit kämpfe, indem er für Rentner, Menschen mit Behinderung, chronisch Kranke, Pflegebedürftige und deren Angehörige, Familien, ältere Arbeitnehmer und Arbeitslose eintrete. Dieser Einsatz werde von den Mitgliedern anerkannt, so dass die Mitgliederzahlen auf allen Ebenen ständig steigen.

Während etwa im Landkreis Lichtenfels die Mitglieder in der VdK-Kreisgeschäftsstelle in Lichtenfels im Bedarfsfall eine kompetente sozialrechtliche Beratung durch hauptamtliche Mitarbeiter bekommen, böten ihnen die ehrenamtlich geführten Ortsverbände sowie der Kreisverband ein vielfältiges Angebot an Aktionen, Zusammenkünften, Vorträgen und Ausflügen zur Pflege der Geselligkeit, aber auch zur Information über wichtige Themen an.

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