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Medizin-Studenten: Von Kroatien zurück an den Obermain

Vor dem Coburger Klinikum: Alexander Neubauer und Eva-Maria Jakob sind Studierende der Medical School Regiomed. Beide stammen aus dem Landkreis Lichtenfels. Foto: Red
Lichtenfels

Alexander Neubauer (Michelau) und Eva-Maria Jakob (Burgkunstadt) sind Studierende der Medical School Regiomed. Die beiden jungen Menschen berichten über ihre Studienzeit in Kroatien, Herausforderungen der Pandemie und wie sie ihre Zukunft sehen.

Frage: Wie empfanden sie das Angebot in Kroatien studieren zu können? Eva-Maria Jakob & Alexander Neubauer:

Für uns beide war das Medizinstudium schon immer ein Traum, doch die Realisierung eines Studienplatzes für Medizin war für die meisten von uns nur schwer erreichbar. Der beste Weg für uns beide war die Medical School Regiomed und das Studium in Split.

Zweifellos stellt ein Studium im Ausland eine große Herausforderung dar, gerade in einem komplexen Studiengang, in einer fremden Kultur und zusätzlich auf Englisch. Diese Herausforderungen gemeistert und an ihnen gewachsen zu sein, sowohl als Persönlichkeit als auch Gemeinschaft, erfüllt uns mit Stolz. Wir beide würden diesen Schritt nach Kroatien immer wieder gehen.

„Wir sind beide offen

gegenüber einer

Facharztausbildung am

Obermain und können uns gut vorstellen in der näheren

Umgebung zu bleiben.“

Eva-Maria Jakob und Alexander Neubauer
Wie war es in Kroatien? JakoB & Neubauer:

Die Zeit in Split war für uns beide auf jeden Fall ein Highlight. Einerseits war das Studium in den ersten drei Jahren, sehr lernaufwendig und hat uns beide herausgefordert. Aber wir sind stolz den Vorklinischen Teil unseres Medizinstudiums nun erfolgreich abgeschlossen zu haben.

Zum Studienort können wir sagen, dass Split eine wunderschöne Stadt ist, und vor allem im Sommer können wir uns keinen schöneren Studienort vorstellen. Nicht jeder kann behaupten, sich nach einer erfolgreichen Prüfung mit seinen Kommilitonen und Kommilitoninnen am Strand zu treffen.

Die Erfahrung drei Jahre lang im Ausland zu leben hatte zwar ihre Herausforderungen, aber wir möchten sie keinesfalls missen und denken gerne an die Zeit in Split zurück. Auch der Zusammenhalt unter den Studenten und Studentinnen hatte für uns alle etwas Familiäres. Unter uns internationalen Studenten war der Großteil sehr hilfsbereit und wir versuchten uns auch Jahrgangsübergreifend im Studium zu unterstützen.

Wie ist es wieder in der Heimat zu sein? Jakob & Neubauer:

Wir freuen uns darüber die zweite Hälfte unseres Studiums in der Heimat absolvieren zu können. Auch wenn es in Split einen sehr familiären Zusammenhalt unter den Studenten und Studentinnen gab, ist es schön wieder näher bei der eigenen Familie zu sein und in die Heimat zurückzukehren. Wir sind beide sehr stark regional verwurzelt und fühlen uns im Gebiet am und um den Obermain sehr wohl. Zusätzlich ist es auch schön in deutschen Lehrkrankenhäusern unterrichtet zu werden, um sich auf das deutsche Gesundheitssystem konzentrieren zu können. Die Freude ist also groß wieder zurück zu sein.

Wollen sie nach dem Studium am Obermain bleiben? Jakob & Neubauer:

Wir haben uns beide noch nicht festgelegt, wo genau es für uns in 2,5 Jahren nach dem Studienabschluss hingehen soll. Wir sind beide offen gegenüber einer Facharztausbildung am Obermain und können uns gut vorstellen in der näheren Umgebung zu bleiben. Ärzte in ländlicheren Gebieten sind stark gesucht, und wir fühlen uns hier wohl. Es ist also gut möglich, dass wir nach dem Studium in der Heimat bleiben, da wir die Vorzüge unserer Heimat auch sehr zu schätzen wissen.

Was für Gefühle löst die Pandemie gerade aus, beziehungsweise wie haben Sie die Pandemie bisher erlebt? Jakob & Neubauer:

Als junge Erwachsene müssen wir, wie alle anderen, mit Einschränkungen der Pandemie leben und aus Rücksicht auf unser soziales Umfeld und unsere Mitmenschen nehmen wir das gerne in Kauf. Gleichzeitig ist gerade als Student der Verzicht auf ein normales Studentenleben inklusive Präsenzunterricht natürlich sehr ärgerlich, und wir wünschen uns die alte Normalität ein Stück weit zurück. Letzteres wurde durch die Medical School Regiomed mit angemessenen Hygieneregeln bereits in die Tat umgesetzt, worüber wir sehr froh sind.

Die Folgen der Pandemie waren schnell bewusst

Darüber hinaus waren wir im Hochrisikogebiet Kroatien und durch die Zeit in der Klinik leider nicht verschont von Infektionen innerhalb unseres Jahrgangs. Und uns allen war schnell das Ausmaß und die Bedeutung dieser Pandemie bewusst. Folglich sind wir sehr glücklich, mit der Medical School Regiomed einen Arbeitgeber hinter uns zu haben, der uns Studierende in diesen schweren Zeiten bestmöglich unterstützt und uns ein erfolgreiches Studium ermöglicht.

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