KRONACH

Malerei und Literatur in der Kronacher Synagoge

Malerei und Literatur in der Kronacher Synagoge
Ulrike Bernardt aus Kronach und Gabriele June Michel (Küps) zeigen ihre zum Teil gemeinsam gefertigten Werke vom 8. bis 22. Mai in der Kronacher Synagoge. Foto: privat

Eine Ausstellung, die nicht nur durch die Werke zweier heimischer Künstlerinnen besticht, sondern sich durch ein Rahmenprogramm auszeichnet, das ohne Übertreibung als besonders bezeichnet werden darf, zeigt die Regionale Kunstförderung Kronach vom 8. bis 22 Mai.

Ausstellungsort von „Eins + Eins = Eins“ ist die Kronacher Synagoge in der Johann-Nikolaus-Zitter-Straße 27. Gezeigt werden sowohl gemeinsame Werke als auch Einzelarbeiten der Malerinnen Ulrike Bernardt (Kronach) und Gabriele June Michel (Küps). Eröffnung der Bilderschau ist am Samstag, 7. Mai, um 11 Uhr.

Magische Bilderwelten, Lesungen und Vorträge

Dem Betrachter fallen meist großformatige magische Bilderwelten auf. Gabriele June Michel malt Frauen, Bruchstücke und Fragmente verschiedener Persönlichkeiten, immer im Zusammenhang mit Tieren, also Katzen, Fische und von Himmel fallende tote Vögel. Bei ihrer Schwester Ulrike Bernardt findet man die Verbindung Mensch und Universum mit elfengleichen Frauenfiguren, die zum Beispiel über ihr Haar mit anderen Planeten verbunden sind. Während Bernardt fast ausschließlich in Öl malt, arbeitet Michel schon mal in Mischtechnik.

Besondere Aufmerksamkeit verdient das Rahmenprogramm – Lesungen und Vorträge bei freiem Eintritt. So zum Beispiel bereits am Sonntag, 8. Mai: Um 16 Uhr beginnt in der Synagoge die Lesung „Verbrannte Dichter“ zur „Bücherverbrennung. Vortragende sind neben Odette Eisenträger-Sarter und Armin Grötzner auch Gisela Lang, Gisela Gülpen und Ingo Cesaro.

Der Kronacher Bund und das „Fränkische Lesebuch“

Am Donnerstag, 12. Mai, steht um 19 Uhr ein Vortrag von Robert M. Müller-Mateen auf dem Programm. Des Nürnbergers Thema ist „Vor 100 Jahren – Die Gründung des Kronacher Bundes 1920 und der legendäre Zug der Neuen Schar“.

Die Vorstellung des „Fränkischen Lesebuchs“ durch Prof. Dr. Hans D. Amadé Esperer und Ingo Cesaro steht am Donnerstag, 19. Mai, auf dem Programm in der Synagoge. Beginn ist um 19 Uhr. Vorgesehen sind auch Lesungen der beteiligten Autorinnen und Autoren.

Geöffnet ist die Ausstellung bei freiem Eintritt bis zum 22. Mai jeweils dienstags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr sowie samstags von 11 bis 14 Uhr.

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