BURGKUNSTADT/BAD STAFFELSTEIN

Lob für die Badenden vom heimischen DLRG

Training mit Rettungsbojen: Der technische Leiter der DLRG Burgkunstadt, Thomas Schneider (re.) und die Rettungsschwimmer-Jugend. Foto: Roland Dietz

Angesichts der derzeit tropischen Temperaturen dürfte man meinen, dass die Wasserrettungsgesellschaften mehr zu tun haben. Dies ist aber nur bedingt so. Im Großen und Ganzen wird dies bei der Dlrg in Bad Staffelstein und in Burgkunstadt doch sehr entspannt gesehen. „Wir machen unseren Dienst für die Allgemeinheit in gewohnter Form. Schließlich ist es immer wichtig, für den Ernstfall gerüstet zu sein“, sagt Dlrg-Urgestein Robert Groh aus Burgkunstadt, bevor er zum Training ins Freibad Kunomare geht.

„Es weiß inzwischen jeder, worum es geht. Die Maßnahmen werden befolgt. Die Besucher sind doch sehr vernünftig.“
Thomas Schneider, technischer Leiter der Dlrg Burgkunstadt
Sebastian Hahn wird von den erfahrenen Markus Gampert und Michael Trinkwalter auf das Tauchtraining vorbereitet. Foto: Roland Dietz

Die Dlrg Bad Staffelstein hat ihren Stützpunkt und die damit verbundene Rettungswache am Altmainsee in Ebensfeld. Alles scheint hier etwas gemächlicher zuzugehen, als in einem Freibad wie dem Kunomare in Burgkunstadt Und es stimmt auch, wie Ute Schubert, die Dlrg-Chefin in Bad Staffelstein, berichtet. So sei der zeitliche Aufwand geblieben, da bisher nicht mehr Badegäste gekommen seien. „Wir sind im Aquariese in Bad Staffelstein eigentlich nur bei Sonderveranstaltungen, wenn wir angefragt werden wie bei einer Schaumbadparty, die meist nur einmal im Monat ist“, erklärt die Bad Staffelsteiner Dlrg-Chefin. So sei immer genügend Wachpersonal da.

Genügend Nachwuchs bei beiden Rettungsgesellschaften

Ein langjähriger Dlrg-ler wie Volker Thormälen in Burgkunstadt stellt da in seiner Bereitschaft für die Jugend ein sehr gutes Beispiel dar. Als sehr positiv sehen es beide Rettungsgesellschaften, dass sie genügend Nachwuchs haben. In mehreren Gruppen läuft auch die Ausbildung zu Rettungsschwimmern hervorragend ab.

Wenn man bei einer Trainingsstunde wie in Burgkunstadt zusieht, erkennt man erst, was mögliche Retter alles wissen und tun müssen, um im Ernst- oder Notfall schnell und richtig handeln zu können.

Auch DLRG-Mitglied und Bademeister Sven Jetschina (2. v. li.) ist beim Training aktiv dabei. Foto: Roland Dietz

Sehr zufrieden zeigen sich alle mit den eingehaltenen Infektionsschutzmaßnahmen von Badenden und Besuchern von Seen und Bad. Es sei nicht anders als beim Einkaufen. „Es weiß inzwischen jeder, worum es geht. Die Maßnahmen werden befolgt“, sagt Thomas Schneider, der technische Leiter der Dlrg Burgkunstadt. „Die Besucher sind doch sehr vernünftig.“ Und wenn's mal nicht so ganz funktioniert, geht im Burgkunstadter Freibad schnell einer der Bademeister dazwischen und sorgt sogleich für die nötige Ordnung.

Auch vor einer möglichen Ansteckungsgefahr scheint niemand Angst zu haben. „Wir achten auf unseren Sicherheitsabstand so gut wie möglich“, betont Dlrg-Urgestein Robert Groh. Außerdem wäre Angst bei einem nötigen Rettungseinsatz ein schlechter Berater. Desinfektionsmittel, Gummihandschuhe und Mundschutz gehören natürlich dazu.

Mit den Rettungstauchern überall im Einsatz

Der technische Leiter der DLRG Burgkunstadt, Thomas Schneider, beobachtet genau das Schwimmtraining von Rettungsschwimme... Foto: Roland Dietz

Während die Bad Staffelsteiner nur in ihrem Bereich am Altmainsee tätig sind, müssen die Burgkunstadter fast wie eine Feuerwehr ausrücken. Wachdienst am Badesee in Reundorf sowie Übungen in Baggerseen und im Main mit Tauchern oder Booten stehen öfters auf dem Programm. Doch auch beim Unglücksfall vor ein paar Wochen waren die Burgkunstadter mit Rettungstauchern in Trebgast vor Ort. Fünf Taucher und 13 Retter mit Boot und entsprechender Ausrüstung waren ausgerückt. Ebenso war es in Kronach bei der Suche nach einer vermissten Person.

„Dazu kommt, dass wir schnell in einen erstellten Krisenstab eingebunden sind“, erzählt Thomas Schneider. In der aktuellen Corona-Zeit werde in der Telefonkonferenz mit Rotkreuz und Wasserwacht sehr gut zusammengearbeitet.

Einig ist man sich in Burgkunstadt und in Bad Staffelstein hinsichtlich der Schwimmausbildung in diesem Jahr. Fehlende Schwimmkurse würden ihre Auswrkung haben. Hoffentlich werde dies in der Winterzeit wieder besser, ist hierzu die einhellige Meinung.

Laufende Kosten als finanzielle Belastung

Training mit Rettungsbojen im Wasser. Foto: Roland Dietz

Auch im finanziellen Bereich wirkt sich die Pandemie für die Lebensretter sehr negativ aus. Keine Schwimmkurse, fehlende Sanitätsdienste bei Veranstaltungen und wenige Spenden seien nicht positiv. Laufende Kosten bei Fahrzeugen, Rettungsbooten oder Taucherausrüstung gingen schließlich weiter. „Und Zuschüsse oder sonstige Zahlungen haben wir noch nicht bekommen“, bemerkt Thomas Schneider.

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