KRONACH

Lisa Mareen Fischer neue Rangerin im Frankenwald

Seit Mitte März diesen Jahres unterstützt Lisa Mareen Fischer als neue Rangerin den Naturpark Frankenwald. Foto: Naturpark Frankenwald

Seit Mitte März diesen Jahres unterstützt Lisa Mareen Fischer als neue Rangerin das Team des Naturparks Frankenwald. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Jan van der Sant möchte sie Einheimischen wie Gästen die Besonderheiten unserer herrlichen Natur und Kulturlandschaft näherbringen.

Im Rahmen der „Naturoffensive Bayern“ werden in ganz Bayern Artenreichtum, Lebensräume und das Naturerlebnis gestärkt und gefördert. Neben Initiativen – wie zum Beispiel dem Erhalt gefährdeter Insekten oder dem Ausbau des kooperativen Naturschutzes – ist ein wesentlicher Bestandteil der Naturoffensive Bayern die Stärkung der Naturparke, um die gesetzten Ziele im Einklang mit den Menschen der Region zu erreichen. In diesem Zusammenhang wurden und werden seit Ende 2018 nach und nach insgesamt 60 Ranger und Rangerinnen in den bayerischen Naturparken eingesetzt. Im Naturpark Frankenwald sind diese seit 2019 im Einsatz. Mit Lisa Mareen Fischer kommt nun eine neue hauptberufliche Naturschützerin hinzu.

Vielfältige Aufgaben für die Ranger

„Unsere Aufgaben als Ranger sind sehr vielfältig. Sie umfassen die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit, Naturschutz- und Landschaftspflege, naturbezogene Erholung und Besucherlenkung, Monitoring und Mitwirken bei naturschutzrelevanten Forschungsaktivitäten. Diese Vielfalt an Themen und Möglichkeiten hat mich sehr begeistert. Ich freue mich darauf, meine Expertise einzubringen, Neues dazuzulernen und den Naturpark voranzubringen“, bekundet die Agrarwissenschaftlerin, die über eine mehrjährige Berufserfahrung in der Unternehmenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit im Kontext von Landwirtschaft, Natur- und Umweltschutzthemen verfügt.

Anlässlich des „Tag des Wanderns“ bereitet Ranger Jan van der Santfür alle Wanderer ein kleines Buchstaben-Rätsel vor. Foto: Naturpark Franeknwald

Aufgewachsen in Coburg, zog es Lisa Mareen Fischer nach dem Abitur zunächst in die weite Welt auf eine Rinderfarm nach Namibia, bevor sie 2013 Agrarwissenschaften an der Universität für Bodenkultur in Wien studierte. Mit dem Bachelor in der Tasche, sammelte sie erste Arbeitserfahrung im Rahmen des Traineeprogramms Ökolandbau und als Referentin für Unternehmenskommunikation und -kultur bei einem großen Bio-Lebensmittelhändler.

2018 zog es sie erneut an die Uni, um ihren Master in Agrarwissenschaften mit Schwerpunkt Natur- und Klimaschutz an der Technischen Universität München zu absolvieren. „Dabei beschäftigte mich vor allem die Frage, wie Landnutzung einerseits produktiv und andererseits natur- und umweltverträglich gestaltet werden kann“, so die 29-Jährige. Mittlerweile in Hof wohnhaft, verbringt die neue Rangerin auch privat sehr viel Zeit in der Natur und ist sportlich aktiv - ob beim Wandern, Radfahren oder im Winter beim Langlaufen. Darüber hinaus kann sie sich sehr für die Tier- und Pflanzenwelt begeistern und gut ein paar Stunden auf einer artenreichen Wiese mit einem Bestimmungsbuch verbringen.

Mitmach-Aktionen sind geplant

„Wir Ranger wollen mit Mitmach-Aktionen, praktischen Naturschutzmaßnahmen und Führungen den Naturpark für die heimische Bevölkerung und Besucher bekannt und erlebbar machen“, betont die Agrarwissenschaftlerin voller Vorfreude auf die neue berufliche Herausforderung und auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit insbesondere auch mit ihrem Kollegen, Ranger Jan van der Sart. Gemeinsam wollen sie ihre wertvolle Arbeit für den Erhalt der Kulturlandschaft und den Naturschutz in der Öffentlichkeit sichtbarer machen.

„Der Dreiklang aus artenreichen Wiesentälern, bewaldeten Hängen und gerodeten Hochflächen ist etwas ganz besonderes“, schwärmt die neue Rangerin. Insbesondere wird sich diese auch der Öffentlichkeitsarbeit widmen. Ihr Ziel ist es über verschiedene Kanäle, darunter auch verstärkt in Social Media, die Bevölkerung und Besucher auf die Schönheit des Naturpark Frankenwald und den hohen ökologischen Wert unserer Heimat aufmerksam zu machen. „Leider wissen viele Menschen gar nicht, was ein Naturpark ist, und auch nicht, dass fast der gesamte Frankenwald Naturparkkulisse ist“, bedauert sie.

Dem kann sich Jan van der Sant nur anschließen, der 2019 zu den ersten Rangern des Naturparks Frankenwalds zählte. „Meine damaligen Kollegen Anna-Lisa Haber, Oliver Kreß und ich betraten zu Beginn totales Neuland. Gleichzeitig war es aber auch sehr spannend, Aufbauarbeit zu leisten und das „Projekt“ Naturpark-Ranger voranzubringen“, erzählt er. Gemeinsam arbeiteten die Drei ein komplettes Tourenprogramm mit Highlights aus den Landkreisen Kronach, Kulmbach und Hof aus. Dieses konnte nach einer Corona-bedingten Verzögerung im Juni schließlich unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln starten.

Sämtliche Wanderungen waren komplett ausgebucht - ebenso wie die zum Teil angebotenen Zusatztermine. Auch für dieses Jahr sind circa sechs neue Führungen im Zeitraum Juli bis 3. Oktober geplant. Die Termine wurden aufgrund der ungewissen Corona-Lage bislang noch nicht bekanntgegeben; eine Veröffentlichung wird aber demnächst erfolgen.

Aufgrund des hohen Arbeits- und Zeitaufwands - der Naturpark umfasst eine Fläche von über 100 000 Hektar - ist geplant, die Stelle eines weiteren Rangers auszuschreiben, sodass die Beiden hoffentlich bald Verstärkung erhalten. „Wandern, wo der Biber wohnt“ - Buchstabensalat auf dem Lamitzpfad

Wenngleich sich alle Heimat- und Wanderfreunde hinsichtlich des neuen Tourenprogramms noch etwas gedulden müssen, dürfen sie sich doch auf ein erstes Highlight ab dem kommenden Freitag freuen. Der alljährliche bundesweite „Tag des Wanderns“ am 14. Mai möchte die Menschen zum Wandern animieren. Aus diesem Anlass wollen Jan van der Sart und Lisa Mareen Fischer auf einen der schönsten Lehrpfade im Naturpark Frankenwald aufmerksam machen - den Lamitzpfad, auf dem sie ein kleine Aktion vorbereitet haben.

Entlang des Lamitzpfads

Der Lamitzpfad im Lamitztal ist ein 5,2 Kilometer langer familienfreundlicher - aber nicht kinderwagentauglicher - Rundweg mit einer mittleren Schwierigkeit. Die Gehzeit beträgt rund 2,5 Stunden. Der Start ist an der Floßanlegestelle in Schnappenhammer. Die Wegeführung ist auf der Wandertafel abgebildet. Am Weg gibt es ausreichende und gut sichtbare Markierungen. Der Rundweg kann auch online eingesehen werden, zum Beispiel auf dem neuen Komoot-Account „Naturpark Frankenwald“, über den alle Interessierten den Naturpark ab sofort folgen können. Der Lamitzpfad ist ein eigener Weg des Naturparks Frankenwald und wird von den Rangern gewartet.

„Die letzten Wochen haben wir dazu genutzt, Stege und Brückengeländer auszubessern und die Wegemarkierungen zu überarbeiten. Der Lamitzpfad ist damit fit für die Wandersaison“, zeigen sich die Beiden sehr stolz auf den landschaftlich besonderen Lamitzpfad; der den charakteristischen Dreiklang des Naturpark Frankenwalds erlebbar macht. Wer aufmerksam dem Lamitzpfad im Talgrund folgt, kann sehen, wie tatkräftig der Biber die Landschaft gestaltet und damit neue Lebensräume für viele weitere Pflanzen- und Tierarten schafft. Daher steht die Aktion auch unter dem Motto „Wandern, wo der Biber wohnt.“

Rätsel zum „Tag des Wanderns“

Anlässlich des „Tag des Wanderns“ bereiten die Ranger für alle Wanderer ein kleines Buchstaben-Rätsel vor. Hierfür bringen sie an den neun Stationen des Lamitzpfades das Logo des Naturparks Frankenwald mit jeweils einem Buchstaben an. Wer aus allen Buchstaben das richtige Lösungswort bildet und dem Naturpark zusendet, hat die Chance auf einen von drei tollen Preisen mit Naturbezug. Mitmachen kann jeder bis zum Einsendeschluss 21. Mai. Bis dahin kann das Lösungswort mitgeteilt werden - an den Naturpark Frankenwald e. V., Güterstraße 18, 96317 Kronach, Tel. (09261) 678443, per Email an naturpark-frankenwald@lra-kc.bayern.de oder über die Social-Media Kanäle facebook und Instagram.

 

Rückblick

  1. Corona-Tagebuch: Von alten und neuen Flammen
  2. Corona-Tagebuch: Gute Präsentation ist alles
  3. Bei Regens Wagner: frische Hühnereier und ein Grillfest
  4. Corona-Tagebuch: So kann man auch mit Gott sprechen
  5. Corona-Tagebuch: Vom Wert der Familie
  6. Kita Seubelsdorf: Endlich wieder ein Stück Normalität
  7. Corona-Tagebuch: Vom Wert der Familie
  8. Jürgen Panzer: Spalier gestanden, dann in den Einsatz
  9. Corona-Tagebuch: Mit Blick auf den Nordpolarstern
  10. Corona-Tagebuch: Auf dem Weg zur Toilette spukt es
  11. Blasmusiker Horst Sünkel hofft auf ein Ende der Stille
  12. Coburger Open Air erst im nächsten Jahr
  13. Corona-Tagebuch: Bezaubernde Einblicke
  14. Stadtplanung: Krisen beschleunigen die Veränderung
  15. Corona-Tagebuch: Ein gefiederter Feinschmecker
  16. Pfarrerin Anne Salzbrenner über den Corona-Streit
  17. Corona-Tagebuch: Der Coburger im VW-Bulli
  18. Ausstellung in Coburg: Grenzgänger in Glas
  19. Wandern bei den Nachbarn im Bamberger Land
  20. Bayreuther Uni lässt von sich hören
  21. Corona-Tagebuch: Von Sternsingern und Weicheiern
  22. Corona-Tagebuch: Es kann durchaus doppelt traurig sein
  23. Coburg: Die drei Musketiere zeigen es Corona
  24. Ian-Eric Schwenk: Trotz Impfung war er positiv
  25. Corona-Tagebuch: Verrückte Träume und Milch
  26. 460 Kilometer durch das Fränkische Seenland
  27. Uni Bamberg: Millionen für Digitalisierungsschub
  28. MGH Michelau bis Jugendtreff: Es wird Zeit für mehr Leben
  29. Corona-Tagebuch: Von der Suche nach dem Mond
  30. Mini-Welt in Reundorf: Pool, Traktor und wehende Wäsche
  31. Corona-Tagebuch: Der Kuss und die Frage
  32. Rosenberg Festspiele: Vorhang auf nach der Zwangspause
  33. Corona-Tagebuch: Von tiefer und echter Reue
  34. Corona-Tagebuch: Ein Küsschen zum Schluss
  35. Neuer Studiengang in Kulmbach
  36. Corona-Tagebuch: Die zielsicheren Blaubeeren-Boys
  37. Diözesanmuseum: „Upcycling” und der Sternenmantel
  38. Corona-Tagebuch: Am Ende steht ein Nummernschild
  39. Stefan Voll: Kultur ist wert(e)voll
  40. STC Redwitz: Matchball gegen Corona
  41. Corona-Tagebuch: Der gefragte Fälscher
  42. Professor Matthias Drossel: Was ein Corona-Tester erlebt
  43. Corona–Tagebuch: Halbherzige Raufbolde
  44. OT-Faktencheck: Die Mär von den Impftoten
  45. Online-Talk mit Lichtenfelser MdB Zeulner und Professor Ludwig
  46. Corona-Tagebuch: Besoffen in Marseille
  47. Die Biographie der Lichtenfelserin Maria Hollering-Hamers
  48. Corona-Tagebuch: Zumindest ist er jetzt sauber
  49. Der OT-Faktencheck zu einem Impfmythos
  50. Corona-Tagebuch: Vom Kampf gegen schlechte Gerüche

Schlagworte