LICHTENFELS

Lichtenfelser Pfarreien wallfahren nach Gößweinstein

Wie zuletzt 2019 (das Bild zeigt die Wallfahrer bei der Rückkehr) machen sich heuer wieder zahlreiche Männer, Frauen und Kinder auf den langen Weg nach Gößweinstein. In den beiden Jahren dazwischen gab es Corona-bedingt keine offizielle Wallfahrt. Foto: Alfred Thieret

Einer jahrhundertealten Tradition entsprechend wallfahren die Lichtenfelser Pfarrgemeinden am Wochenende nach Pfingsten nach Gößweinstein, denn schon im Jahr 1684 wurde die Lichtenfelser Wallfahrt erstmals erwähnt.

So werden sich am Samstag vor dem Dreifaltigkeitssonntag wieder zahlreiche Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder mit dem Wallfahrtsführer Markus Brandmeier (Informationen unter Tel. 0162 2391572 oder www.lichtenfelserwallfahrt.de) und den weiteren Vorbetern an diesem traditionsreichen viertägigen Gebetsgang beteiligen.

Musikalische Begleitung mit Musikern aus Litzendorf und Uetzing

Musikalisch werden die Gläubigen seit Jahrzehnten von einer Blaskapelle mit Musikern aus Litzendorf und Uetzing mit ihrem Leiter Martin Lorenz unterstützt. Den Dienst am Altar und unterwegs übernehmen Ministranten aus der Stadtpfarrei. Der von den Familien Brandmeier und Hofmann durchgeführte Gepäcktransport ermöglicht eine Marscherleichterung der Wallfahrer.

Nach der Pilgermesse, die am Samstag, 11. Juni, Pfarrer Roland Neher um 5.15 Uhr in der Stadtpfarrkirche zelebriert, ziehen die Wallfahrer betend und singend über Straßen, Wald- und Feldwege in herrlicher Natur über Klosterlangheim, Lahm, Eichig und Kleinziegenfeld nach Hollfeld, wo eine Übernachtung erfolgt. Am Dreifaltigkeitssonntag kommen den Lichtenfelsern zwischen Hollfeld und Plankenfels die Wallfahrer aus Mistelfeld und Klosterlangheim entgegen, die sich dann bereits wieder auf dem Heimweg befinden. Nach einer Pause in Waischenfeld geht es über Eichenbirkig weiter zur Steinernen Dreifaltigkeit, der sogenannten Weißen Marter, wo ein Gebet gesprochen wird. Gegen 13 Uhr ziehen dann die Lichtenfelser Wallfahrer unter feierlichem Glockengeläut in die von Balthasar Neumann erbaute Basilika von Gößweinstein ein, wobei kein Halt mehr an der Linde kurz vor Gößweinstein gemacht wird. Zu dem vom ehemaligen langjährigen Lichtenfelser Pfarrer Alfred Bayer zelebrierten Festgottesdienst am Dreifaltigkeitssonntag um 17.30 Uhr, den die Wallfahrtsmusiker mitgestalten werden, sind auch alle daheim gebliebenen Angehörigen eingeladen. Im Anschluss folgen die traditionelle Marienverehrung und der Kreuzweg. Zum Abschluss treffen sich die Gläubigen noch gegen 22 Uhr zur Lichterprozession mit feierlichem Segen vor der hell erleuchteten Fassade der Basilika.

Am Montag treten Pilger den Heimweg an

Am Montag treten die Pilger nach dem vom ehemaligen Lichtenfelser Kaplan und jetzigen Hofer Pfarrer Stefan Fleischmann zelebrierten Morgengottesdienst wieder den Heimweg an. Nach einer Messe am frühen Dienstagmorgen in der Hollfelder Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt begeben sich dann die Lichtenfelser Wallfahrer auf die letzte Pilgeretappe und werden zwischen 17.30 Uhr und 18 Uhr in Lichtenfels zurückerwartet.

Wallfahrts gegründet

Die Wallfahrt nach Gößweinstein ist natürlich auch mit einigem Aufwand und Kosten verbunden. Bisher konnten diese Kosten zur Durchführung der Wallfahrt durch Spenden finanziert werden. Zur langfristigen Finanzierung der Wallfahrt hat sich Ende Dezember 2021 der Förderverein der Lichtenfelser Wallfahrt nach Gößweinstein gegründet.

Wallfahrer und ehemalige Wallfahrer, sowie alle die die Wallfahrt unterstützen möchten, sind herzlich eingeladen, dem Verein als Fördermitglied beizutreten. Der Mitgliedsbeitrag in Höhe von 10 Euro wird vollumfänglich zur Finanzierung der Kosten der Wallfahrt verwendet.

Das Aufnahmeformular ist beim Wallfahrtsführer sowie in den Pfarrbüros der beiden Lichtenfelser Pfarreien erhältlich.

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