LICHTENFELS

Lichtenfelser Grüne fordern mehr Klimaschutz

Lichtenfelser Grüne fordern mehr Klimaschutz
Bei städtischen Liegenschaften, etwa dem Friedhof oder auch dem MeraniaHallenbad, lassen sich durch Energiespar-Contracting schnelle und wirtschaftlicheEnergieeinsparungen erzielen. Foto: Grüne

Im Zuge der aktuellen Haushaltsvorberatungen der Stadt Lichtenfels plädieren die Lichtenfelser Grünen dafür, mehr Maßnahmen zum Schutz des Klimas und der Umwelt zu berücksichtigen. Gleich fünf Anträge hat die grüne Stadtratsfraktion eingebracht, über die im Hauptausschuss entschieden werden soll. Darin fordern sie unter anderem die Einstellung eines Klimaschutzbeauftragten und die Erstellung eines Grünflächenkonzepts durch einen professionellen Dienstleister.

„Wir halten es für absolut notwendig, dem Klimaschutz im Haushaltsplan mehr Platz einzuräumen“, betont Fraktionsvorsitzende Dr. Susann Freiburg. Nach Meinung der Grünen sei es beispielsweise essenziell, in der Verwaltung einen hauptverantwortlichen Klimaschutzbeauftragten einzustellen, um die Umsetzung der Energiewende zielgerichtet und strukturiert voranzutreiben. Darüber hinaus soll dem Bezug umweltfreundlicher Produkte bei der kommunalen Beschaffung Vorrang gegeben werden, wofür ein Grundsatzbeschluss durch den Stadtrat nötig sei.

Grünflächenkonzept für das Stadtgebiet

Druck machen die Grünen auch beim Thema Grünflächenkonzept und fordern, spätestens im zweiten Quartal 2021 ein Landschaftsplanungsbüro mit der Konzepterstellung zu beauftragen. Vor allem für die Gesundheit von Kindern und älteren Menschen sei die Bedeutung von Grünflächen nicht zu unterschätzen, schließlich komme es mit fortschreitender Erderwärmung zu längeren Hitzeperioden. Schon jetzt sei die Sterblichkeit in diesen Perioden erhöht. Deshalb müsse im öffentlichen Raum verstärkt für Verschattung gesorgt werden. Das geschehe im Idealfall durch Bäume. Grünflächenschutz sei also Gesundheitsschutz.

Kommunale Wärmenetze aufbauen

In einem weiteren Antrag schlägt die Fraktion zudem die Erstellung eines kommunalen Wärmeatlas vor, um Erzeuger und Verbraucher von Wärme im Stadtgebiet erfassen und alle ungenutzten Wärmequellen identifizieren zu können. Das Ziel sei der Aufbau kommunaler Wärmenetze, die von Industrie, Gewerbe, Solarthermie- oder Biomasseanlagen gespeist werden können und gerade im ländlichen Raum eine zukunftsorientierte Infrastrukturmaßnahme darstellen.

Ebenfalls auf den Bereich Energie bezieht sich der Antrag der Stadtratsfraktion auf ein sogenanntes Energiespar-Contracting, das dazu beitragen soll, den Energieverbrauch und damit auch die Kosten bei den städtischen Liegenschaften – beispielsweise dem Hallenbad oder dem Friedhof – zu senken. (red)

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