MISTELFELD

Leuchsentaler Blasmusik auf Nachwuchssuche

Die Leuchsentaler Blasmusik sorgt normalerweise bei zig Veranstaltungen im Jahr für den guten Ton. Corona machte einen Strich durch die Rechnung, da alle Auftritte bei Großveranstaltungen abgesagt wurden. Ab September startet die Nachwuchsausbildung in eine neue Runde. Foto: Martin Dirauf

Jeder Verein braucht sie für den Fortbestand: die Jugendausbildung und Nachwuchsförderung. Mit einem Instrumenten-Karussell und dem Aufbau einer Bläserklasse will die Leuchsentaler Blasmusik junge Talente finden, die zukünftig die Blasmusik unterstützen. Aber auch Ältere und Junggebliebene sind willkommen, ein Blasinstrument zu erlernen. Die Instrumente können am 28. Juli ab 18 Uhr in der alten Schule in Mistelfeld getestet werden. Anmeldung ist zwingend erforderlich.

Die Leuchsentaler Blasmusik des Gesang- und Musikverein Mistelfeld sucht Nachwuchs. Die derzeit aus rund 25 Stammspielern bestehende Kapelle startet hierzu im September 2021 die Instrumentalausbildung.

Unter fachkundiger Anleitung Instrument wählen

„Im Vorfeld ist es natürlich wichtig, dass unter fachkundiger Anleitung ein Instrument ausgewählt wird“, weiß der langjährige 1. Vorsitzende Karl-Heinz Dorsch.

Hierzu findet am Mittwoch, 28. Juli, ab 18 Uhr in der alte Schule am Kirchplatz ein Instrumenten-Karussell statt. Die Kinder und Jugendlichen, aber auch Erwachsene, die ein Instrument erlernen möchten, sind gerne eingeladen nach Mistelfeld zu kommen.

„Man ist eigentlich nie zu alt, um etwas Neues zu lernen!“, ist sein Aufruf bewusst auch an die etwas ältere Generation. Welches Blasinstrument man erlernen möchte, ist eine individuelle Entscheidung. An diesem Abend können alle Instrumente - wie etwa Trompete, Tenorhorn, Posaune oder Tuba - ausprobiert werden. Der Nachwuchs wird auch auf die Eignung eines bestimmten Instrumentes getestet. Gerne kann auch ein vorhandenes Instrument mitgebracht werden.

Die Leuchsentaler Blasmusik veranstaltet am Mittwoch, 28. Juli, ein Instrumenten-Karussell. Hierzu sind Kinder und ihre ... Foto: Martin Dirauf

Von Trompete bis zur Tuba

Ist eine Wahl getroffen, beginnt nach den Sommerferien der Einzel- bzw. Gruppenunterricht. Hier werden natürlich die zeitlichen Möglichkeiten der Einzelnen berücksichtigt. Der Unterricht erfolgt durch qualifizierte Ausbilder, die jahrelange Erfahrung mitbringen. Nach wöchentlichem Unterricht sollen bis zum Jahresende alle zu einer Bläserklasse zusammengeführt werden. „Möglichst früh zusammen zu musizieren ermögliche gegenseitiges Feedback, bringt erste Erfolgsergebnisse und erhöhe die Motivation!“, ist sich Dominik Laubert, der mit federführend für die Ausbildung zuständig ist, sicher. „Nach etwa einem Jahr wären dann die ersten gemeinsamen Auftritte möglich.“ Das Schöne an der Musik ist, dass es keine Altersgrenze gibt. Auch über 50- und 60-Jährige haben schon erfolgreich ein Blasinstrument erlernt.

Viele Studien zeigen, dass das Erlernen eines Musikinstrumentes positive Auswirkungen auf die schulischen Leistungen und die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder haben. Es steigert die Konzentrationsfähigkeit und die Kreativität. Aber auch Teamfähigkeit und Toleranz wird entscheidend gefördert.

„Der Verein lebt von den Aktiven und benötigt sie, um die Blasmusik weiter pflegen und leben zu können.“
Norbert Brand, Dirigent

Im Rahmen der angehenden Ausbildung wird mit einem Musikhaus aus Kronach zusammengearbeitet. Die Instrumente können dort zu einem günstigen Monatspreis geliehen werden. Durch dieses Leihmodell entfällt die sonst übliche hohe Anfangsinvestition für den Musikunterricht. Wer sich für eine Ausbildung und ein Leihinstrument entscheidet, ist erst einmal nur sechs Monate gebunden.

Gute Ausbildung ist fundamental wichtig

„Dies ist ein überschaubarer Zeitraum, der bei einem möglichen Ausbildungsabbruch die Musikerfamilie nicht allzu sehr belastet“, erklärt Laubert die Vorteile des Mistelfelder Konzeptes. Denn: „Viele Bläserklassen sind auf 24 Monate angelegt, wo es „kein Zurück“ gibt.“

„Der Verein lebt von den Aktiven und benötigt sie, um die Blasmusik weiter pflegen und leben zu können“, erklärt Dirigent Norbert Brand, der selbst schon fast 50 Jahre Musik macht. „Nur durch eine qualifizierte und umfassende Ausbildung wird die Leuchsentaler Blasmusik auch in zehn und 20 Jahren Bestand haben können!“ Vorsitzender Dorsch schlägt in dieselbe Kerbe: „Unser Verein muss die Nachwuchsarbeit dringend forcieren, denn Corona hat hier eine tiefe Schneise hinterlassen, da zwei komplette Jahrgänge fehlen. Ein weiteres Jahr würde die Situation in Zukunft weiter erschweren!“

Anmeldung

Eine Anmeldung zum Instrumenten-Karussell ist aus hygienischen Gründen zwingend erforderlich. Diese muss bis zum 24. Juli per Mail am info@leuchsentaler.de oder unter Tel. (09571) 73452 beim 2. Vorsitzenden Martin Dirauf erfolgen. Auf der Homepage der „Leuchsentaler“ unter www.leuchsentaler.de steht ein entsprechendes Formular mit den erforderlichen Angaben zur Verfügung. Alle Instrumente können sicher und hygienisch ausprobiert werden. Es gibt an diesen Abend viele weitere Infos zum Projekt. Auch wer am Instrumenten-Karussell keine Zeit hat, sollte sich bei Martin Dirauf melden. Er steht für alle Fragen gerne zur Verfügung.
 

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