LICHTENFELS

Lesermeinung zu den Kündigungen bei Concept-Laser

Zur Stellungnahme der Handwerksfirma Concept Laser im OT vom 24. November „ … Es gibt einen Betriebsrat am Standort Lichtenfels ...“, nimmt der DGB-Kreisverband Lichtenfels wie folgt Stellung:
GE Additive Concept Laser in der Rudolf-Diesel-Straße in Lichtenfels. Foto: Markus Drossel

„Der DGB-Kreisverband Lichtenfels und die IG-Metall Geschäftsstelle Coburg wurden überrascht durch die Stellungnahme vom 24. November, dass ein Betriebsrat bei Concept-Laser im Februar gewählt wurde. Deshalb stellt sich für uns folgende Frage: Warum wurde die zuständige Gewerkschaft IG-Metall, Geschäftsstelle Coburg, im Vorfeld der BR-Wahl nicht informiert und mit einbezogen?

Seitens der zuständigen Gewerkschaft wäre eine weitere Vorschlagsliste sicherlich erstellt worden. Die Mitarbeiter von Concept Laser hätten eine größere Auswahl von verschiedenen BR-Bewerbern, darunter auch Gewerkschaftler, vorgefunden. Stattdessen gab es somit im Februar nur eine Einheitsliste. Zudem umschreibt und regelt das Betriebsverfassungs-Gesetz in § 2 die Stellung der Gewerkschaften und der Vereinigung der Arbeitgeber im Betrieb.

Noch eine Anmerkung: Bei Concept Laser gilt nach wie vor die 40-Stunden-Woche. In vergleichbaren Metall-, Elektro,- Automobilzulieferer- und Maschinenbau-Unternehmen von Vbm und Gesamtmetall ist die 35-Stunden-Woche seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Tarifvereinbarungen.

DGB-Kreisvorsitzender: Heinz Gärtner.

Deshalb meine Bitte an die Geschäftsführung von GE Addtive Lichtenfels: Tun Sie etwas Gutes zum Weihnachtsfest für Ihre Mitarbeiter und wechseln Sie zur Industrie, Verband der Bayerischen Metallindustrie München, Vbm genannt, als Industriebetrieb. Dann können Sie die 35-Stunden-Woche einführen und somit 55 Kolleginnen und Kollegen in Lohn und Brot weiterbeschäftigen. Massenentlassungen müssten dann nicht vorgenommen werden!“

Heinz Gärtner, DGB-Kreisvorsitzender Lichtenfels

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