WEISMAIN

Lea Möbes: Wir Azubis haben es momentan schwer

Den ganzen Tag mit Maske arbeiten ist nicht einfach. Lea Möbes hat oft Kopfschmerzen. Foto: Red

Wie ist es eigentlich, während der Corona-Pandemie seine Ausbildung zu machen? Einige Schüler der Lichtenfelser Berufsschule erzählen in loser Folge von ihren Erfahrungen. Lea Möbes ist Auszubildende als Verkäuferin im Einzelhandel im ersten Lehrjahr und arbeitet bei Netto in Weismain:

„Der derzeitige Online Unterricht ist meiner Meinung nach leider kein Unterricht wie in der Berufsschule. Ich kann mich daheim kaum konzentrieren, das Lernen fällt mir wirklich sehr schwer.“
Lea Möbes, Auszubildende

„Ich arbeite in einer Netto-Filiale und mache grade meine Ausbildung zur Verkäuferin. Die Kunden haben nur noch selten gute Laune, was ich aber aufgrund des Mundschutzes verstehen kann. Ich selbst habe oft starke Kopfschmerzen deswegen. Meine Kollegen sind aber trotz Corona immer noch sehr freundlich und gut drauf und lassen sich die Laune nicht vermiesen.

Der derzeitige Online-Unterricht ist meiner Meinung nach leider kein Unterricht wie in der Berufsschule. Ich kann mich daheim kaum konzentrieren, das Lernen fällt mir wirklich sehr schwer. Der Unterricht läuft wie gewohnt nach Stundenplan über das Konferenz-System MS Teams ab. Dabei gibt es zwar manchmal Schwierigkeiten, aber die Lehrer meistern das gut.

Mir fehlt tatsächlich dieses Lerngefühl

Am Anfang als wir das Programm Teams zum ersten Mal verwendet haben, kamen viele Lehrer erst einmal damit nicht klar und mussten sich zurechtfinden, aber jetzt läuft es recht gut. Mir fehlt tatsächlich dieses Lerngefühl – dass man wirklich merkt, dass man etwas beigebracht bekommt.

Ich musste in der Corona-Zeit auch schon in Quarantäne, da ich die erste Kontaktperson einer sehr guten Freundin war, die in meine Klasse geht. Wenn ich ehrlich bin, war die Quarantäne echt nicht lustig – man musste wirklich zuhause bleiben, niemand darf kommen, man darf nicht rausgehen und einkaufen, solange das Testergebnis noch nicht da ist.

Mittlerweile ist das jetzt schon der dritte Lockdown hier in Bayern, und die Regeln werden immer strenger. Ich würde mir gerne wünschen, dass alles wieder so ist wie es vor Corona war. Momentan kann ich mir selbst das normale Leben kaum noch vorstellen.

Meine Freizeit verbringe ich derzeit meistens nur daheim.

Meine Freizeit verbringe ich derzeit meistens nur daheim. Wenn ich rausgehe, dann ist es nur aus wichtigen Gründen, zum Beispiel für (Arzt-)Termine, oder wenn ich selbst einkaufen muss. Ich vermisse sehr, dass man sich nicht mehr mit Freunden in einer Gruppe treffen kann, dass man nicht mehr ausgehen kann – das Leben genießen …

Insgesamt muss ich sagen, dass ich persönlich nicht die Angst habe, Corona zu bekommen. Ich habe eher Angst davor, dass meine Eltern durch das Virus sehr leiden müssten.

Ich hoffe schließlich, dass die neuen Regeln etwas bringen und die Anzahl der Infizierten wieder heruntergeht und alles wieder wie früher wird, dass man wieder an der Supermarkt-Kasse Gesichter sieht und nicht mehr schräg angeschaut wird, wenn man einmal husten oder niesen muss.

Gemeinsam schaffen wir es gegen Corona anzukommen und es sozusagen zu besiegen, damit das endlich ein Ende nimmt.“

 

Rückblick

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  3. Corona-Tagbuch: Schlumpfblauer Beethoven als Andenken
  4. Uni Bayreuth: Die Forschung ist reif für die Insel
  5. KBM Sigrid Mager: Klares „Ja“ zum Impfen
  6. Corona-Tagebuch: Geschäftskontakt beim Geschäfte verrichten
  7. Christen in Altenkunstadt: Netzwerken für mehr Inklusion
  8. Holger Then: Am Impfen führt kein Weg vorbei
  9. Corona–Tagebuch: „Steffi anrufen!“
  10. Nina Hofmann: Start im Rolli ins Berufsleben
  11. Frank Gerstner: Miteinander statt übereinander
  12. Norbert Jungkunz: Seelsorge auf Sicht
  13. Marion Warmuth: Nur gemeinsam schaffen wir es
  14. Denise Felsecker: „Corönchen richten – weitermachen!“
  15. Louis Bernert: Sani werden, gerade wegen Corona
  16. Andreas Hügerich: Gemeinsam und solidarisch
  17. Corona-Tagebuch: Falsche Abzweigung in die Damen-Toilette
  18. OT-Redakteur Frank Gorille: Plötzlich ist man positiv
  19. Martina Hößel: Corona die Stirn bieten
  20. Corona-Tagebuch: Schlaflos in Lichtenfels mit Salsa
  21. Thomas Krauß: Minderheit will es nicht verstehen
  22. Corona-Tagebuch: Last-Minute und Sparsamkeit
  23. Kita Seubelsdorf: Test, Kinderlachen und Quarantäne 2.0
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  26. Faktencheck: mRNA-Impfstoffe verändern Gene nicht
  27. Corona-Tagebuch: Letzter Abschied mit Schnittblumen
  28. Bamberg: Posthalle wird zum Raum für Kultur
  29. Sebastian Dorsch: Bereit für den Piks sein
  30. Horst Habermann: Durchs Impfen zur Normalität
  31. Corona-Tagebuch: Aussicht, Freiheit und ein Milchshake
  32. Ein kleiner Pieks, der viel hilft
  33. Freude über Lockerungen in BRK-Altenheimen
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  35. Der heiß ersehnte Impftermin von Corinna Tübel
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  39. Markus Witzgall: Mit Geduld geht es schneller
  40. Corona-Tagebuch: Das Ende einer Zimmerpalme
  41. Jüdisches Leben: Weg vom Klischee
  42. Universität Bayreuth forscht an Öko–Energiespeicherung
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  44. Anton Schatz: Bei Maßnahmen nicht nachlassen
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