OBERHAID

Lange Warteschlange beim Pomologen in Oberhaid

Leckere Impression der gelungenen Streuobst-Aktion in Oberhaid, Landkreis Bamberg. Foto: Alexandra Klemisch/Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Bamberg

Bei strahlendem Sonnenschein veranstaltete der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Bamberg jüngst eine Streuobst-Aktion für Groß und Klein auf der Bürgerwiese und im Kreislehrgarten Oberhaid.

Rainer Giel, stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbands, freute sich über die vielen Besucherinnen und Besucher. Auch stellvertretender Landrat Bruno Kellner und Bürgermeister Cars-ten Joneitis brachten in ihren Grußworten ihre Unterstützung für das ehrenamtliche Engagement der Bürger vor Ort und der vielen Gartenbauvereine im Landkreis Bamberg zum Ausdruck, die trotz der Schwierigkeiten der vergangenen zwei Jahre ihren Einsatz für Natur, Landschaft und Gartenkultur weiter führen.

Mehr als 80 Sorten Äpfel und Birnen gab es in der großen Sortenausstellung aus dem „Obstparadies Bamberger Land“ zu bestaunen - mehr, als man jemals in einem Supermarkt finden wird. Dass diese und noch wesentlich mehr Sorten im fränkischen Raum üblicherweise auf Streuobstwiesen angebaut wurden, ist ein Zeugnis der außergewöhnlichen Obstbaukultur, die sich in Oberfranken bis heute erhalten hat.

Außergewöhnliche Obstbaukultur in Oberfranken

Ziel des Kreisverbands ist es, diese Sortenvielfalt zu erhalten, denn der große genetische Pool unterschiedlicher Sorteneigenschaften ist wichtig für die Zukunft des Obstbaus.

Natürlich haben die vielen unterschiedlichen Äpfel und Birnen auch ganz konkrete Vorzüge, die alle Interessierten am Stand des Kreisverbands anhand von rund 20 Apfelsorten im Verkauf testen konnten: Von süß bis sauer, vom Backapfel bis zum saftigen Tafelobst, konnten die alten Sorten mit ihrer Fülle unterschiedlicher Aromen und Verwendungseigenschaften überzeugen.

Sortenbestimmung durch Apfelkundler

Der Apfelkundler Wolfgang Subal stand im Kreislehrgarten unterdessen allen Besuchern und Besucherinnen für Fragen zur Sortenherkunft ihrer eigenen Obstbäume zur Verfügung: Wer Früchte aus dem eigenen Garten mitgebracht hatte, konnte die Sortenbestimmung in Anspruch nehmen - ein besonderer Service, auf den viele Menschen hofften, wie die lange Schlange am Arbeitstisch des Pomologen bewies.

Im kommenden Jahr wird am 2. Sonntag im Oktober der bereits mehrmals verschobene Apfelmarkt in Memmelsdorf stattfinden.

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