LICHTENFELS

Landkreis Lichtenfels: Welcher Obstbaum blüht denn da?

Jetzt im April blühen die Apfelbäume. Foto: Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim

Welcher Obstbaum blüht denn da? Bei Spaziergängen in der Natur und auch in Siedlungsräumen fallen nun vermehrt üppig blühende, mehr oder weniger große Bäume auf.

Streuobstwiesen sind im ländlichen Raum oft ortsnah zu finden

„Es ist die Zeit der Obstblüte“, erinnern die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie. Im ländlichen Raum liegen Streuobstwiesen oft ortsnah, sodass sie ein Ziel bei einem Spaziergang sein können. In kleinen Gärten am Haus oder in Kleingartenanlagen sind kleinkronige Obstbäume in Blütenwolken gehüllt.

Steinobstarten eröffnen die Blühsaison des Obstes. Die kräftig rosafarbenen Blüten des Pfirsichs und die weißen Blüten mit rotem Auge der Aprikose sind vielerorts schon verblüht. Zwetschgen folgen schnell nach.

Je nach Region öffneten sich Anfang bis Mitte April die kleineren, schneeweißen und in Büschel sitzenden Blüten der Zwetschgensorten, wobei die Hauszwetschgen und Mirabellen die spätesten sind.

Dann folgen zunächst die Süßkirschen mit ihren reinweißen, ebenfalls in Büscheln sitzenden Blüten und etwas später die Sauerkirschen.

Blühendes Kernobst, und es ist noch lange nicht Schluss

Ab Anfang April konnte man schon die ersten cremeweißen Blüten der Birne entdecken. Nun kommt der Apfel mit seiner herrlichen Blütenpracht! Die rote Knospe entwickelt sich über rosafarbene Blütenballone hin zu einer weißen bis roséfarbenen Vollblüte. Neue rotfleischige Apfelsorten blühen, wie auch die meisten Zieräpfel, besonders intensiv rosa.

Attraktive Blüten des so genannten Wildobstes

Es ist noch lange nicht Schluss. Auch im Mai erfreuen wir uns über blühende Obstgehölze.

Dafür sorgt die Quitte mit ihren großen schalenförmigen Blüten. Da einzeln angeordnet, haben die rosa-randigen Blüten einen besonderen Zierwert. Auch das so genannte Wildobst setzt sich durch Blütenschönheiten in Szene. Die sternförmigen, weißen Blüten der Felsenbirne fallen jetzt besonders durch ihre Üppigkeit auf.

Später erscheinen die cremeweißen Blütendolden der Vogelbeere. Mispel und Speierling trifft man in den Gärten selten an. Ein Hingucker sind die duftenden Blütendolden des Holunders. Cremeweiß bei den meisten Sorten, gibt es pinkfarbene Blütendolden bei dunkellaubigen Zierholunder-Sorten, deren Früchte aber genauso verwertet werden können.

Ebenfalls kleine weiße Blüten in Dolden besitzt die Apfelbeere, die als kleiner Strauch und „Superfood“ immer mehr in die Gärten einzieht. Wer Kiwibeeren (Minikiwi) im Garten hat, kennt die nickende, cremefarbene und süßlich duftenden Blüten.

Hier finden Bienen, Wildbienen und andere Insekten üppig Nahrung

Die Obstbaumblüte ist relativ kurz und intensiv. Hier finden Bienen, Wildbienen und andere Insekten üppig Nahrung. Nachdem im Laufe des Mai dann die Baumobstarten alle geblüht haben, geht es mit Him- und Brombeeren weiter. Obstblüten bieten Pollen und Nektar und sind so eine wichtige Nahrungsquelle. Gleichzeitig werden die Blüten bestäubt, sodass wir reichlich Obst ernten können.

Lust auf ein neues Obstgehölz?

Jetzt ist die ideale Pflanzzeit für Frühlingsblüher, Stauden und Gehölze! Aber wie kommt man an die schönen Pflanzen in Ihrer Fachgärtnerei? Informieren Sie sich auf der Homepage der Gärtnereien vor Ort oder rufen Sie dort an!

Weitere Informationen finden Sie bei nachfolgendem Link: www.lwg.bayern.de. Wer weitere Fragen hat, wendet sich an das Gartentelefon Tel. (0931) 9801-147 oder schreibt eine E-Mail an bay.gartenakademie@lwg.bayern.de. (red)

Cremefarben und süß duftend: die Blüten der Kiwi. Foto: Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim
Vielerorts schon verblüht: der Pfirsich. Foto: Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim
Schon Anfang April zu sehen: blühende Birnbäume. Foto: Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim

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