LICHTENBERG

Kursbeginn: Im Haus Marteau klingt es meisterhaft

Mit dem Spätsommer beginnt planmäßig in Haus Marteau das neue Kursjahr. Das hat viel zu bieten. Foto: Haus Marteau

Mit dem Spätsommer beginnt planmäßig im Haus Marteau das neue Kursjahr. Renommierte Dozenten bekannter Hochschulen bieten in der Villa des einstigen Violinvirtuosen Henri Marteau ein vielfältiges Kursprogramm an. „Unsere Dozenten genießen ein hohes Ansehen in der internationalen Musikwelt. Wir sehen es als absolutes Qualitätsmerkmal, wenn wir über Jahrzehnte ein solch hohes Niveau in Haus Marteau halten können. Deshalb tun wir alles, um die Kursbedingungen für Teilnehmer und Dozenten optimal zu gestalten“, sagt Bezirkstagspräsident Henry Schramm. Der erste Kurs nach dem Lockdown findet mit Professor Christoph Sischka statt.

Nach Umbauarbeiten wieder in der Villa

Wegen der Umbauarbeiten in der Villa lief der Kursbetrieb seit 2017 in Bad Steben, jetzt stehen in Haus Marteau nach Abschluss der Arbeiten im Kellergeschoss drei neue Übungsräume zur Verfügung.

Die Kurse im alten Kursjahr mussten wegen der Corona-Pandemie von Mitte März bis Mitte August abgesagt werden, davon betroffen ist auch der alljährliche „Brass macht Spaß“-Kurs mit Rekkenze Brass und dem österreichischen Trompeter Prof. Jürgen Ellensohn mit den geplanten Konzerten in Lichtenberg und Kulmbach.

„Da zu manchen Kursen rund 80 Prozent der Teilnehmer aus dem Ausland anreisen, müssen wir abwarten, wie

sich die allgemeine Situation entwickelt.“

Dr. Ulrich Wirz, Verwaltungsleiter

Nun soll der Kursbetrieb wieder anlaufen. „Da zu manchen Kursen rund 80 Prozent der Teilnehmer aus dem Ausland anreisen, müssen wir abwarten, wie sich die allgemeine Situation entwickelt“, erläutert Verwaltungsleiter Dr. Ulrich Wirz. Er geht aber davon aus, dass der Bezirk mit dem Start des neuen Kursjahres Ende August den Betrieb der Internationalen Musikbegegnungsstätte wiederaufnehmen kann.

Viele Teilnehmer beschreiben die Atmosphäre in der Lichtenberger Künstlervilla als „unschlagbar“. Dazu gehört die besonnene Herangehensweise der Dozenten ebenso wie die einzigartige museale und familiäre Atmosphäre in dem abgeschieden gelegenen Haus.

Die Riege der Dozenten umfasst national wie international bekannte Künstler. Fast alle Lehrende sind Professoren und die meisten sind Haus Marteau seit Jahrzehnten treu – etwa der Tenor Siegfried Jerusalem, der 1987 zu seinem ersten Kurs nach Lichtenberg kam. Auch die erfahrene Sopranistin und Gesangspädagogin Charlotte Lehmann sowie die Pianistin Galina Vracheva, einem breiteren Publikum durch ihre Improvisationskünste in BR Klassik bekannt, unterrichten seit Ende der 80er Jahre in Haus Marteau.

Für junge Künstler aus aller Welt

Die Flötistin Andrea Lieberknecht, die schon 25 Meisterkurse in Haus Marteau gegeben hat, beobachtet in ihren Kursen eine zunehmende Professionalisierung: „Das allgemeine Niveau ist in den letzten 20 Jahren rapide angestiegen. Ebenso die Internationalität. Nicht selten kommen zwölf Teilnehmer aus zwölf verschiedenen Ländern!“

Elf Instrumentenkurse sowie sieben Gesangskurse haben der Künstlerische Leiter, Prof. Christoph Adt, und Verwaltungsleiter Dr. Ulrich Wirz in das neue Programm aufgenommen. Junge Künstler aus aller Welt können zwischen August 2020 und August 2021 ihre Fähigkeiten an Cello, Fagott, Flöte, Klavier, Kontrabass, Orgel, Percussion, Viola, Violine oder Trompete sowie im Gesang vervollkommnen.

Bedeutende Künstler verpflichtet

Für das neue Kursjahr wurden Professoren wie die Pianisten Bernd Glemser, Wolfgang Manz und Gilead Mishory ebenso verpflichtet wie die Geiger Christian Altenburger, Dr. Friedemann Eichhorn, Ingolf Turban und Markus Wolf. Auch die berühmten Sängerinnen Edda Moser und Cheryl Studer und der Star-Fagottist Dag Jensen sind wieder unter den Dozenten.

Sie lehren unter anderem am Mozarteum Salzburg, der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar oder den Musikhochschulen in München, Freiburg, Köln, Hannover, Nürnberg und Würzburg.

Mit Hannes Läubin und Benjamin Appl konnten Adt und Wirz zwei neue, international gefragte Künstler hinzugewinnen. Läubin, seit 1996 als Professor an der Münchner Musikhochschule, formuliert, was die Maxime für die Meisterkurse ist: „Mir ist es äußerst wichtig, dass wir gemeinsam auf einer menschlichen, respektvollen Zusammenarbeit das beste Ergebnis für jeden erzielen können.“ Von aktiven Künstlern wie Läubin, die auf eine umfangreiche Discographie, zahlreiche solistische Engagements sowie eine erfolgreiche Lehrtätigkeit verweisen können, profitieren die jungen Meisterschüler ungemein.

„„Mir ist es äußerst wichtig, dass wir gemeinsam auf einer menschlichen, respektvollen Zusammenarbeit das beste

Ergebnis für jeden erzielen können.“

Hannes Läubin, Professor und Künstler

Der Bariton Benjamin Appl unterrichtet seit 2016 an der Guildhall School of Music & Drama in London als Professor for German Song; im November gibt er erstmals einen Meisterkurs in der Internationalen Musikbegegnungsstätte. „Der gebürtige Regensburger und letzte Schüler des legendären Dietrich Fischer-Dieskau wird in der internationalen Presse als der vielversprechendste der neuen Lied-Sänger-Generation gefeiert. Ohne Zweifel ist er einer der gefragtesten Nachwuchskünstler der deutschen Opern- und Lied-Konzertszene. Es ist ein echter Gewinn, dass wir ihn für Haus Marteau verpflichten konnten“, freut sich Verwaltungsleiter Wirz.

Hohes Niveau und ein beeindruckendes Ambiente

Den Erfolg des Hauses charakterisiert das Zusammenspiel aus dem hohen Niveau des Unterrichts, der wunderbaren Lage und dem historischen Ambiente aus: Lehren und Arbeiten in Marteaus einstiger Villa wie zu Zeiten des Meisters, umgeben von stilvollem Originalinterieur in familiärer Atmosphäre, inmitten eines Parks mit Blick auf die Höhen des Frankenwaldes – das macht Haus Marteau einzigartig.

Mehr Informationen gibt es im Internet. (red)

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