KULMBACH

Kulmbach: Yoda und die Zinnsoldaten

Yoda ist zur Zeit Gast im Zinnfigurenmuseum. Foto: Red

Die Plassenburg in Kulmbach ist immer einen Ausflug wert. Eine der mächtigsten Festungen Oberfrankens fasziniert nicht nur durch die imposante Anlage, einem spektakulären Blick vom Westrondell oder dem wunderschönen Renaissance-Innenhof namens „Schöner Hof“.

Die Plassenburg beherbergt auch das Miniatur-Wunderland Kulmbachs, das Deutsche Zinnfigurenmuseum. Dieses kann aktuell mit einer modernen Ausstellung aufwarten, die schon zahlreiche kleine und große Besucher begeistert hat.

Von der Antike bis zur Populärkultur

„Mensch, Monster, Maschine“ lautet der schlagkräftige Titel dieser Ausstellung. Es geht um fantastische Welten. Dabei schlägt die Schau einen Bogen von der Antike mit ihren mythologischen Erzählungen und Heldenepen bis zur Populärkultur des 20. und 21. Jahrhunderts.

Im Fantasy-Genre ist Kitsch erlaubt. Foto: red

In Hunderten von liebevoll gestalteten Dioramen und Einzelfiguren präsentiert das Museum in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe „Fantasy“ der Klio (Deutsche Gesellschaft der Freunde und Sammler kulturhistorischer Zinnfiguren) die drei Themengebiete Fantasy, Science-Fiction und Manga.

Den Besucher erwarten Elfen, Feen, Zauberer und Hexen. Alle Fantasy-Fans kommen hier auf ihre Kosten. Zahlreiche Szenen aus „Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“ sind zu sehen. „Game of Thrones“ darf nicht fehlen.

Aus der Gruppe der fliegenden Fabelwesen sind die Drachen die bekanntesten, die in beeindruckenden Varianten gezeigt werden. Aber auch Greife (vorne Adler, hinten Löwe) oder verschiedene Engelwesen werden ausgestellt.

Zwerge treffen auf Riesen. Zahlreiche Monster machen ihre Aufwartung. Man denke nur an die „Orks“ aus der Hobbit-Serie. Auch unter den Tieren gibt es richtige „Monster“. Der bekannteste ist wohl der Riesen-Menschen-Affe „King Kong“.

In Frankensteins Labor werden Menschen geschaffen. Mit „Dracula“ wird die bekannteste Vampirgestalt aller Zeiten gezeigt. Auch wer sich für die antiken Mythen interessiert, die den Ausgangspunkt für die „Fantasy“-Bewegung bilden, wird hier fündig: Neben der Sphinx, in der griechischen Variante der weibliche Kopf auf dem Löwenleib, sind auch Kentauren ausgestellt, wilde, barbarische Pferdemenschen. Natürlich darf der Hirtengott „Pan“ nicht fehlen.

Drei große Dioramen aus der Starwars-Welt

Das Imperium schlägt zurück: Star-Wars-Schlachtszene im Kulmbacher Zinnfigurenmuseum. Foto: Red

Bei „Science-Fiction“ liegt der Schwerpunkt auf Figuren aus den „Star Wars“- Filmen. Nicht nur Luke Skywalker, Prinzessin Lea oder Meister Yoda sind dort zu sehen, sondern auch drei jeweils ein Quadratmeter große Dioramen mit Ausschnitten aus der Schlacht um den Eisplaneten „Hoth“, den Rebellenstützpunkt auf „Yarvin 4“ und die Wüstenstadt „Mos Eden“. Ein besonderer Blickfang ist eine Sturmtruppler-Rüstung in Originalgröße.

Dazu Oberbürgermeister Ingo Lehmann (Kulmbach): „Star Wars ist die erfolgreichste Kinofilmproduktion aller Zeiten und findet sich fast in jedem Kinderzimmer.

Die neue Ausstellung eignet sich bestens für einen Familienausflug. Und bei unserem Ausstellungsquiz kann man tolle Preise gewinnen.“

Das besondere Highlight dieser Ausstellung dürfte wohl das zwölf Quadratmeter große Diorama „Das Treffen der drei feindlichen Brüder“ aus den Fantasy-Romanen bzw. -Spielen „Warhammer 40 000 Universum“ sein. Knapp 1000 Miniaturen sind dort zu sehen.

Neue Entwicklung bei Miniaturen

Süße Ewoks tummeln sich in Nachbarschaft von Zinnsoldaten. Foto: red

Die Ausstellung zeigt auch die neue Entwicklung bei den Miniaturen. Neben der klassischen drei Zentimeter hohen flachen Zinnfigur sind auch zahlreiche Miniaturen aus Resin verbaut, einem Gießharz, das sich sehr gut für dreidimensionale Figuren und Darstellungen eignet. Alle Figuren sind selbstverständlich handbemalt, was immer wieder den besonderen Reiz ausmacht.

Schüler des Markgraf-Georg-Friedrich Gymnasiums bauten für Teile dieser Ausstellung Hintergründe und Figuren. So kann der Besucher in eine magische Welt eintauchen.

Bis zum 31. März 2021 kann die Sonderausstellung bestaunt werden, die auch dank Unterstützung der Oberfrankenstiftung realisiert werden konnte.

Die Öffnungszeiten des Zinnfigurenmuseums sind täglich 9 bis 18 Uhr. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zahlen keinen Eintritt. In den Museumsräumen ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die Burg ist mit der Stadtbuslinie 5 ab EKU-Platz zu erreichen. (red)

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