LICHTENFELS

Kristin Wolf: Bei ihr zählt die „Eine Welt“

Eine Schulklasse in der Zentralafrikanischen Republik. Für die Herausforderungen in Krisen- und Entwicklungsländern und für eine faire Welt zu sensibilisieren, auch dafür setzt sich Kristin Wolf ein. Foto: Till Mayer

Ausgehend vom Eine Welt Netzwerk Bayern wurde die Stelle der „Eine Welt Regional-Promotorin Oberfranken-West“ neu geschaffen. Stelleninhaberin ist die Pädagogin Kirstin Wolf, die bereits sechs Jahre lang die Position der Promotorin für Ostbayern innehatte und somit vielfältige Erfahrung mit nach Oberfranken bringt.

Kirstin Wolf ist gebürtige Fränkin, hat Lehramt mit der Fächerkombination Geographie, Deutsch und Sozialkunde an der Universität Bayreuth studiert und ist nun, nach mehr als 20-jährigem Wirken in Süd-Ostbayern, wieder in ihre fränkische Heimat zurückgekehrt.

Bürgerschaftliches Engagement unterstützen

Sie bietet allen Eine Welt-Engagierten, sei es in Schulen, Bildungseinrichtungen, Partnerschaftsgruppen, kirchlichen Gruppen sowie Eine Welt-Läden und vor allem auch in Kommunen ihre Unterstützung und Beratung zu allen Themen und Belangen der Einen Welt-Arbeit an.

„Eine Welt-Arbeit und Eine Welt-Politik fangen zu Hause an, im eigenen Leben, am eigenen Wohnort, im eigenen Land“, erklärt Kirstin Wagner. In den bayerischen Regionen lebt die Eine Welt-Politik durch viele Menschen, die sich im Rahmen (bürgerschaftlichen) Engagements einbringen.

Das Eine Welt-Promotorprogramm soll dieses Engagement stärken. Es unterstützt Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen in ihrem Einsatz für globale Gerechtigkeit.

„Eine Welt-Promotor*innen geben Anstöße, informieren, beraten, vernetzen und bieten Weiterbildung an“, führt die Pädagogin weiter aus.

Finanziert mit Bundesmitteln

Finanziert wird das Programm aus Bundesmitteln (Entwicklungsministerium) sowie von den Ländern. In Bayern wird das Programm vom Eine Welt Netzwerk Bayern getragen und koordiniert.

Kirstin Wolfs Schwerpunkte liegen im Bereich Globales Lernen, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Partnerschaftsarbeit und nachhaltige Beschaffung sowie globaler Gerechtigkeit und nachhaltigem Konsum.

Zu diesen Themenbereichen konnte sie in den vergangenen sechs Jahren einige Formate in Ostbayern umsetzen - hier ein paar Höhepunkte ihrer Arbeit:

Eines ihrer Highlights war das sogenannte Eine Welt-Jugendcamp, das seither viele Male im bayerischen Wald und darüber hinaus durchgeführt wurde. Bei einem Eine Welt-Jugendcamp kommen jungen Menschen jeglichen Alters zusammen und arbeiten gemeinsam und erlebnisorientiert an Themen, wie fairer Handel und nachhaltiger Konsum, Gerechtigkeit, globales Miteinander und kulturelle Vielfalt.

„„Eine Welt-Arbeit und Eine Welt-Politik fangen zu Hause an, im eigenen Leben, am eigenen Wohnort, im

eigenen Land.“

Kristin Wolf, Eine Welt Regional-Promotorin

Dabei diskutieren sie heftig und versuchen gemeinsam, mit den daraus resultierenden Ideen, die Welt ein bisschen besser zu machen.

2018 wurden zudem von Kirstin Wolf zahlreiche Jugendcampleiter ausgebildet. Ähnliches ist für auch für Oberfranken geplant. Dieses Mal unterstützt von Lehramtsstudierenden der Universitäten Bayreuth und Bamberg.

Ein weiterer Höhepunkt Kirstins Arbeit war die öko-faire-Radltour durch Niederbayern mit 20 Schülern vom Gymnasium Seligenthal in Landshut. Mit Unterstützung von Studierenden der Universität Passau stieß Kirstin Wolf die Aktion „Konsumkritische Tour in Passau“ an: Auf ihre Initiative hin wurde ein kritischer Blick auf die Themen Ernährung/Agrarwirtschaft, Handy/Technik, Textilien und Müll/Verpackung geworfen, indem sich alle Teilnehmenden in Passaus Innenstadt trafen und anhand des vorhandenen Einzelhandels die Themen von allen Seiten her betrachteten. Seitdem fanden viele weitere konsumkritische Touren durch Passaus Innenstadt statt.

Seit 2016 finden immer wieder, initiiert und organisiert von Kirstin Wolf, sogenannte „Faire Kochkurse“ für Hauswirtschaftslehrer und Schüler der Real- und Wirtschaftsschulen in Niederbayern statt.

Fortbildungen für Lehrer und Schüler

Als ständige Angebote für Schulen hat es sich Kirstin Wolf zur Aufgabe gemacht, sowohl Lehrer, Fortbildungen im Gesamtkontext Globales Lernen/Bildung für nachhaltige Entwicklung zu finanzieren und anzubieten, wie auch sogenannte Eine Welt-Tage an den bayerischen Schulen zu organisieren. Hierfür kommen erfahrene Pädagogen an die teilnehmenden Schulen und führen die Fortbildungen für die Lehrenden durch (hierzu sind auch immer außerschulische Lehrkräfte eingeladen) oder bieten in diversen

Workshops verschiedene Aspekte zu entwicklungspolitischen Themen an, die sie interaktiv mit den Schülern erarbeiten.

„Eine Welt-Promotor*innen geben Anstöße, informieren, beraten, vernetzen und bieten Weiterbildung an.“
Kristin Wolf, Eine Welt Regional-Promotorin

„Dieses Angebot steht auch allen Lehrenden und Schulen in Oberfranken jederzeit zur Verfügung!“, erklärt die Eine Welt-Promotorin. Eines der größten Highlights des Wirkens von Kirstin Wolf in Ostbayern war allerdings der Kongress „Gerechtigkeitsgipfel“. Das vielfältige Programm warf einen 360-Grad-Blick auf globale Gerechtigkeit. &t=140s

Eine ähnliche Veranstaltung habe Oberfranken, laut Kirstin Wolf, unbedingt nötig.

Die Beispiele zeigen, dass Kirstin Wolfs Kompetenzen gut zu den globalen Herausforderungen unserer Zukunft passen, die sie bestens für die Region Oberfranken West (Lichtenfels, Stadt und Landkreis Bamberg, Stadt und Landkreis Coburg sowieund die Landkreise Kronach, Kulmbach und Forchheim) einsetzen möchte. Für all die Projekte, die sie anstößt, kommt sie stets für die anfallenden Kosten auf, da sie zahlreiche Möglichkeiten der Finanzierung solcher Formate bestens kennt und immer eine Idee bezüglich Sponsoring oder ähnlichem. hat

Interessenten erreichen sie per Email unter: wolf@eineweltnetzwerkbayern.de oder unter Tel. 0170-9631951. (red)

 

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