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Klinikverbund Regiomed stellt Impfungen nicht in Frage

KINA - Impfung spontan vor Ort
Impfen bleibt wichtig im Kampf gegen die Pandemie. Das bekräftigt Regiomed-Geschäftsführer Robert Wieland./DPA Foto: Bernd von Jutrczenka

Der Klinikverbund Regiomed bedauert, ein Dokument anlassbezogen an die Mitarbeiter herausgegeben zu haben, das nicht präzise genug formuliert und geprüft worden sei. In diesem Dokument werde durch die stark verkürzte Darstellung des Inhaltes der Eindruck vermittelt, dass Regiomed den Nutzen der Covid-19-Impfungen in Frage stelle. Da dieses Dokument nun besonders unter Impfkritikern weitergereicht wird und im Netz bereits mehrfach geteilt worden ist, sieht sich Geschäftsführer Robert Wieland zu folgender Klarstellung veranlasst:

„Die Intention des Schreibens der Geschäftsführung und des Hygieneinstituts war es, den Mitarbeitern nochmals zu verdeutlichen, dass trotz vollständiger Impfung die Möglichkeit besteht, grippale Symptome zu entwickeln. Dies wurde im Text aber leider nur sehr verkürzt, verallgemeinert und zu oberflächlich dargestellt. Hierfür möchten wir uns entschuldigen und die Absicht des Schreibens hier noch einmal klarstellen.

Alle Risiken weitestgehend ausschließen

Vorrangig sollten die Mitarbeiter mit dem Schreiben daran erinnert werden, dass trotz einer Covid-19-Impfung alle geltenden Hygienemaßnahmen eingehalten werden müssen, um noch besser geschützt zu sein und Risiken größtmöglich auszuschließen. Insbesondere weil wir eine Sorgfaltspflicht gegenüber unseren Patienten und Bewohnern in unseren Einrichtungen und Leistungsbereichen haben, wollten die Verantwortlichen das Vorgehen bei auftretenden Erkältungssymptomen darstellen und klar regeln, um eine größtmögliche Sicherheit zu bieten.

Das ursprüngliche Dokument wurde bereits entfernt, die Wirksamkeit außer Kraft gesetzt und durch einen neuen Revisionsstand ersetzt, der unser Hygienekonzept und unsere Regelungen eindeutiger klarstellt.

Regiomed entwickelt gerade eine eigene Impfkampagne

Alle Verantwortlichen von Regiomed sind von der Schutzwirkung der Corona-Impfung überzeugt. Derzeit wird auch gerade eine eigene Impfkampagne bei Regiomed entwickelt, um noch mehr Mitarbeiter und Bürgerinnen und Bürger in Bezug auf eine Covid-19-Impfung zu sensibilisieren. Auch die Geschäftsführung und das Hygieneinstitut stehen hinter der Impfkampagne. Die Verantwortlichen von Regiomed und dem Regiomed-Hygieneinstitut sehen im Impfen einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen das Virus, so wie gegen andere Erreger.

Dass unser ursprüngliches (internes) Schreiben nun öffentlich in vorwiegend impfkritischen Foren geteilt und weiterverbreitet wird, ist nicht in unserem Sinn und entspricht nicht unserer eigentlichen Intention, die Mitarbeiter für auftretende Symptome zu sensibilisieren. Gerade weil viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit herausragendem und vollstem Engagement für die Gesundheit der Menschen in der Region an 365 Tagen im Jahr arbeiten und insbesondere auch während der Pandemie enormen Einsatz gezeigt haben.

Enorme körperliche Anstrengung und emotionale Belastung

Die mitunter schmerzenden Schicksale von schwer an Covid-19-Erkrankten werden von unseren Teams aller Berufsgruppen bereits seit etwa 1,5 Jahren begleitet. Dies war und ist für alle eine enorme körperliche Anstrengung und emotionale Belastung. Wir bedauern, dass der Eindruck entstanden ist, Regiomed würde den Nutzen der Impfung in Frage stellen – dem möchten wir ganz klar widersprechen.“

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