LICHTENFELS

Kita Seubelsdorf: Die Normalität kehrt zurück

Auch Ostereier-Färben gehörte vor Ostern zu den Vorbereitungen in der Kita Seubelsdorf. Foto: Ines Mai

Ines Mai berichtet als Leiterin des Seubelsdorfer Kindergartens immer wieder von den Herausforderungen der Pandemie für Kinder, Pädagogen und Eltern. Dieses Mal geht es um die Rückkehr der Normalität – hoffentlich.

„Diesmal habe ich etwas länger gebraucht, eine passende Überschrift für diesen Artikel zu finden. Doch dann kam mir, dass es ja sicherlich wieder einmal interessant wäre, einen kleinen Rückblick zu geben – bis hin zur Normalität, die ab sofort hoffentlich bei uns in den Kitas Einzug erhält.

Mehr Kontakte bedeutet auch mehr Erkältungssymptome

Die Jungen und Mädchen der Kita Seubelsdorf durften das Ostergesteck in der Stadt mit gestalten. Foto: Ines Mai

Wo fang ich an – am besten bei dieser Woche: Ab sofort keine Testpflicht mehr für Kindergarten- und Krippenkinder. Juchhu – aber damit tauchen auch einige Fragen wieder auf. Müssen wir die Kinder nun bei Schnupfen wieder nach Hause schicken? Warum gibt es für die Einrichtungen nicht noch Testkits für Kinder, die ich den Eltern mitschicken kann, wenn ich Kinder abholen lasse? Das wäre sinnvoll, da auch immer mehr Testzentren schließen und es auch nicht angenehm ist, mit einem kränkelnden Kind noch einen Termin wahrnehmen zu müssen.

Aber leider wurde der Bitte nicht entsprochen. Wir werden sehen, wie es sich weiterentwickelt – gerade in den letzten Wochen gibt es einen Anstieg von Kinder mit Erkältungssymptomen. Das ist ja klar: Die Masken sind fast überall gefallen, die Familien genießen ihre Freiheit und die Kontakte. Und so werden sich die Kinder wie im vorigen Jahr ab Juni auch heuer wieder vermehrt mit einer ganz normalen Grippe beziehungsweise einer Erkältung anstecken.

Omikron statt Faschingszug und Tanz in der Brauerei

Erst denken alle gemeinsam an die Auferstehung Jesu – dann geht's zum Osterbrunch. Foto: Ines Mai

Es ist viel passiert in den letzten Wochen. Auch unsere Kita ist von Omikron nicht verschont geblieben, und so blieb mir nichts anderes übrig, als die komplette Einrichtung zu schließen. Und das vor den Faschingsferien. Wir hatten uns so viel überlegt, einen kleinen Umzug durchs Dorf geplant, mit Tanz in der Brauerei – alles für die Katz.

Und das Schlimme war, dass Familien teilweise wirklich über vier Wochen betroffen waren. Erst das Schulkind, dann meist ein Elternteil und dann das Kindergartenkind – und dann musste ich schließen. Ich war wütend auf das ganze System. Egal, wir alle haben Omikron Gott sei Dank gut überstanden – und mit allen meine ich wirklich 95 Prozent der Kinder und des Personals. Ist schon irre.

Ein wunderschöner Familientag an Gründonnerstag

Ich gebe zu, ich hatte fast keine Lust, wieder etwas zu planen. Aber als wieder alle da waren, überkam uns die Frühlingsstimmung. Wir bereiteten uns mit den Kindern auf Ostern vor – Jesus-Geschichten, Osterbasteleien, Eier färben und als Abschluss ein Oster-Familienbruch. Was soll ich sagen: Dieses Mal waren die Planungen nicht umsonst. Wir hatten einen wunderschönen Familientag zu Gründonnerstag, mit Kirchenbesuch, Wanderung und eben einem festlichen Osterbrunch mit vielen Familien.

Das gibt Kraft, um weiter zu planen, und so fiebern wir unserem ersten größeren Auftritt auf der Seubelsdorfer Kerwa entgegen. Und das Programm zum Sommerfest in der Brauerei steht auch. Schließlich haben wir uns nicht unterkriegen lassen und sind weiter mit unserem Kinder getreu unserem Jahresmotto um die Welt gereist. Und das haben die Kinder verdient, dass sie das, was sie aus diesen Reisen in fremde Länder für Lieder und Tänze gelernt haben, einem Publikum zu präsentieren. Es wird lustig werden beim Sommerfest mit dem Anton aus Tirol, American Cheerleaders und einem griechischen Sirtaki.

Darauf freuen wir uns wahnsinnig und hoffen, wir können weiterhin die Normalität genießen.“

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