LICHTENFELS

Kita-Leiterin Ines Mai über Hoffen und Bangen

Erinnerungen an ein herausforderndes Kindergartenjahr - in dem es trotz der Pandemie viele schöne Momente gab. Foto: Red

Ines Mai berichtet als Leiterin des Seubelsdorfer Kindergartens immer wieder von den Herausforderungen der Pandemie für Kinder, Pädagogen und Eltern.

Heute zieht sie Bilanz über ein weiteres ungewöhnliches Kindergarten-Jahr zu Zeiten der Pandemie. Sie berichtet von Herausforderungen, schönen Momenten und warum das nächste Jahr Gutes bereit hält.

Die Hoffnung darf man nie verlieren

„Als mich der Anruf von OT-Redakteur Till Mayer zwischen den Feiertagen erreichte, hatte ich schon eine Überschrift für diesen Artikel im Kopf. Was soll ich sagen? Hoffen und Bangen – dass erscheint mir gerade richtig. Hoffnung darf man nicht verlieren – gerade, wenn ich daran denke, wie wir versucht haben den Kindern immer wieder Normalität zu vermitteln. Und natürlich Bangen: Was macht Omikron mit uns? Gerade mit den jüngeren Kindern, die ja nicht geimpft sind – und auch mit uns Erwachsenen.

In den Gedanken vieler Kolleginnen und Kollegen

Wie weit schützt die Booster-Impfung? Wie werden die Quarantäne-Regeln sein? Darf ich als Kontaktperson 1 weiterhin fröhlich auf die Arbeit, aber mit dem Gefühl, dass ich vielleicht ansteckend bin. Und gerade in diesem Moment an eines der Kinder den Virus weiter gebe.

Das ist dann, dass große Bangen, das ich – und ich denke, viele meiner Kollegeinnen und Kollegen gerade in sich tragen. Im Januar müssen die Kinder dreimal die Woche von den Eltern getestet werden. Wie viele positive Tests wird es geben? Wie geht unser Gesundheitsamt damit um?

Viele Fragen, auf die wir Leitungen uns leider immer wieder selbst Antworten geben müssen. Denn, das muss ich kritisch anmerken – leider hat sich bei der Zusammenarbeit mit einigen Stellen nicht viel zum Positiven gewandelt.

„Ein großes Kompliment hier auch an alle Familien:

Wahnsinn wie ihr die Zeit mit Notbetreuung, Quarantäne überbrückt habt. Respekt vor Eurer Leistung.“

Ines Mai, Kita-Leiterin

Genug vom Bangen: Lieber blicken wir mit Hoffnung voraus – und es gibt sie bei uns. Gerade habe ich mir die Fotos von diesem Jahr angeschaut. Im Januar Notbetreuung – die immer weiter gelockert wurde, bis wir doch wirklich am 1. Juli wieder alle Kinder betreuen durften.

Während dieser Notbetreuung haben wir die Familien nicht alleine gelassen, immer wieder Kontakt gesucht. Sei es über Pakete, die wir zu Fasching, Winter, Frühling und Ostern ausgefahren haben. Die Kinder durften so auch am Alltag im Kindergarten teilnehmen. Erster Höhepunkt war der kleine Faschingsumzug zum Feuerwehrhaus nach Seubelsdorf – mit Musik und Tanz – und Abstand.

Für unsere Familien stellte das sicher eine Abwechslung dar. Vom Elternbeirat hervorragend unterstützt gab es sogar Bonbonregen aus offenen Autos.

Dann einfach weiter im Jahresablauf – Fastenzeit – Schlitten fahren – Osterstündchen: Alle durften daran teilhaben.

Ein großes Kompliment hier auch an alle Familien: Wahnsinn wie ihr die Zeit mit Notbetreuung, Quarantäne überbrückt habt. Respekt vor Eurer Leistung.

Zum Osterfest, sowie zum Mutter- und Vatertag wieder Carepakete für die daheim gebliebenen und dass Warten darauf, dass sich nun endlich weitere Lockerungen ergeben wurden. Und sie kamen.

Ausflüge und Spielplatzbesuche

Unvergesslich für uns und unsere Kinder der Ausflug zum Flussbad, die vielen Spielplatzbesuche, dass Abschlussfest mit Ausflug der Vorschulkinder, dass Schnitzel braten für eine ganze Horde hungriger Kindergartenkinder, und einfach so vieles mehr, was mir nun auch beim Schreiben dieser Zeilen Hoffnung macht. Wenn wir Zusammenhalten werden wir auch die nächste Welle irgendwie wuppen.

Und eines sag ich – leuchtende Kinderaugen und ein Lachen der Kinder, die Dankbarkeit und guten Worte der Eltern – dies alles ist gerade in diesen Zeiten noch viel mehr wert.

Also packen wir es erneut an, passt ihr alle auf Euch auf, nehmt das Testen der Kinder ernst und – es ist sicher nichts dabei, sich ab und an mal bei einem Schnelltestzentrum einen Termin geben zu lassen. Und uns auch als eventuell schon Geboostete testen zu lassen.“

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