LICHTENFELS/SCHWÜRBITZ

Kids für den Feuerwehrdienst begeistern

Kids für den Feuerwehrdienst begeistern
Bei der Station „Wasserförderung“ bleibt im wahrsten Sinn des Wortes „keine Auge trocken“. Unser Archivbild stammt vom 3. Kreiskinderfeuerwehrtag 2019 in Redwitz an der Rodach. Foto: Markus Witzgall

Kinder sind fasziniert von der Feuerwehr, oft gibt es leuchtende Kinderaugen und bewundernde Blicke, wenn sie Feuerwehrfahrzeuge und Feuerwehrleute sehen. 100 ehrenamtliche Betreuer und Betreuerinnen der Kindergruppen im Landkreis ermöglichen es ihnen, die Feuerwehr hautnah zu erleben. Mit Spiel und Spaß setzen sie sich dafür ein, begeisterungsfähige junge Menschen für die Feuerwehren und Rettungsorganisationen zu gewinnen.

Knapp 300 Mädchen und Jungen in 22 „Kids-Feuerwehren“ aktiv

Selbstbewusstsein wird hier durch sinnvolle Freizeitgestaltung gestärkt. Die Kinder lernen zusammenzuhalten durch das sogenannte „Wir-Gefühl“ und sich gegenseitig zu helfen, zu stärken und die wunderbare Vielfältigkeit zu akzeptieren. Knapp 300 Mädchen und Jungen in 22 „Kids-Feuerwehren“ sind derzeit im Landkreis Lichtenfels aktiv.

Frei nach dem Motto „Keiner ist zu klein, um ein Helfer zu sein“ freuen sich beim 4. Kinderfeuerwehrtag in Schwürbitz am Samstag, 21. Mai, der Kreisfeuerwehrverband als Veranstalter mit seinem Vorsitzenden Kreisbrandrat Timm Vogler sowie die Feuerwehr Schwürbitz als Ausrichter, hier federführend durch den Vorsitzenden Ingo Aumüller und Kommandant Marcel Heine, dass an diesem Tag die Technik, das Spiel und der Spaß nach der langen Pandemiezeit wieder einmal im Vordergrund stehen werden.

Frauen-Quartett hat sich mächtig engagiert

Äußerst engagiert haben die vier verantwortlichen Feuerwehrfrauen des Fachbereiches Kinderfeuerwehr mit Sigrid Mager als Leiterin, Vanessa Balke aus Redwitz als Stellvertreterin sowie den beiden Beisitzerinnen Ingrid Funk und Kathrin Aumüller aus Schwürbitz die Veranstaltung zusammen mit den Verantwortlichen der Feuerwehr Schwürbitz vorbereitet. Zwecks männlicher Unterstützung im Team sind die vier Damen allerdings noch nicht fündig geworden.

Somit steht am 21. Mai ab 13 Uhr in Schwürbitz am Feuerwehrhaus allen Interessierten ein abwechslungsreiches Programm zur Verfügung. Geordert wurden die jedem Bezirksfeuerwehrverband gesponserte Hüpfburg der Versicherungskammer Bayern, eine Popcornmaschine der Raiffeisenbank sowie die Kinderfahrzeuge des Kreisfeuerwehrverbandes.

Kinderzaubershow mit Markus als ein Höhepunkt

Als besonderes Highlight ist die Kinderzaubershow mit Markus anzusehen. Die Dispogruppe „Drohne“ stellt das moderne Fluggerät der Feuerwehren des Landkreises vor.

Sechs Stationen um das Feuerwehrgerätehaus herum sind als Parcours von den Kids mit ihren Betreuern zu absolvieren. Nicht nur bei der Kistenraupe ist Geschicklichkeit angesagt. Jede Teilnehmerin beziehungsweise jeder Teilnehmer steht auf einer Kiste, die letzte Kiste wird weggenommen und an den Anfang durchgereicht. Es darf keiner der Gruppe den Boden berühren, hierbei ist eine Strecke von zehn Metern zu überwinden.

Beim Zielspritzen gilt es, Tennisbälle die auf Pylonen platziert sind, möglichst schnell hintereinander „herunterzuschießen“.

Brandneu ist die Station „heißer Draht“. Dieser wird von der Jugendfeuerwehr des Landkreises zur Verfügung gestellt. Ziel ist es hier, geschickt ein Strahlrohr so schnell wie möglich vom Start ins Ziel zu führen, ohne dabei den Rand zu berühren.

Das Strahlrohr ist an eine Spannungsquelle angeschlossen und bildet einen unterbrochenen Stromkreis. Wird der Rand berührt, so schließt sich der Stromkreis und ertönt ein Ton- und Lichtsignal.

An der Station „Schutzkleidung“ werden verschiedene Anziehsachen bereit gelegt. Jede Gruppe muss hier die zur Feuerwehr gehörenden Teile raussuchen und entsprechend anordnen, so dass am Ende Stiefel – Hose – Gurt - Jacke – Handschuhe – Helm in der richtigen Reihenfolge angeordnet sind.

An der Station „kranker Ball“ gilt es, einen Ball mit einer Krankentrage durch einen Hindernisparcours zu befördern. Beim Überwinden der Hindernisse, darf der Ball natürlich nicht von der Trage fallen.

Was wäre die Feuerwehr ohne Wasser, deshalb darf das natürlich bei den Kindern nicht zu kurz kommen. Die Tage einer Eimerkette als Löschmittel im Einsatz sind zum Glück lange vorbei. Spaß macht es den Kids jedoch allemal, mit einem kleinen Becher möglichst schnell einen Eimer mit Löschwasser zu befüllen.

Vier Schwürbitzer Familien stellen ihre Anwesen zur Verfügung

Als besonders gastfreundlich zeigen sich die Schwürbitzer Familien Vonberg, Imhof, Motschenbacher und Lindner. Sie stellen ihre Anwesen für die Stationen rund um das Feuerwehrhaus zur Verfügung. Viele Schwürbitzer Familien spenden zudem leckere, selbst gemachte Kuchen und Torten. Wünschenswert ist ein breites Interesse der Öffentlichkeit. Die Erwachsenen können sich vom Enthusiasmus und dem Eifer der Feuerwehrkinder gerne einfach anstecken lassen. Da die Zukunft des Feuerwehrwesens auf Ehrenamtlichkeit beruht, geht es bei jeder einzelnen Feuerwehr immer wieder darum, begeisterungsfähige Menschen, Kinder und Jugendliche für den Feuerwehrdienst zu gewinnen.

Weitere Informationen zu den heimischen Feuerwehren gibt es auf den Internetseiten des Kreisfeuerwehrverbandes Lichtenfels unter www.kfv-lichtenfels.de. (red)

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