BAMBERG

„Keller Fetztival“ auf dem Wilde-Rose-Keller in Bamberg

„Keller Fetztival“ auf dem Wilde-Rose-Keller in Bamberg
Unter dem Motto „Bier gewinnt!“ präsentieren Davin Daam Res Richter und Christoph Lambertz Lieder und Geschichten rund ums Bier. Foto: Claudia Eckstein

Der Veranstaltungsservice Bamberg, der „Wilde-Rose-Keller“ und „Kellerkommando“ veranstalten wieder das „Keller Fetztival“. Diesmal sogar über zwei Tage hinweg! Die Idee dahinter stammt direkt von der Band „Kellerkommando“ und wurde erstmals 2020 erfolgreich umgesetzt. Der „Wilde-Rose-Keller“ in Bamberg wird zur Festival-Location und bietet folgenden Künstlern eine Bühne: am Freitag, 10. September, ab 18 Uhr (Einlass 16 Uhr) „Kaufmannsware“, „Boxgalopp“ und „häisd'n'däisd vomm mee“ und am Samstag, 11. September, ab 17 Uhr (Einlass 16 Uhr) „Bier gewinnt!“, „Second Try“ und „Kellerkommando“.

Freitag: „Boxgalopp“, „häisd'n'däisd vomm mee“ und „Kaufmannsware“

„Boxgalopp“ steht für wilde Volxmusik mit X aus Franken und dem Rest der Welt. Das Musikerkonglomerat um den Bamberger Musiker und Bayerischen Dialektpreisträger David Saam hat sich dem wilden, frechen und ungestümen Musizieren verschrieben. Dabei sehen sich die Boxgalopper in der Tradition der Musikanten vergangener Generationen: Sie wühlen tief in Opas und Omas Notenschatzkiste, um wahre Perlen fränkischer und außerfränkischer Musikkultur ans Tageslicht zu bringen.

Im großen Volksmusik-Kochtopf werden diese regionalen und biologisch einwandfreien Schätze einmal kräftig durchgerührt und mit den „Boxgalopp“-typischen Gewürzen abgeschmeckt: Leidenschaft, Spielfreude und Energie. Am Schluss werden wunderschöne Musikleckerbissen zum Tanzen, Zuhören und Mitsingen auf den Teller gezaubert. Kein Wunder also, dass auf Boxgalopp-Konzerten Ein- bis 99-Jährige fröhlich durcheinander hüpfen und miteinander tanzen. Oder einfach andächtig lauschen und genießen ...

Die „wilden Schlehen aus der Rhön“ nehmen sich gern selbst auf den Arm

„Kaufmannsware“ – die „wilden Schlehen aus der Rhön“ –, das ist die schönste Frauencombo, die die Rhön zu bieten hat. Es ist halt auch die einzige. Die Vier haben ihre Wurzeln in der Familie Kaufmann und machen sich seit 2009 musikalisch und mit spitzem Mundwerk über alles her, was sie bewegt.

Am liebsten jedoch nehmen sie sich selbst auf den Arm – ob rein instrumental in fränkischer Besetzung (Klarinette, Trompete, Akkordeon, Tuba) oder in Form von Selbstgemachtem mit mehrstimmigem Gesang: Erlaubt ist, was gefällt!

Zielgerichtet und mit Humor Missstände benennen

„häisd'n'däisd vomm mee“ finden: „Eigentlich ghört draufghaut“. Das denkt man sich ja schon häufiger. Wenn es beim „Eigentlich“ und beim „Denken“ bleibt, muss man sich über etwaige Aggressionsübersprünge keine großen Sorgen machen. Wobei das kein Postulat dafür sein soll, Missstände zu übersehen oder gar zu ignorieren. Vielmehr geht es darum, etwas zu bemerken und zielgerichtet anzusprechen, dabei aber seinen Humor nicht zu verlieren.

„häisd `n`däisd“ begibt sich nun auf eine musikalische Reise, das Besagte zu benennen, wobei natürlich die ein oder andere Überraschung nicht fehlen darf.

Samstag; „Kellerkommando“, „Bier gewinnt!“ und „Second Try“

„Kellerkommando“ bietet fränkische Ohrwürmer mit fettem Wumms. Treibende Beats, fettes Gebläse von Trompete und Posaune, knarzend schöne Synthbässe und verflixt sexy Ohrwürmer (immer wieder diese fränkischen Ohrwürmer aus Uromas Plattenkiste!): Hier steckt viel Party drin, ein bisschen Ska, eine Prise Elektro, ein Batzen Punk, ein Hauch von Volksmusik, selbst Metaller schütteln fröhlich Haare und Beine.

Und das quer durchs ganze Land vom DeichbrandFestival in Cuxhaven bis hinaus über die Grenze zum Woodstock der Blasmusik in Österreich. Mit dem Goethe-Institut war das abgedrehte Musikkommando auch in Mexiko und der Ukraine und eroberte die Herzen des Publikums mit seinem charmant-mitreißendem Stil.

Mit dem Keller Fetztival erfüllt sich die Band einen lang gehegten Traum vom eigenen Festival dort, wo sie sich zuhause fühlt: Auf dem Bierkeller!

Eine lebendige Bühnenshow und handgemachte Musik

„Keller Fetztival“ auf dem Wilde-Rose-Keller in Bamberg
Auf eine Rock-Reise durch Raum und Zeit geht es mti "Second Try". Foto: red

Der Wiege des Rock'n'Roll – dem Blues – eben erst entstiegen sind die Männer von „Second Try“. Nach 30 Jahren „on the road“, nimmt die Band noch einmal richtig Fahrt auf. Deutlich härter und schneller ist es geworden, das Programm, der Zusatz „Bluesband“ im Bandnamen wurde kurzer Hand gestrichen.

Was bleibt: „Second Try“ überzeugt nach wie vor mit einer lebendigen Bühnenshow und handgemachter Musik, die mit viel Gefühl und Power auf die Bühne kommt. Von den Südstaaten der USA über Irland und England nach Australien, von den 1970-ern bis heute geht die Rock-Reise durch Raum und Zeit. Und ab und zu darf er dann doch noch durchblicken – good old Mr. Blues.

Köstliche Lieder und Geschichten rund ums Bier

Saam & Richter feat. Lambertz bieten unter dem Titel „Bier gewinnt!“ Lieder und Geschichten rund ums Bier. „Gedichte von Wassertrinkern sind in der Regel schlecht und geraten schnell in Vergessenheit.“ Schon der römische Dichter Horaz hatte den Bogen raus. Und der hat immerhin im ersten Jahrhundert vor Christus gelebt.

Es ist also klar: Bier gewinnt! Das wissen die beiden Franken und der eine Bayer, die das köstliche Programm mit Liedern und Geschichten rund ums Bier kredenzen, ganz genau. Sie sind als Musikanten von Berufs wegen mit der Materie bestens vertraut.

David Saam, Res Richter und Christoph Lambertz – allesamt Helden der alternativen Volxmusikszene – spielen auf insgesamt 15 Instrumenten, singen und erzählen Unerhörtes und Vergnügliches vom Hopfengold – ein feucht-fröhliches Programm mit viel Musik aus den letzten 500 Jahren Reinheitsgebot!

Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in allen gängigen Vorverkaufssystemen, unter Tel. (0951) 23837 oder unter www.kartenkiosk-bamberg.de. (red)

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