LICHTENFELS

Jugendfeuerwehren am Obermain: Die Planung bleibt schwierig

Jugendfeuerwehren am Obermain: Die Planung bleibt schwierig
Die Delegiertenversammlung der Jugendfeuerwehren des Landkreises Lichtenfels fand in diesem Jahr erstmals als Online-Konferenz statt. Foto: Markus Witzgall

In ungewohntem Rahmen fand in diesem Jahr die Delegiertenversammlung der Jugendfeuerwehren des Landkreises statt. Aufgrund der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie trifft man sich zu Besprechungen bereits seit Längerem nur noch online.

So kamen die Vertreterinnen und Vertreter der Jugendfeuerwehren auch in diesem Fall „nur“ virtuell zusammen. Kreisjugendfeuerwehrwart Kreisbrandmeister Tino Schamberger (Wallenstadt) konnte insgesamt 71 Teilnehmer online begrüßen.

In einem Grußwort wandte sich Kreisbrandrat Timm Vogler (Burkheim) an die Jugendvertreter. Corona-bedingt habe man im vergangenen Jahr zahlreiche Veranstaltungen absagen müssen. So seien unter anderem der Kreis- und Bezirksjugendfeuerwehrtag abgesagt worden. Eine Abnahme der Deutschen Jugendleistungsspange sei ebenso nicht möglich gewesen, wie die Jubiläumsveranstaltungen zahlreicher Feuerwehren.

2021 wird sicher auch kein normales Jahr

Die weitere Entwicklung sei derzeit noch nicht absehbar. Auch 2021 werde „sicher kein normales Jahr“ werden, so der Kreisbrandrat. Vogler richtete seinen herzlichen Dank an die Anwesenden für die stets unkomplizierte Zusammenarbeit und wünschte allen Gesundheit.

Die Entwicklung der Jugendfeuerwehren im vergangenen Jahr zeichnete Kreisjugendfeuerwehrwart Schamberger in seinem Bericht nach. Zum 31. Dezember 2020 waren von 57 gemeldeten Jugendfeuerwehren 45 als „aktiv“ gemeldet. Der Mitgliederstand habe sich mit insgesamt 327 Jugendlichen (Vorjahr: 326), davon 220 (218) Jungen und 107 (108) Mädchen, leicht positiv verändert. In der Summe seien, trotz der Beschränkungen, in den Jugendfeuerwehren des Landkreises 593 Stunden für feuerwehrtechnische Ausbildung sowie 391 Stunden für allgemeine Jugendarbeit aufgewendet worden. Der Mehraufwand für die Jugendwarte habe 1718 Stunden betragen.

Verschiedenes Material online zur Verfügung gestellt

Noch vor dem ersten Lockdown fanden die Delegiertenversammlung sowie die Fackelwanderung der Jugendfeuerwehren zum Kordigast statt. Schamberger dankte hier insbesondere der Feuerwehr Burkheim, die die Versorgung der rund 80 Teilnehmer übernommen hatte. Um den Beschränkungen Rechnung zu tragen, trafen sich die Jugendwarte am 4. Mai erstmals zu einer Online-Besprechung. Der Austausch habe seitdem überwiegend auf digitalen Kanälen stattgefunden.

Den Jugendfeuerwehren sei unter anderem Material in Form von Übungsanleitungen, Informationen oder auch zur Freizeitgestaltung für die Jugendlichen zur Verfügung gestellt worden, um eine fundierte Aus- und Weiterbildung weiterhin zu ermöglichen und die Jungen und Mädchen bei der Stange zu halten. Die Abgabe der Jahresberichte in „digital begleiteter Form“ habe sich im vergangenen Jahr bewährt, sodass man auch in diesem Jahr auf die kontaktlose Einreichung der Berichte der Jugendfeuerwehren zurückgreifen werde.

Auf Fördermöglichkeiten des Kreisjugendrings hingewiesen

Schamberger wies die Jugendwarte auf die Zuschussmöglichkeiten durch den Kreisjugendring Lichtenfels (KJR) hin. Der KJR fördere unter anderem Anschaffungen oder Übernachtungen. Außerdem stünde ein neuer Kleinbus zur Verfügung, der gegen geringes Entgelt für Tagesausflüge geliehen werden könne, so solche denn wieder stattfinden könnten.

Als geplante Termine im laufenden Jahr nannte Tino Schamberger eine Informationsveranstaltung zum neuen Jahresbericht der Jugendfeuerwehr Bayern am 20. März, einen Grillabend der Jugendwarte und Jugendsprecher am 8. Mai in Roth sowie die traditionelle Fackelwanderung am 6. November in Schney und eine Tagesveranstaltung am 12. Juni.

Kreisjugendfeuerwehrtag soll am 12. September stattfinden

Vieles sei im vergangenen Jahr ungewiss und für viele neu gewesen. Nur wenig habe man vorausplanen können und sei gezwungen gewesen, auch vieles wieder abzusagen. Dies alles habe die Verantwortlichen in den Jugendfeuerwehren anders als sonst gefordert und werde sie auch weiterhin fordern. Schamberger dankte den Jugendwarten sowie den Jugendsprechern für die Zusammenarbeit und das Durchhaltevermögen. Gemeinsam und mit vielen Ideen werde man auch die Zukunft meistern.

Für den Fachbereich „Wettbewerbe“ konnte Fachbereichsleiter Roland Dauer (Weismain) aus dem vergangenen Jahr wenig berichten, da vieles ausgefallen ist. Für das laufende Jahr sind die Abnahme der Deutschen Jugendleistungsspange am 17. Juli in Altenkunstadt sowie der Kreisjugendfeuerwehrtag am 12. September in der Kreisstadt zumindest geplant. Ein Termin für den Bezirksjugendleistungsmarsch ist derzeit noch nicht bekannt.

Leichter Überschuss mangels Ausgaben

Fachbereichsleiter „EDV“, Kreisbrandmeister Markus Skotnica (Michelau), informierte die Versammlung, dass im laufenden Jahr wieder Schulungen zur Verwaltungssoftware geplant würden. Inwieweit diese ab März bereits als Präsenzveranstaltungen organisiert werden könnten, sei aber ebenfalls noch nicht klar.

Dass die Finanzen der Jugendfeuerwehren des Landkreises in Ordnung sind, bescheinigten dem Kassierer, Kreisbrandinspektor Siegfried Hammrich (Püchitz), die Kassenprüfer Michael Haas und Michael Oppel. Mangels Ausgaben habe man im vergangenen Jahr einen leichten Überschuss erwirtschaftet.

Als Dankeschön werden die Teilnehmer an der Delegiertenversammlung in den nächsten Tagen noch ein kleines Überraschungspaket erhalten. (red)

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