BAMBERG

Installation in Bamberg: Verschlossenes Zelt als Mahnmal

Das ETA Hoffmann Theater will mit der Kunst-Installation „Universal refugee“ auf die Realität von Geflüchteten aufmerksam machen. Foto: ETA Hoffmann Theater

Das ETA Hoffmann Theater möchte mit der Kunst-Installation „Universal refugee“ (Initiatorin: Mareike Mikat/Stadttheater Ingolstadt) neben dem Kassenfoyer auf die Realität von Geflüchteten aufmerksam machen.

Stimmen aus dem Zelt

Montags bis samstags, von 10 bis 18 Uhr, steht ein verschlossenes Zelt neben dem Eingangsbereich des Theaters. Über eine im Innern angebrachte Audioanlage hört man in Wiederholung und in vier Sprachen einen Text von Franklin Sakep Ntsinjang, der 2015 selbst als unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter über Marokko und Spanien nach Deutschland kam.

In dem Text beschreibt Ntsinjang seine Sehnsucht nach fundamentalen Rechten des Lebens. Die temporäre Installation neben dem Theater versucht, die Realität einer oder eines Geflüchteten an den europäischen Außengrenzen und in den Auffanglagern im Mittelmeerraum für Bürgerinnen und Bürger erfahrbar und hörbar zu machen.

Rückbesinnung auf humanistische Grundwerte

Ziele der Aktion sind unter anderem eine Rückbesinnung auf humanistische Grundwerte der EU, die Verantwortung Deutschlands, diese Grundwerte uneingeschränkt zu vertreten, sowie die Verlagerung der Debatte in eine konstruktive Arbeit mit Geflüchteten, ihren Anliegen und Grundrechten. (red)

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