LICHTENFELS

Im vergangenen Jahr 126 Mal im Einsatz

Einer der 126 Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr Lichtenfels im Jahr 2020 fand am Gelände des Aero Clubs Lichtenfels statt, ein Transportfahrzeug in Brand geraten war.Archivfoto: Markus Drossel Foto: Markus Drossel

Im Mittelpunkt der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Lichtenfels standen die Berichte des Vorsitzenden und des Kommandanten.

Ab Mitte März 2020 keine Veranstaltung mehr möglich

Vorsitzender und Erster Bürgermeister Andreas Hügerich ging zunächst näher auf das Vereinsleben der 205 Mitglieder umfassenden Lichtenfelser Wehr im vergangenen Jahr ein. Das fiel natürlich sehr mager aus, da durch die Corona-Pandemie die meisten der vorgesehenen Events nicht stattfinden konnten. Zunächst ging 2020 noch relativ normal los mit dem traditionellen Stärkeantrinken und einem Spintessen bei den Seubelsdorfer Kameraden im Januar. Es folgten eine Einladung zu einem Essen beim Patenverein Ebersdorf im Februar sowie der Besuch des Festabends anlässlich der 300-Jahr-Feier des Patenvereins aus Ebersdorf verbunden mit der Überreichung eines Erinnerungsfahnenbandes am 7. März. Ab Mitte März war dann kaum mehr ein Event möglich. Je zwei Vorstands- und Löschmeistersitzungen – teils virtuell über Teams – wurden noch abgehalten. Im Oktober besuchte man außerdem den Vortrag des Kameraden Ralf Jahn zum Thema „Die Feuerwehrbereitschaft Itz“.

Hügerich bedankte sich bei den Mitgliedern für das gute Miteinander. Sein Dank galt besonders seinen beiden Stellvertretern Michael Haas und Stefan Hönninger für die Unterstützung sowie den Aktiven mit den beiden Kommandanten an der Spitze, die sich zu jeder Tages- und Nachtzeit für ihre in Not geratenen Mitmenschen eingesetzt haben.

Ein besonderer Dank galt den zahlreichen Firmen, die die Feuerwehr auf unterschiedliche Art unterstützten. Zum Schluss begrüßte der Bürgermeister noch in seiner Funktion als Vorsitzender der Wehr die neu aufgenommenen Mitglieder: Volker Großmann, Simone Großmann, Teresa Wang, Sven Hönninger, Björn Schaar, Rosi Haas, Holger Reinlein, Julian Schaad und Nico Goller.

65 aktive Feuerwehrfrauen und -männer

Den Bericht der Aktiven erstattete der Kommandant Andreas Lehe. Demnach absolvierten die 65 aktiven Feuerwehrleute, worunter sich sieben Führungsdienstgrade, 21 Fahrer mit Führerschein der Klasse C/CE und zehn Drehleitermaschinisten befinden, im vergangenen Jahr 126 Einsätze. Diese gliedern sich in 32 Brandeinsätze, 65 technische Hilfeleistungen (Hilfe bei Verkehrsunfällen, Sturmschäden, Ölspuren, Überflutung), 28 Sicherheitswachen und einen ABC-Gefahrstoff-Einsatz auf. Zudem stehen der Stützpunktfeuerwehr 27 Atemschutzgeräteträger zur Verfügung.

Neun Jugendliche absolvieren zwölf Übungen

Der Jugendwart Michael Haas kann auf neun Jugendliche, davon zwei Mädchen, zurückgreifen, die im vergangenen Jahr zwölf Übungen absolvierten. Als Neuzugänge wurden Sven Hönninger und Björn Schaar aufgenommen, Fabian Hümmer und Teresa Wang traten zur aktiven Wehr über. Außerdem nahm man im Februar an der Fackelwanderung der Jugendfeuerwehren des Landkreises zum Kordigast teil.

Ute Bauer trug den von Julia Kubat verfassten Bericht der Kinderabteilung vor. Im Jahr 2020 setzte sich die Kinderfeuerwehr aus acht Jungen und acht Mädchen zusammen, um die sich drei Betreuer kümmerten. Wie immer werden die Übungen im Zwei-Wochen-Rhythmus mit der Jugendwehr abgehalten, um die größeren Kinder an die Jugend heranzuführen und um von ihnen lernen zu können.

Auf Lichtenfelser Feuerwehr sei stets Verlass

Kreisbrandrat Timm Vogler stellte in seinem Grußwort die Stadtfeuerwehr Lichtenfels als die größte Wehr im Landkreis heraus, auf die er sich während seiner fast zehnjährigen Tätigkeit stets verlassen konnte. So habe man die Feuerwehrbedarfsplanung gemeinsam mit dem Bürgermeister und den Mitgliedern des Stadtrates einvernehmlich und einschließlich der Stadtteilwehren auf den Weg gebracht.

Eine Feuerwehr sei ein Mikrokosmos. Jedes Mitglied habe eine eigene Persönlichkeit und einen eigenen Charakter, und das zeichne eine Feuerwehr als die größte ständig einsatzbereite Bürgerinitiative aus, sowohl auf den Landkreis als auch auf ganz Bayern bezogen.

Bevölkerung warte auf Hilfe, und die leiste die Feuerwehr

Er sprach auch die schlimmen Hochwasserereignisse an, die auch den Landkreis betrafen, wenn auch nicht so stark wie in anderen Regionen. „Die Bevölkerung wartet in solchen Fällen darauf, dass Hilfe kommt, und die leistet die Feuerwehr“, unterstrich Timm Vogler voller Überzeugung. Er stellte den Bürgermeistern der elf Kommunen des Landkreises ein großes Lob aus, die alle hinter ihrer Feuerwehr stehen würden. Im Fall der Stadtfeuerwehr würdigte er besonders den Einsatz von Andreas Hügerich und seiner Stellvertreterin Sabine Rießner.

Schlagworte