BAYREUTH

IHK-Hauptgeschäftsführerin Gabriele Hohenner verabschiedet

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IHK-Hauptgeschäftsführerin Gabriele Hohenner (Mi.) wurde im Rahmen eines Festaktes feierlich verabschiedet (v. li.): Dr. Michael Waasner, Präsident der IHK für Oberfranken Bayreuth, Heidrun Piwernetz, Regierungspräsidentin von Oberfranken, Sonja Weigand (IHK-Präsidentin 2017 bis ... Foto: Thorsten Ochs

Viele emotionale Momente gab es, als Gabriele Hohenner, Hauptgeschäftsführerin der IHK für Oberfranken Bayreuth, in der Bamberger Konzert- und Kongresshalle verabschiedet wurde. Am Ende gab es Standing Ovations von den Ehrengästen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung.

Über 30 Jahre lang hat sich Hohenner für die Wirtschaft Oberfrankens eingesetzt, seit 1987 beim Landesverband des Bayerischen Einzelhandels in Bayreuth, ab 1990 in der IHK für Oberfranken Bayreuth. Bis 1990 war sie während einer Übergangszeit für beide Institutionen tätig. 2000 wurde sie zur Justiziarin der IHK bestellt, 2013 zur stellvertretenden Hauptgeschäftsführerin und 2017 zur Hauptgeschäftsführerin ernannt. Zusammen mit IHK-Präsidentin Sonja Weigand bildete sie von 2017 bis 2022 die erste weibliche Doppelspitze in einer deutschen IHK.

Dr. Michael Waasner: Herzblut und Leidenschaft

In seiner Laudatio lobte Dr. Michael Waasner, Präsident der IHK für Oberfranken Bayreuth den unbedingten Einsatz Hohenners: „Sie werden in der Industrie- und Handelskammer eine große Lücke hinterlassen, denn Sie haben in der IHK nicht einfach ,nur‘ gearbeitet – Sie haben Ihre Arbeit gelebt. Für Ihre Themen haben Sie sich mit Herzblut und Leidenschaft eingesetzt und gekämpft.“

Er lobte ihre Kompetenz, ihr Fachwissen, ihre Durchsetzungsstärke und ihr Charisma. Dr. Waasner: „Dabei haben Sie sich ein entsprechendes Standing erarbeitet, nicht nur unter oberfränkischen Unternehmen, sondern auch in der bundesweiten IHK-Welt und in der Politik.“

Aus Studienkolleginnen werden Freundinnen fürs Leben

Heidrun Piwernetz zeigte sich sichtlich gerührt, dass sie einmal als Regierungspräsidentin Hohenner in ihrer Funktion als IHK-Hauptgeschäftsführerin verabschieden würde, hatten doch beide ihr Studium an der Universität Bayreuth gemeinsam absolviert. Sie bedankt sich beim Gatten Horst Hohenner, der „schuld“ daran ist, dass sie Oberfranken treu geblieben ist, obwohl sie schon nach Studienbeginn schnell wieder aus Bayreuth weg wollte.

„Abschiede sind Tore in eine neue Welt“ zitiert sie Albert Einstein. „Bis zum Tor können wir Dich begleiten.“ Hohenner hat die IHK und Oberfranken entscheidend mitgestaltet, zeigt sich Piwernetz überzeugt. „Du hast gezeigt, dass auch Juristen IHK können“, so die Regierungspräsidentin.

Hohenner: Politisch, aber nicht parteipolitisch

„Jahrzehntelang kenne ich Gabi Hohenner nicht. Für Dich mache ich aber alles!“, so der Hauptgeschäftsführer der bayerischen IHKs (BIHK), Dr. Manfred Gößl. Er stellte insbesondere die politische Vernetzung von Gabriele Hohenner heraus. Sie sei eine sehr politische, aber keine parteipolitische Frau. Hohenner, gebürtige Schwäbin, vereine das Beste aus beiden Welten, aus der schwäbischen und der fränkischen: absolute Verlässlichkeit und Geradlinigkeit.

Überwältigt, gerührt und dankbar zeigte sich die scheidende IHK-Hauptgeschäftsführerin von den Worten der Laudatoren. „Sprachlos bin ich aber auch heute nicht“, griff sie eine Aussage Gößls auf. Die Arbeit für die oberfränkische Wirtschaft sei unvorstellbar abwechslungsreich gewesen. Sie ist stolz auf ihr Team, das sich gerade während der Pandemie zu Höchstleistungen aufgeschwungen habe. Ihr Dank ging aber auch an das Ehrenamt und die Unternehmen: „Danke an meine Unternehmen, die mich unterstützt haben und die ich gerne unterstützt habe.“

Hohenner beendete ihre Tätigkeit bei der IHK am Ende Juli. (red)

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