LICHTENFELS

HOS Lichtenfels: Schüler als junge Demokraten

Lena und Christian aus der Klasse 8a bei der Stimmabgabe. Foto: Red

Der Start ins neue Schuljahr – für alle Beteiligten in der Schule ist das immer eine aufregende Zeit. Für die Schülerinnen und Schüler der Herzog-Otto-Mittelschule Lichtenfels war die erste Woche in diesem Jahr aus einem weiteren Grund eine Besonderheit.

„Wir als Mittelschule legen in unserem Schulentwicklungsprogramm großen Wert auf eine demokratische Grundbildung. Mit dem Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ haben wir eine wichtige Säule miteinander aufgebaut. Als weitere Maßnahme wollten wir unseren Schülern kurz vor der Bundestagswahl die U18-Wahl ermöglichen“, erzählt der Schulleiter Bernd Schick.

Unter Federführung von zwei Wahlvorständen

Unter Federführung der beiden Wahlvorstände Sebastian Unger und Oliver Leidnecker sowie Steffen Biskupski, dem oberfränkischen Beauftragten für Demokratie und Toleranz, der selbst als Lehrkraft an der Schule tätig ist, wurde ein Wahllokal eingerichtet.

„Durch die Auseinandersetzung mit politischen Fragestellungen merken die Jugendlichen, dass Politik durchaus jeden von uns betrifft.“
Steffen Biskupski, Beauftragter für Demokratie

Unter anderem mithilfe des Wahl-O-Mat beschäftigten sich die Jugendlichen mit ihren Klassenlehrkräften in den ersten Schultagen mit Fragen wie „Generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen?“ oder „Wahlalter bei Bundestagswahlen ab 16 Jahren?“

„Jeder sollte sich dabei zu unterschiedlichsten Themen eine Meinung bilden und sich positionieren!“, erläutert Herr Biskupski. „Durch die Auseinandersetzung mit politischen Fragestellungen merken die Jugendlichen, dass Politik durchaus jeden von uns betrifft.“

Endlich kommt die Stimmabgabe

Und dann war es soweit: Die Schüler durften in das Wahllokal kommen, auf den Wahlzetteln ihre Kreuzchen bei Erst- und Zweitstimme setzen und dann zum ersten Mal in ihrem Leben ihren Stimmzettel in die Wahlurne werfen. Die Wahlvorstände Oliver Leidnecker und Sebastian Unger passten dabei genau auf, dass die Wahl nach den üblichen Grundsätzen ablief, also zum Beispiel eine geheime Wahl war, bei der die Wähler frei in ihrer Wahlentscheidung waren.

Eine große bildungspolitische Initiative

Bereits seit 1996 können Kinder und Jugendliche ihre Stimme bei kommunalen, landes- und bundesweiten Wahlen abgeben - mittlerweile ist die U18-Wahl eine der größten gesellschafts- und bildungspolitischen Initiativen in Deutschland.

Für die U18-Bundestagswahl 2021 konnte der Bayerische Jugendring eine Rekordbeteiligung vermelden: In knapp 700 Wahllokalen bayernweit nutzen rund 68 000 Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, ihre politische Haltung auszudrücken und zu zeigen, dass sie wählen möchten.

Herr Leidnecker, selbst auch ein politisch interessierter Mensch, findet es wichtig, dass sich Kinder und Jugendliche frühzeitig mit dem demokratischen System auseinandersetzen und vor allem selbstbestimmt eine politische Meinung bilden können.

„Damit ist ein politischer Meinungsbildungsprozess in Gang gebracht, den wir fördern möchten!“
Bernd Schick, Schulleiter

Und dann waren alle an der Schule gespannt, wie die U18-Wahl in Lichtenfels und ganz Deutschland und darüber hinaus die „große Bundestagswahl“ ausgehen wird.

Gespannt auf die Bundestagswahlen

Sicher verfolgten viele interessiert die Hochrechnungen und Wahlergebnisse Ende September, um am darauf folgenden Tag in der Schule mit ihren Lehrkräften diskutieren: „Damit ist ein politischer Meinungsbildungsprozess in Gang gebracht, den wir fördern möchten!“, resümiert der Schulleiter.

 

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