LICHTENFELS

Homepage für Katholiken: Willlkommen auf der Zuhauseseite

Dekan Lars Rebhahn (li.) und Webmaster Clemens Grünbeck präsentieren die neue Homepage. Foto: red

„Zuhauseseite.“ Die wörtliche Übersetzung von „Homepage“ hört sich nicht so an, als wolle sie einem wirklich etwas sagen - allenfalls: „übersetz mich lieber nicht!“

Was in den meisten Fällen wahrscheinlich stimmt, gilt nicht für den neuen Internetauftritt www.katholisch-Landkreis-Lichtenfels.de

Im Gegenteil: „Zuhauseseite“ beschreibt sogar sehr gut, worum es Dekan Lars Rebhan und Dekanatsreferent Clemens Grünbeck, den Erstellern dieser Seite geht. „Die katholische Kirche in unserem Landkreis ist wie ein großes Haus“, sagt Rebhan, „mit vielen Räumen, Angeboten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wir möchten die Türen aufmachen und einladen, in dieses Haus zu kommen. Wer es von außerhalb betreten möchte, soll sich darin zurechtfinden und wer hier wohnt, sich darin zuhause fühlen.“

Dementsprechend bietet die Homepage einen Überblick über kirchliche Strukturen und verlinkt auf alles, was an katholischer Kirche im Landkreis Lichtenfels zu finden ist. Nicht nur Verbände, Einrichtungen, Kindergärten und Pfarrämter findet man dort, sondern auch alle kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, grundsätzliche Informationen zu den neuen Strukturen im Dekanat Coburg und in den Seelsorgebereichen, einen ausführlichen Artikel zur Geschichte des Dekanats, grafische Darstellungen, sowie Auflistungen aller 120 katholischen Kirchen, Filialen und Kapellen im Landkreis. Wer sich über Angebote und Gruppen in einer bestimmten Pfarrei informieren möchte, oder Kontakt zu einem Seelsorger vor Ort wünscht, findet den Zugang über Links zu allen aktuell verfügbaren Pfarreihomepages.

„Das neu gegründete Dekanat ist wie eine Ellipse mit

zwei Brennpunkten.“

Lars Rebhan, Dekan

Darüber hinaus vermittelt die Seite Informationen und Kontaktmöglichkeiten zu solchen Seelsorgeangeboten, die nicht an die Pfarreien gebunden sind, wie Klinik- und Notfallseelsorge, die beide in ökumenischer Zusammenarbeit organisiert werden. Mit der Verlinkung auf die Internet- und die Telefonseelsorge werden ausnahmsweise die Landkreisgrenzen überschritten.

Ansonsten hat man sich im Umfang bewusst auf das Gebiet des heimischen Landkreises beschränkt. „Das im September 2019 neu gegründete Dekanat Coburg, dem auch der Landkreis Lichtenfels angehört, ist wie eine Ellipse mit zwei Brennpunkten“, so der Dekan. Seiner Erfahrung nach orientiere sich aber das Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen nach wie vor an lokalen Strukturen, „und das sind nun mal der Wohnort und dann der Landkreis“. Auf einer Homepage für das gesamte Dekanat Coburg hätten außerdem viele Strukturen - nach Landkreisen getrennt - doppelt abgebildet werden müssen.

Anlass für die Erstellung der Homepage waren Erfahrungen im Zusammen-hang mit der Coronakrise. Der Lockdown brachte das kirchliche Leben in den Gemeinden fast vollkommen zum Erliegen. Schon nach kurzer Zeit entwi-ckelten sich in vielen Kirchengemeinden Hilfsangebote für ältere Menschen und so manche kreative Idee, trotz Versammlungsverbot kirchliches Leben und spirituelle Angebote über das Internet zugänglich zu machen. Ein Kinderkirchenteam aus Schwürbitz beispielsweise veröffentlichte regelmäßig aufwendig gestaltete Onlinegottesdienste für Kinder. „In dieser Phase suchten wir nach einer praktikablen Möglichkeit, solche Angebote in unserem Landkreis zusammenzuführen und zu koordinieren,“ meint Grünbeck. „Niemand käme auf die Idee, sich durch sämtliche Pfarreihomepages zu klicken!“

Mit den Homepages der einzelnen Pfarreien vernetzt

Das ist jetzt auch nicht mehr notwendig, denn man ist über das Redaktions-system der Diözese mit den Homepages der einzelnen Pfarreien vernetzt. So können die Redakteure vor Ort Informationen und Angebote, die über die Grenzen der Pfarrei hinaus interessant sein könnten, mit nur wenig Aufwand auf die neue Plattform hochladen.

Das Redaktionssystem ist einem Programm vergleichbar, das die Diözese Bamberg zur Erstellung und Pflege von Homepages bereitstellt. „Es ist dafür da, dass Pfarreien und kirchliche Einrichtungen in der Lage sind, ohne immense Kosten eine vernünftige und zeitgemäße Internetarbeit zu leisten“, erklärt Jürgen Eckert aus Bamberg, der das System seit fast 20 Jahren betreut und kontinuierlich weiterentwickelt. Er und sein Team unterstützten auch Dekan Rebhan und Dekanatsreferent Grünbeck bei ihrem Vorhaben.

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