SCHÖNSREUTH

Hochmotivierte Truppe bei der Feuerwehr Schönsreuth

Hochmotivierte Truppe bei der Feuerwehr Schönsreuth
Ehrungen bei der Freiwilligen Feuerwehr Schönsreuth: (vorne, v. li.) Helmut Geßlein, Heinz Anders, Reinhold Höhn, Georg Geißendorfer, (zweite Reihe, v. li.) die Ehrendamen Annemarie Müller und Sahra Geißendörfer, 1.Kommandant Marcel Schorch, Matthias Brückner, Michael Büttner, Ge... Foto: Herbert Pantel

Wegen der bekannten Einschränkungen für das Vereinsleben durch Covid-19 über die vergangenen zwei Jahre war der Rückblick des 1. Vorsitzenden der Feuerwehr Schönsreuth, Herbert Pantel, doch etwas frustrierend. Vor allem in Bezug auf die geplanten Unternehmungen des Vereins sowie auch in finanzieller Hinsicht. Doch mit der hervorragenden Einsatzbereitschaft und Motivation der Aktiven gehe man zuversichtlich in die Zukunft.

Die für 2020 geplanten Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen der Schönsreuther Wehr wurden zuerst verschoben und im Jahr 2021 ganz abgesagt. Da die Vorbereitungen schon sehr weit fortgeschritten und einige Investitionen getätigt waren, konnten die Ausgaben nicht ausgeglichen werden, berichtete Pantel

Ausrüstungsgegenstände auf eigene Kosten angeschafft

Trotz allem wurde weiter in die Verbesserung der Einsatzfähigkeit der Ortswehr investiert. So wurden Flachsauger, Schlauchaufroller, bessere Stiefel und Handschuhe im Vergleich zur Normausstattung angeschafft. Da es für solche Ausrüstungsgegenstände von der Stadt keine Bezuschussung mehr gibt, geht dieses rein zu Lasten der Vereinskasse, betonte der Vorsitzende. Glücklicherweise sei es gelungen, einige private Spender sowie die VR-Bank Lichtenfels- Ebern als Unterstützer zu gewinnen. „Ohne die großzügigen Spenden wären die Anschaffungen in diesem Umfang nicht machbar gewesen“, betonte Herbert Pantel. Es sei weiterhin das Ziel der Vereinsführung, die Aktiven bestmöglich auszustatten, auch wenn mit dem neuen Beschaffungsplan seitens der Kommune und Kreisführung die kleinen Wehren wesentlich schwerer an Erneuerungen kämen.

Wünschenswert wäre ein stärkere Einbindung in Einsätzen, waren sich die Feuerwehrleute einig. In Beisein der Zweiten Bürgermeisterin Sabine Rießner und des Feuerwehrreferenten Otto Dinkel wurde Kritik an den Alarmierungskriterien geäußert. Gerade bei Katastrophen wie dem Starkregen stünden die Feuerwehrmänner und -frauen bereit, zu helfen. Dafür sei auch die Ausrüstung angeschafft worden. Deswegen sei es schwer verständlich, dass Kameraden mancher Wehren mehrmals zu verschiedenen Objekten gerufen werden und nicht auf die Unterstützung bereitstehender ausgeruhter Kräfte zurückgegriffen werde

Hohe Anzahl von Einsatzstunden der Aktiven trotz Einschränkungen

Über die hohe Motivation seiner Truppe berichtete 1. Kommandant Marcel Schorch. Trotz der Einschränkungen durch die Pandemie seien mehr als 440 Einsatzstunden im ehrenamtlichen Dienst für die Allgemeinheit geleistet worden. Bei 13 Alarmierungen rückte die Wehr zu Einsätzen aus. Auch bei der Ausbildung waren die Möglichkeiten durch die Pandemie erschwert. So nahmen etliche Feuerwehrleute mit dem Tragspritzenfahrzeug am ADAC-Fahrsicherheitstraining in Schlüsselfeld teil.

Wegen des Starkregens wurde die Wehr am 9. Juli zum Restaurant „Dornröschen“ gerufen, weil Wasser durch die Tür eindrang. Gemeinsam mit den Kameraden aus Kösten und ihrem Wassersauger sowie Kameraden aus Schney wurde das Wasser schnell unter Kontrolle gebracht. Einige Kellerräume mussten dann noch trockengelegt werden. Die Reinigungs- und Aufräumarbeiten dauerten noch den nächsten Tag an.

Aufgrund der Erfahrungen des Starkregens wurde beschlossen, einen Wassersauger für rund 1000 Euro zu beschaffen, um noch besser Hilfe leisten zu können. Spontan entschieden sich Jens Zimmermann und Siegbert Koch, das Projekt mit einer großzügigen Spende zu unterstützen.

Vorgesehen ist der Aufbau einer Kinderfeuerwehr zusammen mit den Kameraden aus Kösten. Der Beginn hängt von der Entwicklung der Corona-Lage ab, da zurzeit keinerlei Aktivitäten in diesem Bereich stattfinden dürfen. Außerdem soll die Atemschutz-Ausbildung verstärkt werden, um die Tagesverfügbarkeit in der Alarmierungsgemeinschaft mit Kösten zu verbessern.

Per Handschlag wurden Alexander Rädlein und Fabian Seiler in den Kreis der Aktiven aufgenommen.

Vorfreude auf Maifeier, Johannisfeuer und Sommerfest

Das Vereinsleben soll in diesem Jahr wiederbelebt werden. Feste Termine sind das Aufstellen eines Maibaums am 30. April, das Johannisfeuer am 24. Juni und ein Sommerfest am 16. Juli. Gäste aus nah und fern sind willkommen.

Ehrungen

Da die Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen der Feuerwehr Schönsreuth ausgefallen sind, wurden die Ehrungen dieses Jahr nachgeholt.

Für 70 Jahre ausgezeichnet wurde Georg Geißendorfer, für 60 Jahre Reinhold Höhn und Heinz Anders. Für 50 Jahre Helmut Geßlein, Gerd Paschky und Siegbert Koch; für 40 Jahre Manfred Geißendörfer und Gerhard Döll. Seit 25 Jahren Mitglied sind Matthias Brückner, Kurt Büttner, Heiko Griebel, Michael Kosok, Markus Paul, Achim Seiler, Michael Büttner und Klemens Hofmann.

Sabine Rießner, Otto Dinkel und Siegbert Koch gratulierten im Namen der Stadt Lichtenfels

Heiko Griebel und Markus Paul erhielten zusätzlich die Ehrung für 25 Jahre aktiven Dienst. Besonders wurde dem Ehrenvorsitzenden Johann Pantel für seine großen Verdienste um die Schönsreuther Wehr mit einem Präsent, gedankt.

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