LICHTENFELS

Heizungsrechnung bringt ins Schwitzen

Der Lichtenfelser BN-Kreisvorstand gab wichtige Tipps zum Thema „richtiges Heizen im Winter“. Foto: Jan Ebert

Bei der jüngsten Besprechung des Lichtenfelser BN-Kreisvorstandes stand das Thema „Richtiges Heizen im Winter“ im Mittelpunkt. Die Energiepreise in Deutschland sind in den letzten Monaten auf Rekordwerte gestiegen, bei einer 100-Quadratmeter-Wohnung liegen die Gas-Kosten derzeit bei ungefähr 110 Euro pro Monat.

Zudem schadet die Verbrennung von Gas und Öl unserem Klima. Dabei kann man mit einigen wenigen Maßnahmen die Heizkosten erheblich verringern und damit zugleich das Klima schützen. Die Kreisgruppe Lichtenfels des BUND Naturschutz in Bayern gibt fünf Tipps fürs effektive Heizen: „Jedes Grad weniger Raumtemperatur spart rund sechs Prozent Energie!“, meinte BN-Ortsgruppenvorsitzender Günter Lutz.

„Jedes Grad weniger

Raumtemperatur spart rund sechs Prozent Energie!“

Günter Lutz, BN-Ortsgruppenvorsitzender

Deshalb solle man genau überlegen, wie warm ein Raum tatsächlich sein müsse. In der Küche reichten oft schon 18 oder 19 Grad, da Herd und Kühlschrank mitheizten. Im Schlafzimmer genügten sogar schon 17 Grad, um eine geruhsame Nacht zu haben.

Günter Lutz hob hervor: „Die Ersparnis ist enorm: Wer in einer 100-Quadratmeter-Wohnung die Temperatur nur um ein Grad senkt, spart knapp sieben Euro Gaskosten im Monat, wird die Heizung noch weiter runtergedreht, erhöht sich die Ersparnis entsprechend.“

Günther Scheler ergänzte: „Egal, ob der Heizkörper auf fünf oder drei gestellt wird, der Raum heizt gleich schnell auf – nur auf fünf wird viel mehr Energie verbraucht. Die Stufen des Thermostatventils stehen nur für die Höchsttemperatur, die erreicht werden soll. Auf Stufe drei heizt man beispielsweise auf angenehme 20 bis 21 Grad.“

„Richtig heizen im Winter heißt vor allem, möglichst wenig Wärme entweichen zu lassen. Um den Wärmeverlust über die Fenster zu verringern, sollten daher bei Einbruch der Dunkelheit die Rollläden runtergelassen und Vorhänge oder Jalousien geschlossen werden“, so Schatzmeisterin Fritzi Fischer.

Kreisvorsitzender Anton Reinhardt wies auf die hohen Energiekosten mit steigender Tendenz hin und riet deshalb zu Sparmaßnahmen: „In der Nacht sollte die Raumtemperatur etwa im Wohnzimmer um etwa fünf Grad reduziert werden. Steht sie tagsüber auf dreieinhalb sollte sie also auf zwei runtergedreht werden. Bei modernen Fußbodenheizungen mit elektronischer Steuerung sollte man analog entsprechende Einstellungen vornehmen.

Achtung: Die Heizung nicht komplett runterfahren! Auch nicht, wenn die Wohnung für einige Tage nicht bewohnt ist.

Die Wohnung und auch das Mobiliar kühlen zu sehr aus und es dauert umso länger, wieder eine wohnliche Temperatur in den Raum zu bekommen. Das kostet jede Menge Energie.“

„Neben dem richtigen Heizen ist auch das richtige Lüften enorm wichtig, um Energie zu sparen. Ziel ist ein effizienter Luftaustausch in möglichst kurzer Zeit.“
Claudia Drenda, Bund Naturschutz

Beisitzerin Claudia Drenda warnte vor dauergekippten Fenstern: „Neben dem richtigen Heizen ist auch das richtige Lüften enorm wichtig, um Energie zu sparen. Ziel ist ein effizienter Luftaustausch in möglichst kurzer Zeit; auch in Anbetracht der Corona-Pandemie. Das geht am besten, indem man morgens und abends für ein paar Minuten die Fenster weit öffnet – am besten Querlüften. Bei Kippfenstern dauert der Luftaustausch sehr lange, die Wohnung kühlt aber trotzdem aus, vor allem das Mauerwerk um das Fenster herum, was wiederum bewirkt, dass sich der Raum nach dem Lüften langsamer wieder aufheizt. Wichtig beim Stoßlüften: Vorher das Thermostatventil herunterdrehen!“

Der Ebensfelder Ortsgruppenvorsitzende Ludwig Wendler fasste zusammen: „Am wenigsten Energie fürs Heizen braucht man, wenn das Haus keine Energie verliert. Je besser die Dämmung und je energiesparender die Fenster sind, desto mehr sinkt der Energieverbrauch fürs Heizen. Holen Sie sich Rat bei der staatlichen Energieberatung, Heizungsfachbetrieben oder nutzen Sie Ihre Möglichkeiten als Hausbesitzer. Der Staat bietet dafür attraktive Förderungsmöglichkeiten an.“

Bund Naturschutz

Der Bund Naturschutz ist mit über 261 000 Mitgliedern (1030 im Landkreis Lichtenfels) der größte Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Er setzt sich nach eigenen Angaben „für unsere Heimat und eine gesunde Zukunft unserer Kinder ein – bayernweit und direkt vor Ort. Und das seit über 100 Jahren.“ Der BN ist darüber hinaus starker Partner im deutschen und weltweiten Naturschutz. Als Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist der BN Teil des weltweiten Umweltschutz-Netzwerkes Friends of the Earth International.

Rückblick

  1. Corona-Tagebuch: Die Sache mit dem Mitesser
  2. Konzert für die Ukraine: Mit „Imagine“ Hoffnung geschenkt
  3. Corona-Tagebuch: Kitzmann-Bier und die Jugend
  4. Forschung in Coburg: Leuchtturm in der Plastikflut
  5. Ausstellung: „Minijob – Armutsfalle oder Chance“
  6. Corona-Tagebuch: Die alles rettende Lüge
  7. Ukraine-Hilfe: Tom Sauer macht sich auf den Weg
  8. Corona-Tagebuch: Die Liebe und das Krustenbratenöl
  9. Menosgada oder Menostada: Das ist die Frage
  10. HMS-Sonderaktion Ukraine: Bands rocken für die gute Sache
  11. Corona-Tagebuch: Die Brille immer aufsetzen
  12. HMS-Sonderaktion Ukraine: Ebensfelder zeigen Herz
  13. Corona-Tagebuch: Die ganz große Freiheit
  14. Universität Bayreuth: Forschen für den Frieden
  15. HMS-Sonderaktion „Ukraine“: Vier Bands für eine gute Sache
  16. Corona-Tagebuch: Die Kunst der Beobachtung
  17. Corona-Tagebuch: Glück, Geld und eine alte TV-Show
  18. Bei Friedensaktion klares Stellung gegen den russischen Angriffskrieg gezogen
  19. Prof. Madison Wooldridge: Eine Texanerin in Lichtenfels
  20. Ausstellung: Das Erleben Geflüchteter im Fokus
  21. Ukraine-Konzert: Mit Bob Dylan für die gute Sache
  22. Corona-Tagebuch: Die Sache mit der Zögerlichkeit
  23. Buch-Tipps für Familien: Groß, größer, Großeltern
  24. Corona-Tagebuch: „Leben Sie in einer Beziehung?“
  25. FrankenwaldSteig: 243,5 Kilometer Wege für Wanderfans
  26. Corona-Tagebuch: Der Tod und der Sinn des Lebens
  27. Ebracher Baumwipfelpfad: Wettbewerb für findige Köpfe
  28. Geldregen für Creapolis der Hochschule Coburg
  29. Corona-Tagebuch: Die Liebe und das Kinderzimmer
  30. Speed-Woche für Jugendliche und Arbeitgeber in Coburg
  31. Spielzeugmuseum Neustadt bittet um Mithilfe für Ausstellung
  32. Desginerpuppen im Spielzeugmuseum Neustadt bei Coburg
  33. Corona-Tagebuch: Die Flinte im Kinderwagen
  34. Corona-Tagebuch: Pfefferonen statt Speiseöl
  35. Drei Power-Frauen für den FC Trieb
  36. Geschlechtergerechtigkeit Thema an der Hochschule Coburg
  37. Neue Außenküche für die Kita „Haus Löwenzahn“ in Schney
  38. Corona-Tagebuch: Öfter mal was Neues wagen
  39. Ausstellung zu psychischen Erkrankungen in Kronach
  40. Corona-Tagebuch: Schmerzhafter Kontrast
  41. Kita Seubelsdorf: Die Normalität kehrt zurück
  42. Johannisthal: Aktion Roman bittet weiter um Spenden für die Ukraine
  43. Bäckerei Fuchs spendet 15.000 Euro für Geflüchtete
  44. Corona-Tagebuch: Wenn Musik die Unterhaltung stört
  45. Smartphone-Kurse für Senioren in Kulmbach
  46. Corona-Tagebuch: Zwei Tage Auszeit
  47. Mit dem 3Fmobil in Oberfranken die Freizeit genießen
  48. Theater aus Bamberg und Coburg setzen ein Zeichen
  49. Corona-Tagebuch: Kutsche oder Rikscha?
  50. Innenarchitektur: in Coburg in acht Semestern zum Titel

Schlagworte