LICHTENFELS

Hausrotschwänze schon wieder oder noch da?

Der Hausrotschwanz wurde in den Lichtenfelser Mainauen fotografiert. Foto: Thomas Neder

Als ehemaliger Bewohner von Felsen und Schluchten ist der Hausrotschwanz mittlerweile ein häufiger, aber eher unscheinbarer Sänger in den Hausgärten. Gerne nimmt er auch Weichfutter an den Fütterungen auf. Gemäß seiner ursprünglichen Heimat brütet er in Mauernischen und Löchern oder unter Dachbalkon und in Nistkästen, die für Nischenbrüter konzipiert sind.

Ob ein Hausrotschwanzpaar in den Lichtenfelser Mainauen wirklich hier einen Überwinterungsversuch wagt, oder extrem früh von seinem Winterquartier zurückgekehrt ist, weiß man nicht. In milden Wintern überwintert er, wie Beobachtungen zeigen, zunehmend auch bei uns. Der Klimawandel lässt grüßen.

Sein Frühlingslied in weißer Winterlandschaft und seine emsige, etwas hektische Futtersuche wirken jetzt mitten im Winter jedenfalls gewöhnungsbedürftig. Der Gesang des Hausrotschwanzes kann es an Klangfülle und klaren vollen Tönen sicherlich nicht mit den Spitzensängern aufnehmen. Dennoch haben seine etwas geknirscht und gepresst wirkenden Gesangsstrophen etwas sehr Melancholisches und Weiches.

Hausrotschwanz vertritt das Genre der Melancholie

Der Hausrotschwanz vertritt das Genre der Melancholie. Man hört sein weit tragendes Lied schon sehr zeitig in der Morgendämmerung. Es beginnt mit einem „jirrr titititit“, wobei nach einer kurzen Pause dann noch gepresste Laute wie „krchchch –tütitit“ folgen.

Von weitem fällt bereits sein typisches Schwanzwippen auf. Das Männchen trägt im Prachtkleid einen grauen Oberkopf mit grauschwarzer Brust und Oberseite und einem weißen Flügelfeld. Der auffällige Schwanz ist dunkelrostrot mit einem dunklen Zentrum.

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