BAMBERG

Gerechtigkeit auf der Leinwand beim FrauenFilm-Festival

„Die Berufung - Ihr Kampf für Gerechtigkeit“ eröffnet das 4. Bamberger FrauenFilm-Festival. Foto: Mars Films

Bereits zum vierten Mail können sich Kinobegeisterte auf Filme mit Frauen in der Hauptrolle freuen – Filme ausschließlich von Filmemacherinnen. Dieses Jahr geht es um Kämpferinnen: Jede der Protagonistinnen ringt auf ihre Art und Weise um verschiedenste Dinge. Ob sie dabei erfolgreich ist, ist vom 27. September bis zum 3. Oktober im Lichtspielkino zu sehen.

Die Feministin und Richterin Ruth Bader Ginsberg kämpfte seit über 70 Jahren in Amerika für eine Gleichstellung von Mann und Frau. Ihrem Engagement kann man sich beim Festival auf zwei Wegen annähern: bei der Festivaleröffnung mit dem Spielfilm „Die Berufung – Ihr Kampf für Gerechtigkeit“ und mit „RGB – Ein Leben für Gerechtigkeit“, einer Dokumentation.

Mit Kaffee, Sekt und Hörnchen

Die Eröffnung findet am Sonntag, 27. September, 12 Uhr, mit Kaffee, Sekt und Hörnchen statt. Da die bekannte Verfassungsrichterin vor kurzem verstorben ist, wird der Film „RGB“ zusätzlich noch am Sonntag, 3. Oktober, 12 Uhr, gezeigt.

„All I never wanted“ ist ein satirischer Spielfilm mit starken dokumentarischen Elementen. Die Jugendliche Nina muss lernen, sich in der internationalen Modelwelt zu behaupten. Die Schauspielerin Mareile beharrt nicht nur einmal auf ihre Grenzen im Probenalltag. Und selbst die Filmemacherinnen Annika und Leonie haben plötzlich mit Korruptionsangeboten zu tun, um ihren Film erfolgreicher werden zu lassen.

Gleich 15 Frauen erzählen in „Töchter des Aufbruchs“ von dem, was sie bis heute antreibt. Gastarbeiterinnen, die Ende der 1960er Jahre nach Deutschland gekommen sind sowie deren Töchter und Enkelkinder kommen zu Wort. Ganz ohne Begleitkommentar bekommt jede Geschichte ihren Raum. Umrahmt von der Musik von Rapperin Ebow X.

Die Filmemacherin Uli Betz wird am 28. Septmber per Skype für ein Filmgespräch zugeschaltet.

„Komponistinnen“ auf der Spur

Pianistin Kyra Steckeweh erforscht in ihrem Film „Komponistinnen“, ob es nicht auch Frauen gab, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert musikalisch Großartiges auf die Beine gestellt haben. Sie reist dafür durch Europa und findet heraus, mit welchen Widrigkeiten die Komponistinnen Mel Bonis, Lili Boulanger, Fanny Hensel und Emilie Mayer zurechtkommen mussten.

Schulen können Sondfervorstellungen buchen

Schulen können außerdem Sondervorstellungen für zwei Filme buchen: In „Embrace“ nimmt die australische Fotografin Taryn Brumfitt Schönheitsideale und den „perfekten Körper“ unter die Lupe.

In „Systemsprenger“ kommt die neunjährige Benni mit schwieriger Lebensgeschichte immer wieder an die Grenzen der Jugendhilfe. Nach der Vorstellung darf diskutiert werden.

Zahlreiche Verbände arbeiten zusammen

Alle Termine des Festivals sind auch unter www.lichtspielkino.de zu finden.

Das FrauenFilm-Festival wird veranstaltet von der Gleichstellungsstelle der Stadt Bamberg, der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Bamberg, der Katholischen Arbeitnehmerbewegung Diözesanverband Bamberg, dem Katholischen Deutschen Frauenbund Diözesanverband Bamberg, der Medienzentrale Bamberg und dem Lichtspiel Kino & Café.

2020 erstmals mit freundlicher Unterstützung des Soroptimist International Club Bamberg-Wilde Rose.

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