LICHTENFELS

Genuss und Bewegung am Vatertag im Lichtenfelser Land

Genuss und Bewegung am Vatertag im Lichtenfelser Land
Das Felsenlaybrinth bei Eichig ist ein echter Geheimtipp für Familien. Foto: privat

Ob Dreifach-Vater, Möchte-gern-Vater oder Ich-werde-nie-Vater: Der Vatertag wird traditionell an Christi Himmelfahrt gefeiert – in vielen verschiedenen Formen. Die vielleicht ursprünglichste Form der „Herrenpartie“ ist sicherlich die Bollerwagen-Wanderung. Wenn es auch kein offizielles Verbot für dieses Format gibt, so dürfte sich seine Umsetzung schwierig gestalten: Für Personen desselben Hausstandes, das heißt Väter mit Söhnen oder Brüdern, und einer Person eines anderen Hausstandes wäre das Bollerwagen-Ziehen ohne Weiteres möglich. Personen mehrerer verschiedener Hausstände wird jedoch dringend der Mindestabstand von 1,5 Metern empfohlen.

Genuss und Bewegung am Vatertag im Lichtenfelser Land
Eine Bollerwagen-Tour mit der Familie kann gelingen. Wenn Personen mehrerer Hausstände beteiligt sind, wird die Sachlage... Foto: Corinna Tübel

Dies hätte zur Folge, dass man zwar abwechselnd, aber streckenweise alleine das Gefährt ziehen müsste. Die Sachlage, auch bei eventuellen Kontrollen, ist schwierig abzugrenzen. Traditionsbewusste Herren können sich jedoch schon einmal Wissen für das kommende, hoffentlich unkompliziertere Jahr aneignen: Wussten Sie, dass einst das Gewicht der eigenen Kinder in Bierkästen umgerechnet und das Gefährt entsprechend für eine Tour durch die Gegend beladen wurde? Wer den Bollerwagen also noch nicht dementsprechend füllen kann, sollte sich zunächst einmal über die Familienplanung Gedanken machen.

Biervielfalt der Region auf dem Brauereiweg testen

Einfacher ist es an diesem Vatertag sicherlich, die Vielfalt der oberfränkischen Brauereien „vor Ort“ zu testen - beispielsweise im Rahmen des „Brauerei-Wegs 1“ des Kur- und Tourismus Service Bad Staffelstein. Der Bierkrug mit entsprechender Nummerierung dient als Wegmarkierung für die rund 15 Kilometer lange Strecke, die am Bahnhof Bad Staffelstein, aber auch von jedem anderen Ausgangspunkt in der Adam-Riese-Stadt begonnen werden kann. Die Stadt mit ihren vielen Fachwerkhäusern durchquerend, gelangt man zunächst nach Unterzettlitz. Nach einem kurzen Stück auf dem Wanderweg überschreiten Sie die Mainbrücke und erreichen das kleine Örtchen Wiesen. Hier warten gleich zwei Gasthäuser mit „eigenem Bier“ im Außenbereich auf Kundschaft: die Brauerei Thomann sowie die Brauerei Hellmuth.

Halten Sie sich nach der Stärkung an der Kreuzung links und gehen Sie schräg gegenüber der St. Andreas Kirche in den Eierbergweg. Durchlaufen Sie die Eierberge, bis Sie auf der Anhöhe zurück auf die Straße und nach Nedensdorf gelangen. Dort hat die Brauerei Reblitz ihren Biergarten geöffnet. Der idyllische Pilgerweg führt anschließend am Main entlang nach Unnersdorf. Biegen Sie rechts ab und gehen Sie über die Brücke. Der gut ausgebaute Fußweg führt zurück zum Bahnhof – so die Wegführung des Kur- und Tourismus Service Bad Staffelstein.

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Eine gute Gelegenheit für Väter, etwas mit ihren Kindern zu unternehmen. Foto: Corinna Tübel

Wer sich lieber eine flüssige Wegzehrung in den Rucksack packt oder diese gar nicht benötigt, ist auf dem „Prälatenweg“ gut aufgehoben: Die rund 12,5 Kilometer lange Tour ist für durchschnittlich schnelle Wanderer in 3,5 Stunden geschafft. Diese starten am Sportzentrum an der Friedenslinde in Lichtenfels. Die schwarze „6“ auf gelbbraunem Grund führt in den Wald in Richtung der bekannten „Eisernen Hand.“ Längere, aber durchaus moderate Anstiege führen zum ersten Knotenpunkt der Strecke, an dem eine erste Rast in idyllischer Lage eingelegt werden kann.

Ein Forstweg rechter Hand führt wiederum nach kurzer Abbiegung rechts in den herrlichen Laubwald nach Klosterlangheim, dem früheren Ort der Zisterzienser-Mönche. Am anderen Ortsende kann im Außenbereich der Gaststätte „Klosterhof“ eine komfortable Mahlzeit verzehrt werden. Wieder in den Ortskern zurückgekehrt, nehmen Wanderer die erste Straße rechts und folgen dem Forstweg mit der schwarzen „6“, der zunächst steil nach oben, später wieder in flachem Terrain weiterführt. Kurz vor dem idyllisch gelegenen „Rehbrunnen“ biegt man links auf einen kleinen Pfad ab. Die dortigen Sitzgelegenheiten, das glasklare Quellwasser und die beschauliche Umgebung lädt wiederum zu kurzer Rast ein, ehe man das kleine Dorf Degendorf erreicht. Nach einem kurzen Stück an der Straße entlang zweigt man links wieder in den Wald ab und gelangt über den „Gretchenbrunnen“ schließlich zurück zum Startpunkt der Route.

Familien können klettern und staunen im Felsenlabyrinth

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Das Felsenlaybrinth bei Eichig ist ein echter Geheimtipp für Familien. Foto: red

Für Familien empfiehlt sich ein Ausflug zum Felsenlabyrinth Eichig. Versteckt und relativ unbekannt in einem kleinen Wäldchen östlich des Juradorfs Eichig können Groß und Klein imposante Felsformationen bestaunen, die mal mit Moos und Farnen überwachsen, mal kahl und herrlich kühl sind. Für Kinderwagen ist diese Strecke nicht empfehlenswert, eine Rückentrage oder Ähnliches für kleinere Kinder bietet sich an.

Verschlungene Pfade führen auf dem rund 2,2 Kilometer langen Rundweg durch dieses Naturschauspiel, für das durchschnittliche Wanderer mit Kindern etwa 1,5 Stunden benötigen werden. Schließlich muss man hier und da stehen bleiben, mit Papas Hand auf einen der kleineren Felsen steigen, in die ausgehöhlten Brocken lugen, verstecken spielen und allerhand mehr.

Start der Tour ist der kleine Wanderparkplatz, den man vom Kinderspielplatz in Eichig aus, am Kötteler Graben vorbei, über die Wegmarkierung des roten Querkreuzes erreicht. Etwa 100 Meter weiter trifft man am Waldrand auf ein Kreuz und eine Hinweistafel mit der blauen Raute sowie dem Gottesgartensymbol, denen man – rechts abbiegend – folgt und in den Wald eintaucht. Am Ende der Tour gelangt man aus südlicher Richtung wieder an den Ausgangspunkt zurück, wo man entweder ein Picknick genießen oder noch einen kurzen Abstecher zum Spielplatz machen kann.

Ein Tipp: Sowohl bei warmen Temperaturen als auch bei vorangegangenem Regen eignet sich dieser Ausflug gut: Das Wäldchen spendet Schatten und duftet bei Nässe herrlich frisch.

Sich sportlich fordern auf dem Panorama-Radweg

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Das Logo für Radfahrer führt durch den Lichtenfelser und Coburger Landkreis. Foto: Tourismus-Region Obermain Jura

Auch sportliche Männer sollen an diesem Tag nicht zu kurz kommen. Ein 23 Kilometer langer Teilabschnitt des Panorama-Radwegs verbindet das Lichtenfelser Land mit dem Coburger Landkreis. Wer die anstrengenden Aufstiege und rasanten Abfahrten zu Beginn und zum Ende der Etappe meistert, wird mit herrlichen Aussichten auf Kloster Banz und Vierzehnheiligen sowie das Umland belohnt. Mit Treffpunkt in Lichtenfels kann die Tour, die überwiegend auf asphaltierten Wegen zurückgelegt wird, etwa am Bahnhof oder der Alten Coburger Straße begonnen werden.

Einer weiß-roten Wegmarkierung mit einer Abbildung des Kloster Banz folgend gelangen Radler bald durch herrliche Landschaften nach Buch am Forst, durchqueren Obersiemau und gelangen nach Birkach am Forst. Über die malerischen Dörfer auf Lichtenfelser Seite Tiefenroth, Gnellenroth, Stetten und Weingarten führt der Weg über Stetten zurück nach Reundorf und Lichtenfels. Eine nicht unbedingt tagesfüllende, aber herausfordernde Strecke. Wollten wir nicht in der Corona-Zeit mehr Sport treiben?

Eine Einkehr in den mittlerweile wieder geöffneten Biergärten im Stadtgebiet oder am heimischen Grill im Garten haben Sie sich jedenfalls verdient!

Wir wünschen Ihnen allen einen Vatertag, der in diesem Jahr sicherlich anders ausfallen wird, aber zum kreativ sein einlädt!

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