LICHTENFELS

Für naturnahe Gärten gibt es eine Auszeichnung

Landrat Christian Meißner, zugleich Vorsitzender des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege, gab mit Kreisfachberater Michael Stromer bei der jüngsten Sitzung des Kreisverbandes den Startschuss für die Initiative „Bayern blüht - Naturgarten“. Helga Dressel (li.) und Maria ... Foto: red

„Wo Natur im Garten ist, fühlen sich Mensch und Tier wohl, Pflanzen blühen auf und Insekten finden Nahrung – Naturgärten bieten eine Vielfalt an Lebensräumen“, weiß Landrat Christian Meißner, zugleich Vorsitzender des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege. „Im Landkreis haben wir zum Glück noch viele solcher kleinen Paradiese, die von unseren Bürgern liebevoll gepflegt werden. Das ist vorbildlich und sollte entsprechend unterstützt und gewürdigt werden.“

Aus diesem Grund beteiligt sich der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege auch an der Gartenzertifizierung „Bayern blüht – Naturgarten“ – einer Initiative verschiedener Gartenbauverbände in Bayern, erläutert Michael Stromer, Kreisfachberater für Gartenbau und Landespflege. Den Startschuss gaben der Landrat und er bei der jüngsten Sitzung des Kreisverbandes.

Im Einklang mit der Natur

Ein Naturgarten bedeutet nicht, dass man der Wildnis freien Lauf lässt, vielmehr ist eine bewusste Gestaltung im Einklang mit der Natur, eine bunte Mischung mit einer Vielfalt an Lebensräumen gefragt. Wer einen solchen Naturgarten, naturnahen oder vielfältig belebten Garten hat, kann diesen jetzt auszeichnen lassen und sich mit der Gartenplakette ein sichtbares Zeichen für die nachhaltige und ökologische Bewirtschaftung und vielfältige Gartengestaltung sichern. Diese Auszeichnung wird nach der Zertifizierung, die aus einer Gartenbegehung mit Gartenberatung besteht, entsprechend der ausgewählten Kriterien verliehen.

Die Bewirtschaftung zählt

Als Muss-Kriterien gehören dazu der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel, auf den Einsatz von Torf und auf chemisch-synthetische Düngemittel, gemeinhin „Mineraldünger“. Außerdem muss der Garten verschiedene Lebensräume aufweisen, zum Beispiel Bäume und Sträucher, Trocken- oder Feuchtbereiche mit entsprechender Bepflanzung, einen Nutzgarten oder auch eine Blumenwiese. Im Vordergrund steht also nicht die Ästhetik, sondern das Wie: Wie wird der Garten bewirtschaftet?

Wer seinen Garten entsprechend „zertifizieren“ lassen möchte, der wendet sich an Kreisfachberater Michael Stromer in der Umweltstation Weismain (Tel. 09575/921455, umweltstation@landkreis-lichtenfels.de). Eine Anmeldung ist aber auch über die Gartenakademie in Veitshöchheim (bay.gartenakademie@lwg.bayern.de) möglich. Die angemeldeten Gärten werden von zwei geschulten Personen besucht. Der genaue Ablauf der Zertifizierung wird im Rahmen der Anmeldung besprochen. Neben der Veitshöchheimer Gartenakademie ist auch der Dachverband der Gartenbauvereine, der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege, mit im Boot.

Für Mitglieder eines Gartenbauvereins ist die Teilnahme kostenlos, bei Nichtmitgliedern ist eine Teilnahmegebühr von 60 Euro an die Bayerische Gartenakademie zu entrichten. Neben der Begehung schließt die Gebühr auch eine attraktive Plakette mit der Aufschrift „Naturgarten“ und eine Urkunde mit ein. Im Landkreis Lichtenfels werden Helga Dressel, Maria Will und Silvia Heib die Zertifizierungen vornehmen. (red)

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