BAMBERG

Flussparadies Franken: Kunst, Karpfen und Main

Sofia Öttl hofft auf Wintersemester mit Präsenzunterricht
Winter am Obermain. Foto: Thomas Ochs

Das Flussparadies Franken will die Menschen in der Region für die heimischen Flusslandschaften begeistern. Denn Flüsse sind die Lebensadern der Natur und prägen wesentlich den Charakter einer Landschaft. Ihr ökologischer Wert liegt in der Dynamik des fließenden Wassers. Es lässt vielfältigste Lebensräume auf engstem Raum entstehen und wieder vergehen.

Die Botschaft lautet: Es braucht so viele naturnahe Flusskilometer wie möglich. Es müssen gleichzeitig ortsnah hochwertige Erholungsmöglichkeiten am Wasser entstehen und wesentliche Flussbereiche als Ruhezonen für die Natur dienen. Zum Ende des Jahres zieht der Verein nun Bilanz und wirft einen Blick auf das kommende Jahr, das das neue Netzwerk Main zum Aktionsjahr „Mein Main“ erklärt hat.

Neuer Wanderweg zwischen Hirschaid, Altendorf und Hallendorf

Zusammen mit verschiedenen Partnern setzt das Flussparadies Franken seit 2003 unterschiedliche Projekte um. Sie laden Jung und Alt dazu ein, raus zu gehen, um das Main- und Regnitztal zu entdecken und Natur und Kultur besser zu verstehen. Dabei legt Geschäftsführerin Dr. Anne Schmitt sehr großen Wert darauf, dass die Maßnahmen kontinuierlich weiterentwickelt und immer wieder aktualisiert werden. Derzeit werden beispielsweise die Faltblätter für den Flusspfad Bamberg und den Weinradweg am Main überabeitet.

Zusammen mit den Gemeinden und den Wandervereinen ist geplant, im nächsten Frühjahr zwischen Altendorf, Hirschaid und Hallerndorf einen Karpfenweg zu markieren. Damit wird der Sieben-Flüsse-Wanderweg noch besser an die Gastwirtschaften und Bahnhöfe angebunden. Und die Röbersdorfer, Sassanfahrter, Seußlinger, Juliushofer, Großbuchfelder, Schlüsselauer, Erlacher und Köttmannsdorfer können ohne Auto direkt von zu Hause aus zu einer Wanderung starten.

Das derzeit finanziell größte Projekt „Kunstbegegnungen am Kanal“ soll 2022 weitergehen. Auch hier geht es darum, einen neuen Blick auf die eigene Umgebung zu werfen und Austausch zu ermöglichen. Diesen Herbst konnten die ersten drei Skulpturen am RegnitzRadweg von drei internationalen Bildhauerinnen verwirklicht werden. Sie stehen am westlichen Kanalufer – also auf der „Steigerwaldseite“ – zwischen Neuses und der Schleuse Strullendorf.

Crowdfunding für die Finanzierung eines Kunstwerks

Für das 2022 zwischen Strullendorf und Bamberg geplante Kunstwerk „Zur Rentnerruh gebracht“ des Bamberger Bildhauers Adelbert Heil wird weitere finanzielle Unterstützung benötigt. Dazu bereitet das Flussparadies Franken die Nutzung einer regionalen Crowdfunding-Plattform vor. Damit können Firmen oder Privatpersonen ganz unkompliziert Geld für die Herstellung des Bronzegusses spenden.

Die Zusammenarbeit ist unter Corona-Bedingungen eine große Herausforderung, die unterschiedlich gut gelingt. Die Mitgliederversammlung des Flussparadieses konnte im Frühjahr sehr gut hybrid veranstaltet werden. Das Treffen der „Partner für den Main“, in dem sich Naturschutz, Kanuvermieter, Kommunen und Behörden normalerweise einmal jährlich direkt austauschen, hat bisher noch nicht stattgefunden. Voraussichtlich wird der Termin nächstes Jahr doch online organisiert werden müssen oder eventuell draußen stattfinden.

Fest für das kommende Jahr eingeplant ist die jährlich stattfindende Müll-Sammel-Aktion am Main und seinen Zuflüssen. Im Rahmen des Aktionsjahres „Mein Main“ des neuen Netzwerks Main soll diese anlässlich des Weltwassertages (22. März) erstmals entlang des gesamten Flusses koordiniert werden. Die Gruppen, die 2021 gesammelt haben, haben verschiedene, gut umsetzbare Konzepte für Hygienemaßnahmen erprobt.

Weitere Informationen unter www.flussparadies-franken.de oder www.netzwerkmain.de (red)

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