TRIEB

Fahrzeugweihe bei der FFW-Trieb

Segnung des neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs der Feuerwehr Trieb: (hintere Reihe, v. li.) Kreisbrandmeister Alexander Klose, Kreisbrandinspektor Hermann Schuberth, Horst Sünkel, Feuerwehrreferent Roland Lowig, Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner, Bürgermeister Andreas Hügerich,... Foto: Alfred Thieret

Auch wenn das neue Tragkraftspritzenfahrzeug TSF-W der Freiwilligen Feuerwehr Trieb schon vor knapp neun Monaten ausgeliefert wurde, so war die Einweihung des Fahrzeuges durch den in Trieb wohnenden Pastoralreferenten Thomas Reich am Samstag für alle Trieber Feuerwehrleute und die zahlreichen Ehrengäste doch ein besonderes Erlebnis.

Der Pastoralreferent verwies auf die im Rahmen einer kurzen Andacht vorgetragenen Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Galater mit dem zentralen Inhalt: „Einer trage des anderen Last“. Dies setzte er in Beziehung zu den Feuerwehrleuten, die durch ihren Einsatz bei Brand-, Sturm- und Hochwasserkatastrophen oder bei Verkehrssicherungsmaßnahmen die Lasten der Gemeinschaft mittragen und damit oft sogar ihr Leben aufs Spiel setzen.

Am 20. Jahrestag der Anschläge auf das World Trade Center in New York erinnerte er an die 343 Feuerwehrleute, die dort im Rahmen ihres Einsatzes für Menschen in Not ums Leben kamen. Ein modernes Feuerwehrfahrzeug könne zumindest etwas dazu beitragen, die Aufgaben und Lasten des Einsatzes ein wenig sicherer und leichter zu machen. Schließlich bat er um den Segen Gottes für das neue Fahrzeug und stellte es zugleich unter den Schutz des heiligen Florian, dem Schutzpatron der Feuerwehr.

Bürgermeister Andreas Hügerich lobte das Engagement der Feuerwehrleute, die immer im Einsatz sind, wenn sich jemand in einer Notlage befindet, ob bei einem Brand oder einem Hochwasser. Mit dem neuen TSF-W hätten die Trieber Feuerwehrleute das notwendige Einsatzgerät, das sie brauchen, um weiterhin den Dienst am Nächsten zu leisten und das sie sicher nach Hause bringt. Sein Dank galt auch dem Freistaat Bayern und dem Landkreis für die gewährten Zuschüsse.

„Nicht die Feuerwehr,

sondern die Bürger benötigen ein zeitgemäßes

Feuerwehrfahrzeug.“

Timm Vogler,

Kreisbrandrat

Der Kreisbrandrat Timm Vogler bedankte sich herzlich bei den politisch Verantwortlichen, dass sie die Notwendigkeit erkannt haben, die Menschen, die zu jeder Tages- und Nachtzeit Dienst am Nächsten leisten, mit modernen Rettungsgeräten auszustatten. „Nicht die Feuerwehr, sondern die Bürger benötigen ein zeitgemäßes Feuerwehrfahrzeug“, stellte der Kreisbrandrat fest und meinte damit, wie wichtig eine zweckmäßige und bedarfsgerechte Ausstattung einer Feuerwehr für den Schutz der Menschen und ihrer Sachgüter in einer Ortschaft wie Trieb ist. Durch die Feuerwehrbedarfsplanung konnten überall sinnvolle Weichenstellungen für die Zukunft gemeinschaftlich und einvernehmlich erfolgen, so dass der Brandschutz und die Technische Hilfeleistung im gesamten Landkreis Lichtenfels auch langfristig gewährleistet sind.

Kommandant Christian Dippold schilderte kurz den Beschaffungsweg des neuen Fahrzeuges. Mit Genehmigung des Feuerwehrbedarfsplanes durch den Stadtrat am 10. Oktober 2016 sei auch die Einplanung von Mitteln für das Haushaltsjahr 2017 für ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug für die Feuerwehr Trieb beschlossen worden. 2018 sei dann im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit eine gemeinsame Fahrzeugbeschaffung mit der Feuerwehr Wiesen beschlossen worden. Die Ausschreibung erfolgte 2019. Den Zuschlag erhielt schließlich die Firma BTG aus Görlitz, so dass das Fahrzeug am 9. Dezember 2020 abgeholt werden konnte. Bis zum heutigen Tag wurden bereits 17 Einsätze getätigt. Der Kommandant bedankte sich bei der Stadt und bei seinem Stellvertreter Stefan Persak für die gute Zusammenarbeit.

Ein herzlicher Dank galt dem Feuerwehrverein mit seinem Vorsitzenden Johann Schratz für die große Unterstützung mit Rat und Tat und dem finanziellen Beitrag für Ausrüstungsgegenstände wie eine Schmutzwasserpumpe, einen Rauchvorhang oder eine Heckwarneinrichtung am Fahrzeug. Zum Schluss gab der Vorsitzende seiner Hoffnung Ausdruck, dass das Fahrzeug möglichst wenige Einsätze hat und immer wohlbehalten mit seiner Besatzung heimkommt. Alfred Thieret

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