Erstkommunion in den beiden Lichtenfelser Pfarreien

LICHTENFELS

Erstkommunion in den beiden Lichtenfelser Pfarreien

Corona-bedingt feierten 46 Kinder am Samstag und Sonntag in den beiden Lichtenfelser Pfarreien unter Begleitung ihrer Eltern und Paten ihre Erstkommunion in vier Festgottesdiensten. Diese gestalteten die Kinder selbst mit. Je zwei Gottesdienste zelebrierten Pfarrer Roland Neher unter Mitwirkung des Pastoralreferenten Thomas Reich in der Stadtpfarrkirche und Pfarrer George Thottankara unter Mitwirkung des Pastoralreferenten Clemens Grünbeck in der Pfarrkirche „Heilige Familie“. Grünbeck hat die Kinder in den vergangenen Monaten auch auf die Erstkommunion vorbereitet.

Alle Gottesdienste standen unter dem gleichen Motto „Brücken bauen“, das von den Pastoralreferenten mittels zweier Figuren, die Mann und Frau darstellen sollten, verdeutlicht wurde. Zunächst standen sich die Figuren direkt einander gegenüber. So konnte man annehmen, dass sie sich verstehen und miteinander den gleichen Weg gehen.

Wie bringt man zwei Menschen zusammen?

Dann standen sie sich in weiter Entfernung gegenüber, getrennt durch eine tiefe Schlucht. Im übertragenen Sinn könnte dies für unterschiedliche Interessen stehen, die sich nicht miteinander vereinbaren ließen, oder für ein Zerwürfnis zwischen den beiden Personen.

Diese Situation gebe es im täglichen Leben in der Familie, der Gesellschaft, in der politischen oder religiösen Überzeugung oder im kulturellen Bereich. Bei der Frage, wie man die beiden Menschen wieder zusammenbringen könnte, wurden die Kommunionkinder, die Gruppenleiterinnen und im Fall der Stadtpfarrkirche die Mesnerin Sabine Keim einbezogen. Alle kamen zu dem Ergebnis, dass nur eine Brücke die Distanz überwinden könne.

Gemeinschaft miteinander und mit Gott

So bauten die Buben und Mädchen gemeinsam eine Brücke aus Holzstäben, während mehrere Strophen des Liedes „Wir bauen Brücken über tiefe Gräben“ gesungen wurden. Dies erinnerte die Kinder an das Fest, das sie feierten: „Kommunion“ bedeutet Gemeinschaft, miteinander und mit Gott. Im eigentlichen Sinn sollte diese Brücke aus Holz deshalb eine lebendige Brücke symbolisieren, die die Kommunionkinder und jedes Mitglied der Kirchengemeinde zusammen bilden könnten. So, wie sich eine Brücke aus verschiedenartigen Teilen zusammensetzt, sollte auch jeder Einzelne einer lebendigen Christengemeinde einen seinen Fähigkeiten entsprechenden Teil einbringen.

Im Verlauf des Gottesdienstes erneuerten die Kommunionkinder ihr Taufversprechen, trugen Fürbitten vor und empfingen von den beiden Pfarrern zum ersten Mal die heilige Kommunion.

Für die musikalische Gestaltung der Gottesdienste sorgten die Kirchenband „Christe fidelos“ in der „Heiligen Familie“ und der aus der Vokalgruppe „Nuova Canzone“ hervorgegangene Projektchor in der Stadtpfarrkirche.