LICHTENFELS/VIERZEHNHEILIGEN

Erntedankfest des BBV Lichtenfels nur im kleinen Kreis

Corona bedingt wurde das Erntedankfest des Bayerischen Bauernverbands in Vierzehnheiligen nur im kleinen Rahmen gefeiert. Foto: BBV

Normalerweise versammeln sich beim Erntedankfest des Bayerischen Bauernverbands viele Ehrengäste, um ihre Verbundenheit zur Landwirtschaft zu zeigen. Aber aufgrund der aktuellen Situation konnten nur wenige eingeladen werden. „Der typische Festzug zur Kirche mit Erntekrone und Erntegaben kann heuer genauso wie ein gemütliches Beisammensein im Anschluss nicht stattfinden“, so BBV-Geschäftsführer Hans Reblein. Da die Landwirte aber trotzdem gerne „Erntedank“ feiern und sich beim Herrgott für das Jahr bedanken wollen, konnte es wohl keinen besseren Ort wie Vierzehnheiligen dafür geben.

Pfarrer Teuchgräber sprach bereits bei der Eröffnung des Gottesdienstes an, wie wichtig die Landwirte für die Welt seien und mit welchen immer größeren Herausforderungen sie zu kämpfen hätten. Für die musikalische Begleitung sorgte Udo Dauer. Der Kreisvorstandt gestaltete den Gottesdienst mit, legte Gegenstände mit symbolischer Bedeutung auf den Altar, wie etwa eine Uhr, Brot, diverse Erntegaben, Wasser, einen Luftballon und eine Kerze. So bedeutete zum Beispiel die Uhr unsere Zeit auf der Erde, das Wasser Durstlöscher aller Lebewesen und das Licht die Wärme und die Verwandlung.

Zum Schluss sagte Kreisobmann Michael Bienlein: „Erntedank bedeutet nicht nur danken für die Früchte der Erde, sondern auch dafür, dass wir unfallfrei unsere Arbeit auf den Feldern und in den Ställen bei der Pflege unserer Tiere arbeiten durften.

Nach dem Ausbruch des Virus und dem Lock-Down stellte sich die Landwirtschaft plötzlich als systemrelevant dar. Wir erinnern uns noch daran, dass Klopapier und Hefe im Einzelhandel vergriffen war. Dagegen waren die Regale auch am Samstagabend mit Lebensmitteln immer gut gefüllt. Damit dies weiterhin so bleibt, ist es wichtig, mit unserer Natur sorgsam umzugehen. Wir Bauern stellen uns unserer Verantwortung für die Natur und unseren Tieren und sorgen uns um sie.“ Aber die Bürger und die Politik dürften sich nicht von der bäuerlichen Welt abwenden „und mit Forderungen, die wir Bauern nicht mehr erfüllen können, uns die Luft zum Atmen nehmen. Bitte lassen Sie uns auch weiterhin als Bauern hier im Gottesgarten unter dem Schutz von unserem Herrgott für unsere Heimat zum Wohle aller arbeiten. Wir, Eure Lichtenfelser Bauern sind dazu bereit. Kaufen Sie regional, das ist optimal.“

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