LICHTENFELS

Erdbeben in Kroatien: Feuerwehr vom Obermain hilft

Hilfe für die Erdbebenregion in Kroatien: Landrat Christian Meißner, Bürgermeister Andreas Hügerich und Kreisbrandrat Timm Vogler verabschiedeten zusammen mit dem Kommandanten der Feuerwehr Lichtenfels Andreas Lehe und dem Gerätewart Stefan Geiger die beiden Kameraden Bastian Wei... Foto: Feuerwehr Lichtenfels

„Auch die Freiwillige Feuerwehr Lichtenfels unterstützt die Feuerwehren in Kroatien bei der Bewältigung der Erdbeben-Katastrophe. Es macht mich sehr stolz, dass am Sonntag zwei Kameraden aus unserem Landkreis mit einem Logistikfahrzeug aufgebrochen sind, um gemeinsam mit den anderen Bayerischen Feuerwehren Hilfe im Krisengebiet zu leisten“, betont Landrat Christian Meißner.

22 Fahrzeuge aus Bayern unterwegs nach Kroatien

Er sagte ihnen ein herzliches Dankeschön für dieses außergewöhnliche Engagement. Mit Kreisbrandrat Timm Vogler, dem Ersten Lichtenfelser Bürgermeister Andreas Hügerich, dem Kommandanten der Feuerwehr Lichtenfels Andreas Lehe und dem Gerätewart Stefan Geiger verabschiedete er die Feuerwehrleute Bastian Weidner und Daniel Derr, die am Sonntagmorgen als Fahrer des Logistikfahrzeuges Richtung Kroatien aufbrachen.

Der insgesamt 22 Fahrzeuge umfassender bayerische Transportkonvoi sammelte sich am Sonntag in Rosenheim und ist am Montag frühmorgens in die Stadt Sisak nach Kroatien aufgebrochen. Rund 300 Freiwillige Feuerwehren und Kommunen haben sich an den Ausrüstungs- und Gerätespenden beteiligt. Insgesamt werden mit den 22 Fahrzeugen rund 15 000 Einzelteile in die Krisenregion gebracht, erläuterte Kreisbrandrat Timm Vogler. Er unterstreicht, es sei für die Feuerwehren im Landkreis Lichtenfels selbstverständlich gewesen, dass man der Bitte um Unterstützung des Hilfsgütertransports nachgekommen sei.

Zentral-Kroatien wurde am 29. Dezember 2020 und in den Folgetagen von mehreren Erdbeben schwer getroffen. Insbesondere in den ländlichen Gebieten des Landkreises Sisaèko-Moslavaèke ist die Not sehr groß. Wie Vogler weiter informiert, werden nach Rücksprache mit dem kroatischen Feuerwehrverband besonders Schutzkleidung für Feuerwehrleute, tragbare Leitern sowie Beleuchtungsgerät (einschließlich Stromerzeuger) für die örtlichen Feuerwehren gebraucht, um deren Einsatz wieder im vollen Umfang zu ermöglichen.

Die Verantwortlichen des Landesfeuerwehrverbandes Bayern haben daher nach Rücksprache und mit Unterstützung des Bayerischen Innenministerium eine Abfrage bei allen Bayerischen Feuerwehren vorgenommen, um zwar ausgesonderte, aber noch brauchbare Ausrüstungsgegenstände für die kroatischen Feuerwehren zu ermitteln.

Feuerwehren und Kommunen helfen

Die Resonanz war überwältigend. Rund 300 Freiwillige Feuerwehren und Kommunen haben insgesamt rund 15 000 Einzelteile angeboten und an die beiden vorbenannten Sammelpunkte in Hersbruck (Bereich Nordbayern) und Rosenheim (Bereich Südbayern) geliefert. Um diese Spenden den Feuerwehrkameraden in Kroatien zukommen zu lassen, wurden die Kommunen in Bayern gebeten, Transportfahrzeuge zur Verfügung zu stellen. Diese Bitte beantwortete Kreisbrandrat Kreisbrandrat Timm Vogler positiv.

Landrat Christian Meißner sagt den beiden ehrenamtlichen Einsatzkräften, die diesen langen Weg auf sich nehmen, ein herzliches Dankeschön, verbunden mit dem Wunsch einer sicheren Fahrt und einer gesunden Wiederheimkehr. Florian Helmbrecht von der Feuerwehr Lichtenfels wird über den Hilfsgütertransport auf Facebook ein „Einsatztagebuch“ veröffentlichen, um einige Eindrücke über diesen Einsatz, die Menschen und das vom Erbeben betroffene Land zu geben.

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