Endspurt für das Bürgerbegehen „Klimaentscheid Lichtenfels“

LICHTENFELS

Endspurt für das Bürgerbegehen „Klimaentscheid Lichtenfels“

Der Sammelzeitraum für die Unterschriftensammlung endet mit dem 31. Dezember 2021. Daran erinnert das Team, das das Bürgerbegehen „Klimaentscheid Lichtenfels“ initiiert hat, und bitte daraum, die Unterschriftenlisten bei den Sammelstellen abzugeben. Die Übergabe der Unterschriften findet laut der Pressemitteilung am Montag, 24. Januar, im Rahmen einer Stadtratssitzung.

Im Kalender stehe seit über einem Jahr immer dienstags um 20.30 Uhr „climate tuesday“. Das Team hinter dem Bürgerbegehren „Klimaentscheid Lichtenfels“ treffe sich wöchentlich online. Nun gehe es mit großen Schritten auf das Ende der Unterschriftensammlung zu. Zu diskutieren gebe es dennoch einiges, wird betont.

„Wir haben extra unseren Sammelzeitraum verlängert. Nun hat uns Corona zum zweiten Mal einen Strich durch die Rechnung gemacht. Erst kein Schützenfest, kein Korbmarkt, keine Dorffeste, keine Kirchweih und jetzt keine Weihnachtsmärkte und wieder Kontakteinschränkungen.“, meint Winfried Tiedge. Da seien wenig Gelegenheiten gebleiben, mit Bürgerinnen und Bürgern aus Lichtenfels ins Gespräch zu kommen. Man habe dann kurzfristig die Strategie geändert und Flyer mit Unterschriftenlisten direkt in viele Briefkästen in der Korbstadt geworfen. „Hoffentlich finden die Unterschriften auch den Weg zu uns zurück?“, fragt sich Monika Groh.

Enttäuschung über jüngste Entscheidung im Bauausschuss

Ein weiterer Diskussionspunkt sei beim jüngsten Online–Meeting die jüngste Entscheidung des Bau- und Umweltausschuss der Stadt Lichtenfels gewesen. Steffen Biskupski fasst die Verhandlung folgendermaßen zusammen: „Dort hat man einen Antrag zu einem Grundsatzbeschluss im Klimaschutz abgelehnt, ohne die Auswirkungen in einen Kontext zur Klimakrise oder bestehenden Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen zu setzen. Und das direkt nach dem Beschluss in einer der vorherigen Sitzungen, die Klimaneutralität in der Vision 2030 aufzunehmen.“

Dabei würde genau das helfen: Ein verlässlicher Bezugsrahmen in Form eines Klimaaktionsplans, der getroffene Klimaschutzmaßnahmen in ihrer Wirksamkeit überprüfe und Lichtenfels damit den Weg in eine klimagerechte Zukunft weise, betont Biskupski.

Die Initiative sei mit dem Ziel angetreten, die Kommunikation über die drohende Klimakrise in der Korbstadt voranzubringen. Nur in einem gemeinsamen Dialog könne Klimaschutz sozial verträglich und an den lokalen Voraussetzungen orientiert umgesetzt werden, heißt es aus dem Team.

Der Stadtrat sei nach der jüngsten Entscheidung im Bau- und Umweltausschuss bereits mit einem offenen Brief zu einem weiteren Austausch eingeladen worden. Die runden Tische würden im Frühjahr eine Fortsetzung finden.

„Wenn bis zum 31. Dezember 2021 noch jeder Dritte,

der bereits mit seiner

Unterschrift Teil des Bürgerbegehrens geworden ist, eine weitere Person überzeugt, wäre das Bürgerbegehren

in trockenen Tücher.“

Diana Biskupski, Team „Klimaentscheid Lichtenfels“

Für den restlichen Sammelzeitraum gehe die Botschaft an alle, die bereits unterschrieben haben: „Wenn bis zum 31. Dezember 2021 noch jeder Dritte, der bereits mit seiner Unterschrift Teil des Bürgerbegehrens geworden ist, eine weitere Person überzeugt, wäre das Bürgerbegehren in trockenen Tüchern“, gibt Diana Biskupski bekannt.

Informationen zum Stand der Unterschriftensammlung, der offene Brief an den Stadtrat, Unterschriftenlisten und viele Hintergrundinformationen gibt es unter: www.klimaentscheid-lichtenfels. (red)