LICHTENFELS

Ein Zeichen, das Flechtern Mut macht

Impressioenen vom Korbmarkt und vom Flechthandwerk. Foto: red

Es ist eine wahrlich eine schwierige Phase für alle, die existenziell mit dem Flechthandwerk verbunden sind. Ein Jahr ohne die vielen überlebenswichtigen Märkte, keine Flechtkurse möglich, Existenznöte … Umso wichtiger sind positive Zeichen, die Mut machen, durchzuhalten. Das Bayerische Fernsehen setze so eines, heißt es in einer Pressemitteilung des „Zentrum europäischer Flechtkultur Lichtenfels.

Am Mittwoch wurde in der ARD-Sendung „Live nach Neun“ aus Altendorf bei Bamberg aus der Flechtwerkstatt von Augustin Friedrich – informierten Korbmarktbesuchern bekannt von seinem Stand am Rathaus – berichtet und so die traditionelle Seite dieses Handwerks beleuchtet.

Doch das ist nur die eine Seite. Im Vorfeld der Sendung informierte sich die Redakteurin Uschi Schmidt bei Manfred Rauh vom „Zentrum europäischer Flechtkultur Lichtenfels“ über aktuelle regionale und internationale Entwicklungen in diesem Themenfeld.

Rosa Gies in der „Frankenschau aktuell“

So entstand ein zweiter Bericht für die „Frankenschau aktuell“ im Bayerischen Fernsehen (werktags von 17.30 bis 18 Uhr). Neben der traditionellen Korbmacherei stellt die Sendung neue, kreative Entwicklungen in diesem Gewerk vor, und zwar am Beispiel von Rosa Gies, die in direkter Nachbarschaft zu Friedrich ihre Werkstatt hat. Sie war 2018 Absolventin der Staatlichen Berufsfachschule für Flechtwerkgestaltung in Lichtenfels. Am Wochenende vom 6. bis 8. Juli 2018 stellte sie mit den anderen Absolventen ihre „Gesellenstücke“ im Stadtschloss in Lichtenfels vor. Der Titel schon da vielsagend und neugierig machend: „Flechtwerkgestaltung! Nur Körbe?“

Die Berufsfachschule in Lichtenfels hat die Zeichen der Zeit erkannt und bildet schon seit Jahren junge Menschen nicht nur in der ganzen Vielfalt an Flechttechniken und im Umgang mit Flechtmaterialien aus, sondern vermittelt wichtige Grundlagen in Gestaltung beziehungsweise Produktdesign. Und sie bringt die Auszubildenden in Projekten mit anderen kreativen Kunsthandwerken wie Glasbläser oder Steinmetze zusammen. Ein gutes Fundament für die Zukunft im Flechthandwerk. (red)

Schlagworte