LICHTENFELS

Ein Tag für die jüdische Geschichte von Lichtenfels

Ein Tag für die jüdische Geschichte von Lichtenfels
Dem Ehepaar Seliger sind bereits zwei Stolpersteine gewidmet, nun wird ein Weg nach Sofie Seliger benannt. Foto: red

Das jüdische Leben in Deutschland blickt auf eine 1700-jährige Geschichte zurück, die mit dem bundesweiten Festjahr 2021 „Jüdisches Leben in Deutschland“ gefeiert wird.

Der Sonntag, 17. Oktober, ist der jüdischen Geschichte der Stadt Lichtenfels gewidmet. An diesem Tag laden die Stadt Lichtenfels und die Veranstaltungsreihe „Guter Ort“ zu Begegnungen mit der jüdischen Geschichte Frankens ein.

Enthüllung des neuen Straßenschilds „Sofie-Seliger-Weg“

Bereits um 9.30 Uhr wird mit der Enthüllung des neuen Straßenschildes „Sofie-Seliger-Weg“ (abgehend von der Sankt-Veit-Straße) der jüdischen Opfer nationalsozialistischer Gewalt während der Novemberpogrome 1938 gedacht.

Der Urenkel und die Urenkelin von Sofie und Arnold Seliger werden als israelische Ehrengäste an der Zeremonie teilnehmen und anschließend die vor dem Haus Judengasse 14 verlegten Stolpersteine, die an Sofie und Arnold Seliger erinnern, besuchen.

Informationstafeln zur Geschichte des jüdischen Friedhofs

Die jüdischen Friedhöfe sind Symbole der jüdischen Kultur Frankens, einer einstigen Kernregion jüdischen Lebens in Süddeutschland. Die Stadt Lichtenfels hat anlässlich des Jubiläums in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Lichtenfels Informationstafeln zur Geschichte der jüdischen Gemeinde und des jüdischen Friedhofs gestalten lassen, die um 13 Uhr vor dem jüdischen Friedhof enthüllt werden.

Ein Tag für die jüdische Geschichte von Lichtenfels
Das Grab von Sofie Seliger. Foto: red

Eine Führung zum jüdischen Friedhof startet um 16.30 Uhr.

Lichtenfelser Juden, jüdische Autoren Frankens und Janus Korczak

In der um 15 Uhr beginnenden Kernveranstaltung erzählen renommierte Referenten in der Herzog-Otto-Mittelschule von den unterschiedlichsten Facetten jüdischen Lebens. Prof. Dr. Günter Dippold stellt „das Leben und die Verfolgung der Lichtenfelser Juden“ in den Mittelpunkt seines Vortrags.

Dr. Thomas Sparr, der Leiter des Jüdischen Verlags Berlin, erzählt von den berühmten jüdischen Schriftstellern Frankens. Eva Haller stellt das Lebenswerk des jüdischen Pädagogen Janus Korczak vor. Für die passende Musik sorgt das speziell für diesen Tag gebildete Schüler- und Jugendorchester aus Lichtenfels.

Begegnungsforum im Zelt vor der Herzog-Otto-Mittelschule

Um allen Besuchern einen direkten Kontakt mit jüdischer Kultur zu ermöglichen, findet im großen Zelt vor der Herzog-Otto-Mittelschule bereits ab 13,30 Uhr das Begegnungsforum statt, das zum gegenseitigen Kennenlernen einlädt. Dieses Begegnungsforum ermöglicht den aktiven Dialog der Besucher mit der jüdisch-deutschen Geschichte, historischen Vereinen, Bildungseinrichtungen und Projekten der Antisemitismusprävention.

Der Bäckerfachverein 1955 Lichtenfels bietet vor Ort Gebäck nach traditionell jüdischen Rezepten zur Verkostung an.

Aktuelle Informationen unter: www.lichtenfels.de. Bestellmöglichkeit kostenfreier Karten für die Kernveranstaltung unter Angabe von Mailadresse, vollständigem Namen und vollständiger Adresse über info@arche-musica.org. Alle Kernveranstaltungen sind am Folgetag ab 18 Uhr als Vimeo-Stream zur sehen: videos.arche-musica.org (red)

 

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