LICHTENFELS/COBURG

Ehrung für das Regiomed Lungenzentrum

Tuberkulose
Ein Arzt zeigt auf das Röntgenbild einer Lunge. Auf das Lungenzentrum ist man bei Regiomed besonders stolz. Foto: Silas Stein/DPA

Ärzte des Regiomed Lungenzentrums sind jüngst von der Mitteldeutschen Gesellschaft für Pneumologie und Thoraxchirurgie (MDGP) mit einem Preis ausgezeichnet worden, berichtet Regiomed in einer Pressemitteilung. Die Gesellschaft würdigte in ihrer Begründung die Auswahl des Preisträgers mit der starken interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen mehreren Fachabteilungen, dem niedergelassenen Bereich sowie die Verwendung einer innovativen und kombinierten Technik (operativ und endoskopisch) bei der Versorgung, die besonders schonend für den Patienten war.

Exemplarisch für das beispielhafte Zusammenwirken wurde von der Fachgesellschaft ein Fall eines 60-jährigen Corona-Patienten betrachtet, der sich aufgrund einer Gangbildung im Rippenfellraum einer Operation an der Lunge unterziehen musste. Der Patient wurde Januar 2021 wegen Lungenentzündung und Eiterbildung im Brustkorb notfallmäßig operiert, wobei sein Lungenunterlappen offenchirurgisch entfernt wurde.

Vor Operation mit Corona infiziert

Der Patient infizierte sich vor der Operation sogar mit dem SARS-CoV2-Virus. Der Verlauf nach diesem Eingriff gestaltete sich zunächst unauffällig. Drei Monate später zeigte sich jedoch eine erneute Fistelbildung zwischen Rippenfellraum und Lungenoberlappen. Um einen weiteren, sehr großen Eingriff zu vermeiden und soviel Lungengewebe wie möglich zu erhalten, beschlossen die Mediziner diesmal eine minimalinvasive Versorgung des Patienten mit einer neuen Methode.

Der Patient wurde außerdem im Rahmen des Regiomed Lungenzentrums von mehreren Ärzten sowohl ambulant als auch stationär behandelt. Gemeinsam wurde eine innovative Kombination aus mehreren minimalinvasiven Operationsverfahren für die Behandlung des Patienten festgelegt und durch die Abteilung von Chefarzt Privatdozent Dr. med. Zsolt Sziklavari bzw. Chefarzt Dr. Claus Steppert durchgeführt. Ambulant versorgte und überwachte den Patienten der niedergelassene Pneumologe Dr. Christian Franke.

Weniger Schmerzbelastung

Durch die neuartige Behandlungsform war die Schmerzbelastung für den Patienten deutlich geringer als bei einem großen Eingriff üblich, der Patient konnte sehr viel früher als bei dem klassischen Behandlungsschema wieder mobilisiert werden und konnte daher deutlich früher in die ambulante Weiterbehandlung entlassen werden. Die Lunge des Patienten konnte zu einem großen Teil erhalten werden; inzwischen kann der Patient auch seiner beruflichen Tätigkeit wieder nachgehen.

Damit trägt die Arbeit des erst kürzlich gegründeten Regiomed Lungenzentrums auch nach außen sichtbar Früchte. Ziel des Regiomed Lungenzentrums ist die ganzheitliche Diagnostik und Behandlung aller Erkrankungen der Lunge und der Atemwege unter dem besonderen Aspekt der Interdisziplinarität und Vernetzung mit den weiterbehandelnden niedergelassenen Ärzten. Dies konnte im vorgestellten Fallbeispiel dargelegt und der Patient damit bestmöglich behandelt werden. „Auch wenn der Preis nur meiner Abteilung zugeschrieben ist, so ist es doch das Ergebnis unserer guten Zusammenarbeit innerhalb des Zentrums die dadurch gewürdigt wird. Ich danke den Kollegen, dass wir gemeinsam als Team das bestmögliche Ergebnis für unsere Patienten erzielen können.“ so Chefarzt Zsolt Sziklavari über den Preis.

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