LICHTENFELS

Dr. Andrea Starker: Kleiner Pikser verhindert viel Leid

Dr. Andrea Starker. Foto: red

„Seit einiger Zeit läuft nun schon die großartige Aktion des OT ,Gemeinsam gegen das Virus‘. Hier soll dem einzelnen Bürger, der einzelnen Bürgerin die Gelegenheit gegeben werden, aus beruflicher oder persönlicher Perspektive Stellung zu nehmen oder individuelle Erfahrungen zu schildern. Als Ärztin bin grundsätzlich eine große Verfechterin von Impfungen. In der Vergangenheit konnten dadurch bereits Krankheiten wie zum Beispiel Polio fast vollständig ausgerottet werden. Impfpflicht sollte nicht staatlich verordnet werden. Besser ist es aus meiner Sicht, wenn möglichst viele Menschen die Notwendigkeit einer Impfung erkennen und sich aus Überzeugung impfen lassen. Dadurch schützen sie sich selbst und ihre Mitmenschen, vor allem aber auch diejenigen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden dürfen, wie beispielsweise Krebspatienten unter Chemotherapie, vor einer im schlimmsten Fall tödlich verlaufenden Corona-Infektion. Sich impfen zu lassen ist ein Zeichen der Solidarität mit den Mitmenschen und ein Bekenntnis gegen das – aus meiner Sicht – egoistische Handeln der sogenannten Querdenker und Corona-Leugner. In der letzten Zeit erkranken immer mehr junge Menschen an Covid. Niemand weiß, wen diese tückische Infektion als nächsten treffen wird. Die zunehmend schweren Verläufe auch bei jüngeren Patienten und die Long Covid Symptomatik (Langzeitschäden nach Covid-Infektion mit Auftreten von monatelanger extremer Müdigkeit, stark reduzierter Leistungsfähigkeit, Konzentrationsstörungen, Atemnot, Depression…) bereiten mir nicht nur aus medizinischer Sicht große Sorgen. Zudem weiß niemand genau, wie hoch der wirtschaftliche Schaden durch lange Arbeitsunfähigkeiten und eventuell auch Erwerbsunfähigkeit in der Folge sein wird, die Kosten für die notwendigen medizinischen Behandlungen noch gar nicht mitgerechnet.

Der beste Schutz vor gesundheitlichen und konsekutiven wirtschaftlichen Schäden kann aus meiner Sicht durch eine möglichst hohe Impfrate erreicht werden. Ich warte sehnlichst auf meinen ersten Impftermin und würde mich mit jedem hier zugelassenen Impfstoff impfen lassen. Die Risiken einer Impfung stehen in keiner Relation zu den Risiken einer Covid-Erkrankung!

Ein kleiner Pikser kann schwere Schicksale und viel Leid verhindern und ist der beste Weg zur Rückkehr in die Normalität mit Kneipenbesuchen, Feiern, Urlaub und vielen anderen schönen Dingen, die derzeit nicht möglich sind.

Daher mein eindringlicher Appell: Seien Sie solidarisch und lassen Sie sich impfen!“ (red)

 

Rückblick

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  9. Corona–Tagebuch: „Steffi anrufen!“
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  15. Louis Bernert: Sani werden, gerade wegen Corona
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  20. Corona-Tagebuch: Schlaflos in Lichtenfels mit Salsa
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  32. Ein kleiner Pieks, der viel hilft
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  34. Corona-Tagebuch: Richtige fette Überraschung
  35. Der heiß ersehnte Impftermin von Corinna Tübel
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  40. Corona-Tagebuch: Das Ende einer Zimmerpalme
  41. Jüdisches Leben: Weg vom Klischee
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  46. Corona-Tagebuch: Als ich noch der mieseste Erwiderer war
  47. Karl-Heinz Drossel: Jeder Corona-Tote ist einer zu viel
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