LICHTENFELS

Die Woche vor 25 Jahren im Obermain-Tagblatt: Jugendzentrum Lichtenfels eröffnet

Das zum Lichtenfelser Jugendzentrum „JUZ” umgebaute Gebäude an der Köstener Straße wird am dritten Oktober-Wochenende 19... Foto: Repros: Gerhard Herrmann

Das traditionsreiche Lichtenfelser Unternehmen Karl Fleschutz Polstermöbel meldet Anfang Oktober 1996 Konkurs an: 98 Arbeitsplätze sind betroffen. Der vorläufige Insolvenzverwalter Jürgen Wittmann erläutert gegenüber dem OT, dass die Firma bereits seit vier Jahren rote Zahlen schreibe – nicht zuletzt durch die Konkurrenz aus Billiglohnländern im Osten seit dem Fall des Eisernen Vorhangs. Aber auch vertragsbrüchige Partnerfirmen rissen das Unternehmen in die Finanzkrise.

Schließlich hätten die Banken die Kreditlinien gekündigt, bevor durch einen Grundstücksverkauf noch einmal Liquidität hergestellt werden konnte. Laut Wittstock sei die Lage aktuell nicht aussichtslos, aber schwierig.

Karl Hümmer bekommt Kommunale Verdienstmedaille in Bronze

Der Staffelsteiner CSU-Stadt- und Kreisrat Karl Hümmer (67) wird für sein Jahrzehnte langes Engagement in der Lokalpolitik und in weiteren Ehrenämtern (Feuerwehr, Schöffe am Amtsgericht, Müll-Zweckverband, Schweinezuchtverband, Raiffeisenbank-Aufsichtsrat) mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Bronze ausgezeichnet.

Dem Schlager-Duo „Brunner & Brunner” fliegen beim Gastspiel in der Lichtenfelser Stadthalle die Herzen zu. Foto: Repro: chd

„Brunner & Brunner“, die österreichischen Schlagersänger-Brüder Charly (41) und Jogl (38), ziehen am 17. Oktober 1996 über 1000 Besucher in die Lichtenfelser Stadthalle. Es ist die zweite Station auf de heuer schon zweiten Deutschland-Tournee „Leben“. Mit dem neuen Album bei einer neuen Plattenfirma steigt der Karriere-Stern des Duos gerade steil auf. Bühnenshow und Unterhaltungsfaktor beim Lichtenfels-Gastspiel bestätigen die Berechtigung des Erfolgs: Das Publikum ist aus dem Häuschen, singt, tanzt und schwenkt die Feuerzeuge – von ganzem Herzen.

Nach 15 Monaten Bauzeit wird das JUZ gesegnet

„Zentrum für Jugend, Vereine und Volkshochschule“ heißt es im sperrigen Amtsdeutsch, „JUZ“ dürfte es in Zukunft genannt werden: Am 18. Oktober 1996 wird mit geladenen Gästen die offizielle Eröffnung des Jugendzentrums in der Köstener Straße 6 in Lichtenfels begangen, am Tag danach ist „Tag der offenen Tür“ für die Öffentlichkeit. 3,2 Millionen Mark wurden in der 15-monatigen Bauzeit investiert.

Das zum Lichtenfelser Jugendzentrum „JUZ” umgebaute Gebäude an der Köstener Straße wird am dritten Oktober-Wochenende 19... Foto: Repros: Gerhard Herrmann

Gleich vier Geistliche geben dem Haus ihren Segen, das künftig durch die Sozialpädagogen Sandra Nossek und Thomas Blößl geleitet wird. Auf 1218 Quadratmetern Nutzfläche bietet es auf zwei Etagen eine Vielzahl gezielt eingerichteten Beschäftigungsmöglichkeiten, Kursräume, Rückzugsorte und einen großen Saal für Veranstaltungen.

Auch die Freifläche ist bereits gestaltet und ist für jugendsportliche Angebote ausbaufähig. Vom „Tag der offenen Tür“ machen viele Interessierte Gebrauch und nutzen auch die angebotenen kreativen Workshops: Dabei wird unter anderem eine komplette Flurwand unter Anleitung eines Augsburger Graffiti-Profis besprüht.

Neue Dorflinde ziert nun das Rondell vor der Kötteler Kapelle

Die Dritte Bürgermeisterin der Stadt Lichtenfels, Ursula Thierauf (mit Blumenstrauß), pflanzt in Köttel eine neue Dorfli... Foto: Repro: Wegner

Ein zartes Jungbäumchen mit gerade mal armdickem Stamm ziert nun das grüne Rondell vor der Kötteler Kapelle: Die Lichtenfelser Bürgermeisterin Ursula Thierauf hat die Linde gestiftet und gepflanzt und damit ihr Versprechen vom vergangenen Dorffest eingelöst, das sie dem Ortssprecher Johann Tremel gegeben hatte. Und so feiert man zur Lindenbaumpflanzung gleich wieder ein kleines Dorffest.

Sieben Ehremmitglieder bei der SK Stetten

Ähnlich gern feiert man am dritten Oktober-Wochenende 1996 die Einweihung des erweiterten und umgebauten Feuerwehrhauses in Schwürbitz, während dessen fünfjähriger Bauphase rund 1000 Stunden an Eigenleistung erbracht wurden. Die FFW Modschiedel freut sich über ihr erstes eigenes (gebrauchtes) Löschfahrzeug. Bisher hatte man nur eine Spritze, die von einem Zugmaschine gezogen werden musste. Das neue Acht-Mann-Fahrzeug stammt aus dem Bestand der Weismainer Feuerwehr, die vor kurzem ein neues bekommen hat.

Die 1955 gegründete Soldatenkameradschaft Stetten verleiht ihren sieben (von seinerzeit 32) noch lebenden Gründern die Ehrenmitgliedschaft:

Heinrich Schramm, Adam Wendler, Michael Zirkelbach, Johann Zeck, Johann Ernst, Johann Zillig und Anton Schober.

Schlagworte