LICHTENFELS

Die Tafel in Lichtenfels: Nette Überraschungen geben Mut

Sozialpädagogin Gisela Berner arbeitet in der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit in Michelau. Für die Lichtenfelser Tafel (Foto) ist sie mit zuständig. Foto: Till Mayer

Gisela Berner arbeitet als Sozialpädagogin für das Diakonische Werk. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Tafeln in Lichtenfels. Sie berichtet, wie sich die Pandemie hier auf ihre Abreit auswirkt.

„Vor fast genau einem Jahr musste die Tafel Lichtenfels plus aufgrund des Coronavirus ihre Türen schließen. Die Tafel Lichtenfels plus ist ein von Caritas und Diakonie gemeinsam getragenes Projekt. Damals hoffte ich, Gisela Berner von der Kirchlich allgemeinen Sozialarbeit des Diakonischen Werkes Kronach Ludwigstadt Michelau, dass wir Anfang Mai 2020 wieder öffnen können.

Unterstützer stehen zur Seite

In dieser Zeit der Schließung konnten wir durch die Unterstützung der OT-Leseraktion „Helfen macht Spaß“, der Koinor- Stiftung , der Sparkasse Coburg-Lichtenfels, dem Lions-Club und Katholischer Kirchenstiftung die Not unserer Tafelkunden durch Discounter-und Supermarktgutscheine etwas lindern. Dafür vielen Dank, auch im Namen unserer Tafelkunden.

Meine Hoffnung war im Mai 2020 die Tafelkunden wieder bei uns begrüßen zu dürfen. Um dies ermöglichen zu können, stellte die Projektleitung Stefanie Renner ein umfangreiches Hygienekonzept auf die Beine.

„Es ist immer spannend, wenn wir die Tüten zu Hause auspacken und dann sehen was es in den nächsten Tagen zu essen gibt.“
Ein dankbarer Tafel-Kunde

So wurden die AHA – Vorgaben, kleinere, feste Teams und ständige Reinigung und Desinfektion der Räumlichkeiten umgesetzt.

Geöffnet haben wir tatsächlich wieder am 1. Juli 2020, jedoch anders als gedacht. Da es viele Vorgaben zu beachten gab, war sehr schnell klar, dass die Tafelkunden nicht wie gewohnt in die Räumlichkeiten der Tafel kommen konnten, um sich ihre Lebensmittel auszusuchen. Dafür waren unsere Räumlichkeiten zu klein, so dass kein Mindestabstand zwischen Tafelkunden und Ehrenamtlichen möglich gewesen wäre.

Die größte Sorge war sowohl unsere Tafelkunden, als auch unsere Ehrenamtlichen bestmöglich vor Ansteckungen zu schützen.

Gepackte Tüten für die Tafeln

Deshalb gibt es seitdem gepackte Tüten, die die Tafelkunden für drei Euro im Eingangsbereich entgegennehmen können. Nur ein Tafelkunde darf dort mit FFP 2 Maske eintreten. Auch außerhalb werden die Tafelkunden durch Beschilderungen darauf hingewiesen, den Mindestabstand ein zuhalten. Die Ehrenamtlichen in der Tafel kommen dadurch nicht mehr mit den Tafelkunden in direkten Kontakt und das Ansteckungsrisiko wird verringert.

Nur so ist es möglich, dass die Tafel Lichtenfels plus ihre Kunden weiter mit Lebensmittel versorgen kann. Viele Tafelkunden freuen sich darüber, auch wenn sie ein sogenanntes Überraschungspaket erhalten. „Es ist immer spannend, wenn wir die Tüten zu Hause auspacken und dann sehen was es in den nächsten Tagen zu essen gibt“, wird uns mitgeteilt.

Auch konnten wir durch FFP 2 Spenden von der Koinor-Stiftung, dem Lions- Club und der Firma QuBe-Tech GmbH unsere Tafelkunden, aber vor allem auch unsere Ehrenamtlichen bei ihrer Arbeit in der Tafel mit Masken versorgen. Dafür auch nochmal ein herzliches Dankeschön. Denn die Ausgaben für einen Tafelbetrieb werden nie durch die Einnahmen gedeckt, so dass wir für jede Geldspende sehr dankbar sind.

Ehrenamtliche Helfer willkommen

Weiterhin sind wir immer auf der Suche nach Helfern, die sich Ehrenamtlich für die Tafel engagieren möchten. Wenn Sie mehr wissen wollen, wende Sie sich bitte an die Projektleitung Stefanie Renner unter Tel. (09571) 971718 oder per e.mail unter renner@diakonie-klm.de.

Trotzdem hoffen wir alle, bald wieder unsere Türen für die Tafelkunden öffnen zu können und wie vor der Pandemie mehr den persönlich persönlichen Kontakt zu haben. Bis dahin bleiben Sie gesund.“

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