LICHTENFELS

Das Beste in der Coronakrise und O-Beine

Markus Häggberg Foto: T. Mayer

Markus Häggberg schreibt für OTverbindet augenzwinkernd ein Corona-Tagebuch. Dieses Mal geht es um verborgene Talente, die es in sich haben.

„Es gibt ja Menschen, die in Krisen mehr als nur miese Zeiten sehen. Sie reden von Chancen und von nun gefügten Auszeiten zur längst fälligen Selbstbesinnung. Endlich – finanzielle Abstriche hin oder her – komme man nämlich so mal aus dem sonst bis zur Besinnungslosigkeit drehenden Hamsterrad und darf sich entdecken. Oder anders: Wer bin ich und was kann ich sonst noch? Weil das ja gut klingt, ging auch ich auf Entdeckungstour.

Start bei der Plattensammlung

Nach drei Tagen hatte ich meine Plattensammlung durch, und am vierten Tag entdeckte ich hinten links eine Sammlung von Storm-Novellen. Als ich die auch alle durch hatte, war ich nicht mehr ganz so doof wie zuvor. Aber eine innere Stimme erinnerte mich daran, dass es in Krisenzeiten um solche Dinge womöglich nicht alleine geht.

So ließ ich mich auf mich selbst ein und entdeckte, was ich sonst noch kann, und wovon ich bislang nichts wusste. Ich habe zum Beispiel festgestellt, dass ich bei entsprechender Beinstellung (es bedarf dazu lediglich eines Einknickvorgangs ungefähr auf Höhe des oberen Sprunggelenks) ganz toll gehend O-Beine vorgaukeln kann. Und mein rechtes Auge, das durfte ich entdecken, kann bei etwas Übung wahnsinnig starr geradeaus gucken.

Gut genug für die Rolle des Bösewichts

Mit diesem beeindruckenden Stupor stünde mir auch schon frisurtechnisch bei einem künftigen Bond-Film die Rolle des Erzbösewichts Blofeld zu. Und wenn ich mir ganz doll Mühe gebe und keiner dabei ist, kann ich fast wie Marcel Reich-Ranicki lispeln. Ich glaube jetzt auch, dass so eine Krise das Beste aus einem herausholen kann.“

Rückblick

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  2. Corona-Tagebuch: Wie kann man nur so falsch liegen
  3. Auf urtümlichen Wegen zum mystischen Fels
  4. Corona-Tagebuch: Die berauschenden Seiten des Lebens
  5. Corona-Tagebuch: Wen man so alles im Zug trifft
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  7. Wandern: Seelenlandschaft und Lungenwellness
  8. Corona-Tagebuch: Endlich mal Zeit für die Familie
  9. Corona-Tagebuch: Wenn der Traum zum Albtraum wird
  10. Verpa Folie in Weidhausen sagt dem Virus den Kampf an
  11. Die Thermenkönigin im Interview: Ihre Majestät und Corona
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  14. Terrainkurweg: Grandiose Aussicht als Belohnung
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  16. Corona-Tagebuch: Zwei Cowboys im Sonnenuntergang
  17. Helikopter am Obermain: Hilfe für Vögel kommt aus der Luft
  18. Corona-Tagebuch: Busfahrer und die Weiblichkeit
  19. Wandern: Über Stock und Stein zur Querkeleshöhe
  20. Corona-Tagebuch: Ein Glückskeks sagt immer die Wahrheit
  21. Corona-Tagebuch: Zwei Cowboys im Sonnenuntergang
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  23. Metzgermeister Julian Geldner: Das Handwerk hat Zukunft
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  30. Corona-Tagebuch: Wenn die Liebe kalt wird
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  32. Kulmbach: Die Geheimnisse des Bierbrauens
  33. Ruhe sanft mit „Baby Balla Balla“
  34. Familen-Wanderung: Die ersten Herbstboten begrüßen
  35. Marco Weidner: Corona trifft Häftlinge in Kronach hart
  36. Corona-Tagebuch: Es lebe die Verschwörungstheorie
  37. OT-Tagebuch: Die Sache mit der Miete
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  39. Schach: Endlich Corona schachmatt setzen
  40. Falsches Buch, falsches Detail, falsche Frau?
  41. Verrückte Zeiten im Lichtenfelser Tierheim
  42. Corona-Tagebuch: So hinterlistig kann das Virus sein
  43. Wandern am Obermain: Lernen und Baden am Rudufersee
  44. Obermain–Grill: So saftig, da schmilzt selbst der Käse dahin
  45. Corona-Tagebuch: Aus heiterem Anlass eben
  46. Gottesdienst in Michelau: Ein Picknick, das Hoffnung gibt
  47. Corona-Tagebuch: Lautstarke Prinzessin im Zugwaggon
  48. Open Air mit „Klangfeder“ in Burgkunstadt
  49. Corona-Tagebuch: Da hätte selbst Kafka gestaunt
  50. Corona-Tagebuch: In Höhe Ebensfeld gibt es Tomate

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