LICHTENFELS

Corona-Tagebuch: Wörter der Poesie und T-Shirts

Markus Häggberg Foto: T. Mayer

Markus Häggberg schreibt für OTverbindet augenzwinkernd ein Corona-Tagebuch. Heute geht es um einen Satz voller Poesie und T-Shirts.

„Liebes Corona-Tagebuch, böse Stimmen behaupten ja, Männer würden nie zuhören. Frauen reden uns das ein, und wir glauben das auch noch. Dabei erfassen wir die Dinge im Wesentlichen doch, wenn sie uns erzählt werden. Also ein Beispiel: Neulich erzählte mir ein guter Kumpel von seinem neuen Slogan, und was er auf T-Shirts drucken lassen möchte. „Lass uns lauschen, bis eine Geschichte daraus wird“, heißt der schöne Satz, und er steckt voller Poesie und so. Da wir beruflich miteinander zu tun haben, oblag es mir, das Drucken dieses Satzes auf eine ganze Reihe von T-Shirts in Auftrag zu geben. Es war ja auch quasi so eine Art Betriebs-Slogan. Ein paar Tage später kam mein Kumpel bei mir vorbei und fragte, ob wir einen Kaffee trinken gehen wollen. Wir könnten ja dabei auch über Berufliches reden. Und wie wir so bei Cappuccino und Currywurst saßen und über Berufliches redeten, da kam er auch auf seine T-Shirt-Sache zu sprechen.

Erstmalig fragte er mich, wie ich seinen Slogan eigentlich finde. Ich versicherte ihm, dass ich ihn im Grunde für sehr ansprechend halte. ,Weißt du noch, wie er geht?', fragte er mich gutgelaunt und nicht ohne Stolz. Aber ich war doch ein bisschen angefressen, denn seine Frage hatte ja auch so eine kontrollierende Note. Also sagte ich ihm den Spruch auf und hoffte, dass er mich fürderhin damit in Ruhe lässt.

Ich sagte: ,Wenn wir lange dran feilen, wird' s ein Traum.' Mein Kumpel schaute irgendwie ein bisschen ungläubig, und das wurde auch nicht besser, als er erfuhr, wie viele T-Shirts schon bedruckt wurden. Keine Ahnung, warum er so komisch drauf war, denn im Kern lag ich mit dem Satz doch gar nicht mal so daneben.“

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